Cannabis als Medizin bei Rheuma

Autor: Alexandra Latour

Verõffentlicht am: 30. September 2017

Geändert am: 30. November 2017

Rheuma ist eine Erkrankung mit vielen Gesichtern. Unter den rund 100 verschiedenen rheumatischen Erkrankungen ist die rheumatoide Arthritis die am häufigsten vorkommende Form. In Deutschland sind mehr als 500.000 Menschen betroffen. Obwohl viele Therapiemöglichkeiten existieren, wird der Alltag der Betroffenen häufig massiv eingeschränkt. Hinzu kommen die starken Nebenwirkungen der Rheuma-Medikamente. Medizinisches Cannabis könnte hier hingegen eine nebenwirkungsarme Alternative sein.

Cannabis als Medizin bei Rheuma

Bislang mussten Patienten erst eine Ausnahmeerlaubnis vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) einholen, um Medizinalhanf (Cannabis auf Rezept) zu erhalten. Seit März 2017 ist die Verordnung von medizinischem Cannabis zu Therapiezwecken ohne diese Erlaubnis möglich. Ärzte aller Fachrichtungen können nun Cannabisblüten und Cannabisextrakte auf Rezept (BtM-Rezept) verschreiben.

Schon vor über 100 Jahren wurde erkannt, dass sich aus indischem Hanf hergestellte Tinkturen positiv auf Rheuma-Patienten auswirkte. Heute zeigen viele Studien, dass medizinisches Cannabis schmerzlindernd und entzündungshemmend wirkt und dass ohne gravierende Nebenwirkungen. Auch bei Rheuma-Erkrankungen konnten nennenswerte Ergebnisse durch Studien erzielt werden. Zahlreiche Rheuma-Patienten setzen schon jetzt medizinisches Cannabis als Ergänzung oder Alternative ein.

Was ist Rheuma?

Unter dem Begriff Rheuma verbergen sich über hundert unterschiedliche rheumatische Erkrankungen. Unterschieden wird dabei zwischen den folgenden Erkrankungen:
Degenerative rheumatische Erkrankungen
Zu den degenerativen rheumatischen Erkrankungen gehören beispielsweise die Arthrose und die Spondylose. Häufig sind hier die Schädigungen der Gelenkknorpel altersbedingt oder aber die Folge einer Vorerkrankung. Auch durch eine Fehl- oder Überbelastung können degenerative rheumatische Erkrankungen entstehen.
Entzündliche rheumatische Erkrankungen
Zu diesen rheumatischen Erkrankungen gehören:

· Rheumatoide Arthritis
· Psoriasisarthritis
· Spondyloarthropathien
· Morbus Bechterew
· Lyme-Arthritis
· Bindegewebsentzündungen (Kollagenosen)
· Gefäßentzündungen (Vaskulitiden)

Diese rheumatischen Erkrankungen können nicht nur die Gelenke und die Wirbelsäule betreffen, sondern auch das Bindegewebe und Gefäße. In einigen Fällen befällt die Krankheit auch die Haut, das Nervensystem, die Organe und das Blutbild.
Weichteilrheuma

Zu den weichteilrheumatischen Erkrankungen gehört unter anderem die Fibromyalgie (generalisiertes Weichteilrheuma). Aber auch das Muskelrheuma (Myositis) und das Rheuma in der Unterhaut (Pannikulitis) gehören zum Weichteilrheuma.

Stoffwechselstörungen mit rheumatischen Beschwerden

Zur Gruppe dieser rheumatischen Beschwerden gehören die Osteoporose sowie die Gicht. Die rheumatische Erkrankung ist hier also die Folge einer Stoffwechselerkrankung.

Rheuma – Ursachen und Entstehung der Erkrankungen

Bei den degenerativen rheumatischen Erkrankungen ist die Ursache in einem Ungleichgewicht zwischen der Belastbarkeit eines Gelenkes und einer Fehl- oder Überbelastung zu suchen. Hingegen sind die Ursachen und Auslöser der entzündlichen rheumatischen Erkrankungen und des Weichteilrheumas bis heute ungeklärt. Es wird davon ausgegangen, dass genetische Faktoren eine Rolle spielen und dass das Immunsystem mit der Antikörper-Bildung gegen Körperteile reagiert.

Wenn im Rahmen der rheumatischen Erkrankung das Bindegewebe und/oder die Gefäße betroffen sind wie bei der rheumatoiden Arthritis, werden auf den Zellen des Körpers fälschlicherweise HLA-Rezeptoren (Andockstellen) ausgebildet. Diese dienen dem Immunsystem dann als feindliches Ziel.

Die Rheuma-Ursache bei den Stoffwechselerkrankungen ist, dass entweder zu wenig Vitamin D und Kalzium (Osteoporose) oder aber zu viel Harnsäure (Gicht) produziert wird, was zu einer Veränderung der Gelenke und Knochen führt.

Vielfältige Rheuma-Symptome sind möglich

Das Hauptsymptom aller Rheuma-Erkrankungen sind Schmerzen in den Gelenken, Muskeln, Bändern und Sehnen. Je nach Art der Erkrankung variieren die Rheumabeschwerden:

 

Rheuma-ErkrankungSymptome im FrühstadiumSymptome im Spätstadium
ArthroseAnlaufschmerz, kurze Morgensteifigkeit, Gelenke sind druckempfindlich, Bewegungseinschränkungen, knackende/knirschende Geräusche beim Bewegen der Gelenke, erhöhte Empfindlichkeit gegen feucht-kaltes WetterGelenke werden komplett steif, da die Knorpelschicht abgerieben ist
Spondylosestechende/ziehende Schmerzen im Hals- oder Lendenwirbelsäulen-Bereich, Missempfindungen, Muskelverspannungen, Lähmungserscheinungen, Bewegungseinschränkungen, Störung der BlasenfunktionVerlagerung des Oberkörperschwerpunktes nach vorne, osteochondrotische Veränderungen
Rheumatoide Arthritisnächtliche/morgendliche Gelenkschmerzen, Morgensteifigkeit (min. 1 Stunde lang), geschwollene Gelenke (häufig Fingergelenke), allgemeines Krankheitsgefühl, Müdigkeit/ErschöpfungVerformungen an den Fingern (Ulnardeviation, Schwanenhalsdeformität, Knopflochdeformität), Rheumaknoten
Morbus Bechterewerste Rheuma-Anzeichen sind zu Beginn tiefsitzende Kreuzschmerzen, schubweise auftretende Entzündungsschmerzen, Iridozyklitis (gerötete Augen, Lichtempfindlichkeit, Schmerzen), Enthesiopathien (Entzündung von Sehnen/Schleimbeutel), Schmerz auf Druck (Achillodynie), FersenspornSchmerzen an der kompletten Wirbelsäule, fortschreitende Versteifung der Wirbelsäulengelenke

Rheuma – Diagnose und Behandlung

Die Rheuma-Diagnostik setzt sich aus unterschiedlichen Maßnahmen zusammen, da die Symptome, der Krankheitsverlauf als auch das Erscheinungsbild der Rheuma-Erkrankungen sehr verschieden sind. Häufig suchen Rheuma-Patienten zunächst ihren Hausarzt auf, der ein ausführliches Anamnesegespräch durchgeführt. Besteht dann der Verdacht auf eine rheumatische Erkrankung, erfolgt in aller Regel das Abfragen einer Rheuma-Checkliste. Nach einer körperlichen Untersuchung wird die Überweisung an einen Rheumatologen ausgestellt.

Zur Bestätigung der Rheuma-Diagnose erfolgen auch labortechnische Untersuchungen und ggf. bildgebende Verfahren.

Da Rheuma nicht heilbar ist, zielt die Rheuma-Behandlung darauf ab, die Krankheitsprozesse zu verzögern und die Symptome zu lindern. Dabei muss für jeden Patienten eine individuell abgestimmte Rheuma-Therapie entwickelt werden.

Für die Soforttherapie werden schmerzlindernde und entzündungshemmende Medikamente (symptomatische Therapeutika) sowie für die Langzeittherapie krankheitsmodulierende Medikamente (Basistherapeutika) verordnet. Die symptomatischen Therapeutika unterteilen sich zudem noch in kortisonhaltige und nicht-kortisonhaltige Medikamente. Häufig werden bei der Rheuma-Behandlung die Sofort- und Basistherapie als auch die unterschiedlichen Basistherapeutika miteinander kombiniert.

Rheuma-Soforttherapie

Zu Beginn der rheumatischen Erkrankung, erhalten Patienten nicht-steroidale Antirheumatika (NSAR), wie zum Beispiel die Schmerzmittel Ibuprofen, Acetylsalicylsäure oder Diclofenac, die schmerzlindernd und entzündungshemmend wirken. Allerdings haben diese Medikamente einige Nebenwirkungen. Problematisch ist vor allem, dass die Arzneimittel die Magen-Darm-Schleimhaut angreifen und sich infolge dessen Magengeschwüre entstehen oder im schlimmsten Fall Magendurchbrüche ereignen. Außerdem kann es zu gefährlichen Wassereinlagerungen kommen, da die Nierendurchblutung verringert wird.

Die NSAR hemmen im Körper die Enzyme Cyclooxygenase 1 (COX-1) und Cyclooxygenase 2 (COX-2), die wichtige Gewebshormone (Prostaglandine) im Körper produzieren. Während das Enzym COX-1 die Magenschleimhaut schützen kann, ist das Enzym COX-2 entzündungsfördernd. Hieraus erklärt sich die Wirkung der NSAR.

Neuere Medikamente, die sogenannten COX2-Hemmer, wurden entwickelt, um nur das entzündungsfördernde Enzym COX-1 zu hemmen. Jedoch wurden die Arzneimittel wie Rofecoxib, Lumiracoxib und Valdecoxib wegen starker Nebenwirkungen und dem erhöhten Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall vom Markt genommen.

Kortison-Medikamente

Bei akuten Entzündungsschüben ist Kortison aktuell die effektivste Behandlung. Die Cortison Wirkung setzt in der Regel innerhalb von einigen Stunden ein. Das Kortison wird entweder in Tablettenform eingenommen oder es erfolgt eine Injektion (Spritze) direkt in das Gelenk. Dabei wirken die modernen Kortisonpräparate nur noch selektiv an dem Ort der Anwendung. Ältere Kortisonmedikamente hatten den Nachteil, dass sie im gesamten Körper wirkten, weshalb viele Patienten Vorbehalte gegen die Kortison-Gabe hatten. Bei einer Langzeitanwendung traten starke Cortison Nebenwirkungen auf wie Hautprobleme oder Osteoporose.

Basistherapie

Zu den Basistherapeutika gehören Arzneimittel, wie zum Beispiel Sulfasalazin, Methotrexat, Leflunomid oder Chloroquin, die die Entzündungsaktivität in gewissem Umfang aufhält. Diese Antirheumatika wirken erst nach einigen Wochen und besitzen eine Langzeitwirkung. Problematisch an Antirheumatika ist, dass sie das Immunsystem schwächen. Infektionen können deshalb häufiger auftreten. Aus diesem Grund ist eine ärztliche, engmaschige Betreuung durch einen Arzt notwendig sowie das Abwägen der Risiken.

Biologika

Die Biologika (Biologicals) sind eine neuartige Medikamentengruppe und sollen schneller als die Basistherapeutika wirken. Es handelt sich hierbei um gentechnisch hergestellte Eiweißsubstanzen. Diese sollen die entzündungsfördernden Botenstoffe gezielt ausschalten. Jedoch besteht auch hier ein erhöhtes Infektionsrisiko. In Deutschland sind seit Anfang 2016 die Biologika Remsima, Inflectra und Benepali zugelassen. Da mögliche gefährliche Langzeitwirkungen noch nicht bekannt sind, werden Biologika häufig nur dann bei Patienten verabreicht, wenn mit den anderen Therapien keine ausreichende Wirkung erzielt wurde.

Operationen bei Rheuma

Bei einer Rheumaerkrankung können unter gewissen Umständen vorbeugende Eingriffe oder aber Operationen zur Wiederherstellung von Gelenkfunktion sinnvoll sein. Dabei werden vorbeugende Operationen (Synovektomie) im Anfangsstadium durchgeführt, um durch das Entfernen von entzündetem Gewebe die Funktionen in Gelenken und Sehnen zu erhalten. Wenn hingegen die Funktion von Gelenken stark geschädigt ist, kann mit Hilfe eines Gelenkersatzes eine Verbesserung der Gelenkfunktion sowie eine Schmerzlinderung erreicht werden.

In beiden Fällen bestehen Operationsrisiken wie Wundheilungsstörungen und Wundinfektion, wenn Patienten Rheuma-Medikamente einnehmen. Deshalb erfolgt häufig vor der Operation das Absetzen solcher Medikamente.

Rheuma – nichtmedikamentöse Behandlung

Es existieren unterschiedliche Therapiemaßnahmen, wie zum Beispiel Krankengymnastik und Ergotherapie, womit die Muskulatur gestärkt und die Mobilität verbessert wird. Eine Psychotherapie kann ebenfalls angezeigt sein. In dieser lernen Patienten, besser mit ihrer Erkrankung und den Schmerzen umzugehen. Eine sinnvolle Ergänzung stellen auch Naturheilverfahren (z. B. Akupunktur/Akupressur oder Moxibustion) dar.
Ernährung bei Arthrose/Rheuma spielt eine wichtige Rolle
Mit der richtigen Ernährung (entzündungshemmende Ernährung) können die Rheuma-Symptome gelindert werden. Das bestätigen auch verschiedene Studien. So konnte nachgewiesen werden, dass freie Radikale während der Entzündungsschübe die Zerstörung der Gelenkknorpel fördern. Deshalb ist es wichtig, dass Rheuma-Patienten zusätzliche Vitalstoffe wie sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente einnehmen, da diese als Radikalfänger gelten. Um das Immunsystem zu stärken, wird auch die Einnahme von Vitamin-D empfohlen. Aktuellen Erkenntnissen nach, weisen viele Rheuma-Patienten einen starken Vitamin-D-Mangel auf.

Auch die Einnahme von Omega-3-Fettsäuren kann das Entzündungsgeschehen positiv beeinflussen und Schmerzen lindern. Hier kann ebenfalls Cannabis in Form von Hanföl helfen, das vielseitig in der Küche eingesetzt werden kann. Neben den Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren im Verhältnis 3:1 enthält das Öl auch die wichtigen Gamma-Linolen-Säuren sowie die folgenden Inhaltsstoffe:

· Vitamin E, Vitamin B1 und B2
· Kalium, Kalzium und Magnesium
· Phosphor, Eisen und Natrium
· Mangan, Kupfer und Zink

Viele Nahrungsmittel enthalten außerdem entzündungshemmende Eigenschaften. Wichtige entzündungshemmende Lebensmittel sind beispielsweise Spinat, Brokkoli, Zwiebeln, Knoblauch, Kirschen, Papaya, Blaubeeren und Zitronen.

Medizinisches Cannabis: Ergänzung und Alternative zu herkömmlichen Rheuma-Therapie

Laboruntersuchungen, Tierexperimente als auch klinische Studien legen nahe, dass die Phytocannabinoide aus der Hanfpflanze, insbesondere die Cannabinoide Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD), eine therapeutische Wirkung bei der Behandlung von Entzündungen und Schmerzen haben.

Einen wichtigen Hinweis lieferte bereits eine Studie aus dem Jahr 2008. Forscher der kanadischen University of Calgary konnten nachweisen, dass der Cannabinoidrezeptor CB1 ein wichtiges Ziel ist, um Rheuma-Schmerzen zu kontrollieren.

Das körpereigene Endocannabinoidsystem ist ein Teil des Nervensystems und umfasst unter anderem die Cannabinoidrezeptoren CB1 und CB2. Dabei kommen die Cannabinoidrezeptoren 1 vor allem im Hippocampus, im Kleinhirn, in den Basalganglien sowie im peripheren Nervensystem und die Cannabinoidrezeptoren 2 in den Zellen des Immunsystems vor.

In der Forschung erlangte das Endocannabinoidsystem mit seinen CB1- und CB2-Rezeptoren immer mehr Aufmerksamkeit. Forscher der University of Nottingham erklärten, dass Cannabis-Medikamente die Cannabinoidrezeptoren aktivieren und analgetische (schmerzlindernde) sowie entzündungshemmende Effekte besitzen. Präklinische und klinische Studien zeigten das therapeutische Potenzial von Cannabis bei entzündlichen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis.

Cannabidiol (CBD) und seine entzündungshemmenden Eigenschaften

Das Cannabinoid CBD wird aufgrund seiner Effektivität als entzündungshemmender und schmerzlindernder Wirkstoff, ohne die psychoaktiven Effekte von THC, immer weiter erforscht. Bereits im Jahr 2000 schlussfolgerten die Forscher des Kennedy Institute of Rheumatology in London nach einer Studie, dass CBD eine potenzielle Arznei für Entzündungskrankheiten darstellt. Dass CBD die zentrale Sensibilisierung sowie die Schmerzreaktion assoziiert, konnten Forscher des Arthritis Research UK Pain Centre bei Arthrose im Knie nachweisen.

Auch eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2016, die an der University of Kentucky durchgeführt wurde, belegt deutlich, dass die CBD-Anwendung zur Linderung von Arthritis-Schmerzen und Entzündungen ohne offensichtliche Nebenwirkungen geeignet ist.

Cannabis gegen Schmerzen

Die Cannabis-Wirkung bei chronische Schmerzen ist sehr gut erforscht. Medizinalhanf hat sich vor allem bei neuropathischen Schmerzen und bei infolge der Multiple Sklerose auftretenden Schmerzen als hilfreich erwiesen. Doch auch bei rheumatischen Beschwerden und bei Schmerzen, die Rahmen einer Fibromyalgie-Erkrankung auftreten, gibt es mittlerweile Hinweise auf die Wirksamkeit.

Im Rahmen einer britischen Studie erhielten 58 Patienten, die an rheumatoider Arthritis litten, das Mundspray Sativex, das THC und CBD zu gleichen Anteilen enthält. Die Forscher beobachteten bei den Probanden eine signifikante analgetische Wirkung.

Kanadische Forscher behandelten 40 Patienten, die unter Fibromyalgie litten, mit Nabilon, ein vollsynthetisches Derivat des THCs. Die Probanden berichteten anschließend von einer Abnahme der Fibromyalgie-Symptome.

Cannabis als Medikament/Hanfprodukte

Es sind aktuell einige verlässliche Cannabismedikamente in unterschiedlichen Darreichungsformen erhältlich. Die Einnahmemethoden als auch die Dosierungen sind jedoch noch nicht vollends bestimmt. Grund hierfür ist, dass die Wirkung von Patient zu Patient variieren kann. Cannabis als Medikament, Cannabis-Öl, Cannabisblüten, Cannabis-Esswaren als auch inhalierbare Cannabisextrakte etc. besitzen das Potenzial verschiedene Arten von chronischen Schmerzen zu lindern, wobei topische mit Medizinalhanf versetzte Mittel am häufigsten bei Rheuma eingesetzt werden.

Mithilfe von Salben, die Cannabinoide enthalten, können Patienten die schmerzenden Bereiche einreiben und somit die lokalen Cannabinoidrezeptoren mit den Cannabinoiden aus der Heilpflanze sättigen. Vielen Erfahrungsberichten ist zu entnehmen, dass diese Salben beinahe sofort zu einer Schmerzerleichterung führen. Hanfsalben enthalten in aller Regel einen hohen Anteil des nicht-psychoaktiven Cannabinoids CBD und kann daher legal erworben werden. Die üblichen Cannabis-Nebenwirkungen wie ein High-Gefühl sind ausgeschlossen.

Eine aktuelle Studie aus dem Jahr 2016, die an der University of Kentucky durchgeführt wurde, konnte nachweisen, dass topische CBD-Anwendungen chronische Schmerzen und Entzündungen ohne Cannabis-Nebenwirkungen positiv beeinflussen konnten.

Quellen:

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