Update: BfArM erteilt Zuschläge für Cannabisanbau

Jetzt ist es offiziell: Das BfArM hat nun bestätigt, dass die Zuschläge im Vergabeverfahren für den Cannabisanbau in Deutschland an die Aurora Produktions GmbH und die Aphria Deutschland GmbH erteilt wurden.

Update: BfArM erteilt Zuschläge für Cannabisanbau

Update vom 20. Mai 2019

In einer Pressemitteilung des BfArM heißt es, dass nun die Zuschläge für die restlichen vier der insgesamt 13 Lose erteilt wurden. So erhielt die Aphria Deutschland GmbH jetzt den Zuschlag für ein fünftes Los und die DEMECAN GmbH hat drei Lose bekommen. Damit ist das Verfahren für den Anbau von Cannabis zu medizinischen Zwecken in Deutschland abgeschlossen. Die erste Ernte wird für das vierte Quartal 2020 erwartet.

Ursprüngliche Meldung vom 18. April 2019

Anfang April hieß es im „Handelsblatt“, dass die deutschen Tochterunternehmen von Aphira und Aurora jeweils fünf Lose sowie das Unternehmen Demecan in Berlin drei Lose von den insgesamt 13 Losen für den Cannabisanbau in Deutschland für medizinische Zwecke erhalten haben sollen (Leafly.de berichtete). Eine offizielle Bestätigung von Seiten des BfArM gab es jedoch noch nicht.

In einer Pressemitteilung gab das BfArM jetzt allerdings eine andere Verteilung der Lose bekannt. So habe die Aurora Produktions GmbH den Zuschlag von fünf Losen erhalten. Auch die Aphria Deutschland GmbH habe vier Lose zugeteilt bekommen. Zwar soll Demecan dem „Handelsblatt“ gegenüber bestätigt haben, dass es drei Lose bekommen haben soll, das BfArM hat dies in der offiziellen Mitteilung jedoch nicht bestätigt.

BfArM: Vier Lose sind noch nicht erteilt

Die Ausschreibung umfasst 10.400 Kilogramm Medizinalhanf, verteilt auf vier Jahre mit jeweils 2.600 Kilogramm. Laut dem BfArM ist die Ausschreibung auf 13 Lose zu jeweils 200 Kilogramm Jahresmenge aufgeteilt. Weiter heißt es, dass der Zuschlag für vier der 13 ausgeschriebenen Lose aktuell noch nicht erteilt werden kann. Denn ein unterlegener Bieter habe sich mit einem Nachprüfungsantrag an die Vergabekammer gewandt. Es stehe noch nicht fest, wann die Zuschlagserteilung für die vier Lose erfolgen kann. Also sind bis dato lediglich die Zuschläge für den Cannabisanbau von insgesamt 7.200 Kilogramm für vier Jahre erteilt worden. Die erste Ernte erwartet das BfArM im 4. Quartal 2020.

„Die heutige Zuschlagserteilung ist ein wichtiger Schritt für die Versorgung schwer kranker Patientinnen und Patienten mit in Deutschland angebautem Cannabis in pharmazeutischer Qualität. Gleichwohl bedauern wir, dass nun abermals wirtschaftliche Interessen eines Bieters dazu führen, dass wir nicht schon früher im vollen Umfang zur Verbesserung der Versorgungssituation beitragen können“, erklärte BfArM-Präsident Prof. Dr. Karl Broich.

Darüber hinaus heißt es in der Pressemeldung, dass es sich bei der Zuschlagserteilung der übrig gebliebenen vier Lose um ein laufendes Verfahren handele. Aus vergaberechtlichen Gründen dürfe das BfArM keine weiteren Auskünfte über die Inhalte des Nachprüfungsantrages geben.

 

 

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