Mexiko legalisiert medizinisches Cannabis

Autor: Linn Baumgardt

Veröffentlicht am: 3. Juli 2017

Geändert am: 21. Oktober 2017

Nun erobert medizinisches Cannabis auch Mexiko. Am 19. Juni 2017 wurde das Gesetz zur Legalisierung von Cannabis Arzneimitteln von Präsident Enrique Peña Nieto unterzeichnet. Für das Gesetz stimmte eine eindeutige Mehrheit, wenngleich strikte Regularien vorgesehen sind. Eine allgemeine Legalisierung scheint derzeit nicht in Aussicht zu sein.

Cannabis setzt sich in Mexiko durch

Am 19. Juni 2017 hat nun auch Mexiko medizinisches Cannabis legalisiert. Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto unterzeichnete an diesem Tag ein neues Dekret, nachdem im Parlament eine große Mehrheit dafür gestimmt hatte. Eigentlich war Nieto früher strikt gegen die Legalisierung von Cannabis, doch nach einer landesweiten Debatte Anfang 2016 hatte er sich umstimmen lassen und sogar versucht, eine generelle Legalisierung durchzusetzen, was jedoch scheiterte. Nach dem Senat stimmte nun auch das Abgeordnetenhaus mit einer überwältigenden Mehrheit von 347 zu 7 für das neue Gesetz, was auch von dem mexikanischen Gesundheitsminister Dr. José Narro Robles begrüßt wurde.

Details zum neuen Gesetz

Das Dekret in Mexiko besagt, dass die Verwendung von pharmakologischen Derivaten von Cannabis sativa, indica und americana oder Marihuana ausgearbeitet und umgesetzt werden soll. Weiterhin soll die Forschung und nationale Produktion von Cannabis reguliert werden. Weiterhin beseitigt das Dekret die Kriminalisierung der medizinischem Verwendung von Cannabis, THC, CBD und allen Cannabis-Derivaten. Auch die Produktion und Verteilung von Cannabis für medizinische und therapeutische Zwecke wird legalisiert. Die Ausarbeitung des neuen Gesetzes verantwortet das Ministerium für Gesundheit. Zugelassen werden Cannabis-Präparate, die höchstens 1% THC enthalten.

Zwar sind noch nicht alle Hürden genommen und strenge Regularien vorgesehen, doch Mexiko hat einen wichtigen Schritt getan.

Quelle: leafly.com