Aphria übernimmt deutschen Cannabis-Importeur

Autor: Alexandra Latour

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Das Cannabisunternehmen Aphria übernimmt den deutschen Importeur CC Pharma. Ein weiterer strategischer Schritt des kanadischen Unternehmens, um den deutschen Markt zu erschließen.

Aphria übernimmt deutschen Cannabis-Importeur

Aphria sieht den deutschen Cannabis-Markt als vielversprechend an

Erst vor kurzem haben wir darüber berichtet, dass Aphria rund 45 Millionen US-Dollar in den deutschen Cannabis-Markt investieren will. Geplant ist ein Test- und Forschungszentrum in Neumünster und in Bad Bramstedt einen GMP-zertifizierten Cannabis-Tresorraum. Dieser soll eine Lagerkapazität von 5.000 Kilogramm Cannabis bieten.

Damit wolle man für deutsche Patienten eine konstante Lieferung von importiertem Medizinalhanf gewährleisten. Nuuvera, das deutsche Tochterunternehmen von Aphria, hat sich bereits mit 25,1 Prozent am Schöneberger Krankenhaus Berlin beteiligt. Zudem hat Aphria vor, an der Ausschreibung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) für den Anbau von Medizinalcannabis teilzunehmen.

Mehr kanadisches Cannabis für Deutschland

Einem Medienbericht zufolge übernimmt Aphria jetzt CC Pharma mit Sitz in Densborn. Die Transaktion soll im Januar nächsten Jahres abgeschlossen sein. Gegenüber der Presse äußerte Vic Neufeld, CEO des kanadischen Unternehmens, dass diese Akquisition ein wichtiger Schritt sei, da der deutsche Medizinalhanf-Markt einer der vielversprechendsten weltweit sei.

Weiter erklärte Neufeld, dass CC Pharma über umfangreiche Erfahrungen mit internationaler Logistik und regulatorischen Anforderungen habe. Damit könne die die globale Wachstumsstrategie weiter vorangetrieben werden. So hat das kanadische Unternehmen in diesem Jahr mit Broken Coast Cannabis und Nuuvera schon zwei Cannabisunternehmen übernommen. Außerdem ist Aphria jetzt auch an der New Yorker Börse gelistet.

Darüber hinaus führte Neufeld aus, dass das Unternehmen mit dem neuen Wissen und den Erfahrungen von CC Pharma zum Spezialisten für die Besonderheiten des Vertriebs von Medizinalhanf werde. So soll das kanadische Unternehmen bereits mit der Tochtergesellschaft Aphria Deutschland GmbH mit CC Pharma eine Liefervereinbarung haben. Nach Deutschland sollen etwa 1.200 Kilogramm Medizinalcannabis exportiert werden.

Engagement für Qualität, Sicherheit und Patientenversorgung

„Wir freuen uns, mit einem global agierenden Cannabisunternehmen zusammenzuarbeiten, dessen Engagement für Qualität, Sicherheit und Patientenversorgung eng mit unserem eigenen übereinstimmt. Der Zusammenschluss stellt für uns eine hervorragende Gelegenheit dar, unser etabliertes Netzwerk weiterzuentwickeln und unsere Beteiligung an einer schnell wachsenden, aufstrebenden Branche voranzutreiben“, äußerte sich CC Pharma zu der Übernahme.

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