FDP-Chef Lindner prescht bei Cannabis-Frage vor

Autor: Sandrina Kömm-Benson

Veröffentlicht am: 24. Juli 2017

Geändert am: 21. Oktober 2017

FDP-Chef Christian Lindner äußert sich via Twitter zum legalen Cannabis-Verkauf in Uruguay. Er spricht von einer Entwicklung, die auch in Deutschland vorstellbar ist und die Zustimmung seitens der FDP erlangt. Auch Dieter Janecek schlägt einen gemeinsamen Knackpunkt in möglichen Koalitionsverhandlungen vor. Andere Parteien wie die CSU und die CDU haben sich diesbezüglich nicht geäußert.

FDP unterstützt den Cannabis-Verkauf in deutschen Apotheken

Nun hat auch FDP-Chef Christian Lindner dem Wort „liberal“ in Deutschland eine neue Dimension gegeben. Am 19. Juli twitterte er mitten im Wahlkampf: „Uruguay erlaubt den legalen Verkauf von Cannabis in Apotheken. Warum nicht auch in Deutschland? FDP wäre dabei. CL“. Bisher hatte die FDP lediglich einen Verkauf von Cannabis unter einer streng kontrollierten Freigabe gefordert.

Janecek zieht nach

Grünen-Politiker Dieter Janecek reagierte prompt, ebenfalls auf Twitter: „Könnte man ja zum gemeinsamen Knackpunkt in möglichen Koalitionsverhandlungen machen. Was meint ihr“. Immerhin ist eine Ampelkoalition – Schwarz, Grün, Gelb – nach den Bundestagswahlen im Herbst den aktuellen Umfragewerten nach durchaus denkbar.

Inwieweit die CSU allerdings damit leben könnte, bleibt abzuwarten. Angela Merkels CDU wird jedenfalls kaum allein regieren können und sicher mindestens einen kleineren Koalitionspartner benötigen. Wenn Lindner das Thema Cannabis weiter verfolgt, erfreut dies zumindest die Jugendorganisation der Liberalen, deren Vorsitzender Konstantin Kuhle sich bereits öffentlich für eine Legalisierung von Cannabis ausgesprochen hat.

Quelle: Huffington Post