Australien: Studie mit Cannabispflastern geplant

Zwei australische Cannabisunternehmen haben sich jetzt zusammengetan, um gemeinsam mit der Curtin University die Wirksamkeit von den eigens entwickelten Cannabispflastern zu untersuchen.

Australien: Studie mit Cannabispflastern geplant

Einer der führenden australischen Produzenten von Medizinalcannabis Little Green Pharma (LGP) ist jetzt mit OBJ Limited laut einem Medienbericht ein Joint Venture eingegangen. Das gemeinsame Ziel ist es, die Wirksamkeit von Cannabispflastern zu prüfen. Unterstützung erfahren die beiden Unternehmen von der Curtin University.

Über das australische Cannabisunternehmen LGP haben wir bereits im Oktober 2018 berichtet. Nachdem die zweite kommerzielle medizinische Cannabisernte erfolgreich war, plante das Unternehmen den Bau einer 37.000 Quadratmeter großen Anlage auf einem Standort von 46.000 Quadratmetern. Zudem hieß es in den Medien, dass LGP plant, Medizinalcannabis nach Deutschland zu exportieren.

Prüfung der Wirksamkeit von Cannabispflastern

Die Vereinbarung zwischen LGP und OBJ beinhaltet die Gründung eines formellen 50:50-Joint Ventures für den Besitz und die Vermarktung von Cannabispflastern bzw. transdermalen (Hautpflaster-) Technologien, falls sich die Versuche, die voraussichtlich sechs Monate dauern, als erfolgreich erweisen.

Ein entscheidender Faktor für die Wirksamkeit von Cannabispflastern ist, dass die Wirkstoffe es schaffen, durch die Haut zu kommen. Deshalb ist notwendig, das Pflaster auf eine gut durchblutete Körperstelle, wie zum Beispiel den Oberarm oder den Bauch, zu kleben. Denn nur so können die Wirkstoffe auch in den Blutkreislauf gelangen.

LGP und OBJ sind im Übrigen nicht die einzigen Cannabisunternehmen, die an der Entwicklung von Cannabispflastern arbeiten. Beispielsweise hat das kalifornische Unternehmen Cannabis Science ein CBD-Pflaster entwickelt, das bei diabetischen Nervenschmerzen und Fibromyalgie-Symptomen helfen soll (Leafly.de berichtete).

Cannabispflaster: Einfache und sichere Dosierung

Der Gründer und Geschäftsführer von OBJ namens Jeffrey Edwards erklärte, dass das Joint Venture ein erhebliches Potenzial für alle Beteiligten berge. Weiter führte er aus, dass es Medizinalcannabis in unterschiedlichen Darreichungsformen (z. B. Blüten zum Verdampfen oder ölhaltige Lösungen) gebe. Hier sei die Dosierung schwierig. Mit den Cannabispflastern wäre jedoch eine einfache und sichere Dosierung möglich.

Die patentgeschützte diamagnetische Microarray-Technologie von OBJ ermögliche es darüber hinaus, dass die Wirkstoffe effektiver an Problembereiche abgegeben werden können, zum Beispiel bei rheumatischen Erkrankungen. Demnach bestehe eine weitaus bessere Kontrolle der Dosierung und der Wirksamkeit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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