Cannabis Legalisierung gefordert

Autor: Sandrina Koemm-Benson

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Schützenhilfe für die Cannabis Legalisierung in Deutschland kommt nun von einer Organisation, von der man es am wenigsten erwartet hätte. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter fordert ein Ende des Cannabis-Verbots.

Cannabis Legalisierung gefordert

Die Befürworter der Cannabis Legalisierung in Deutschland bekommen unerwartet Schützenhilfe vom Bund Deutscher Kriminalbeamter. Der BDK hat ein Ende des Cannabis-Verbots gefordert. So sollen Konsumenten „entkriminalisiert“ werden. Der BDK-Vorsitzende André Schulz sagte der „Bild“-Zeitung, dass das Verbot von Cannabis „historisch betrachtet willkürlich erfolgt und bis heute weder intelligent noch zielführend“ sei. Es habe in der Menschheitsgeschichte noch nie eine Gesellschaft ohne Drogenkonsum gegeben, dies müsse akzeptiert werden.

„Cannabis, so meine Prognose, wird in Deutschland nicht mehr allzu lange verboten sein“, so der der Vorsitzende des Bund Deutscher Kriminalbeamter.

Kriminalbeamte für Ende des Cannabis-Verbots

Der Vorstoß zur Entkriminalisierung kommt zusammen mit der Äußerung, dass die bisherige Regel „willkürlich erfolgt“ und „nicht zielführend“ sei, so der Vorsitzende.

Durch das derzeitige Rechtssystem würden Menschen stigmatisiert und kriminelle Karrieren erst befördert. Es gebe bessere Möglichkeiten in der Drogenpolitik, als vor allem auf Repression zu setzen, sagte Schulz. Dazu gehöre, zu lernen, mit einem verantwortungsvollen Drogenkonsum umzugehen, Konsumenten und Suchtkranken unter Fürsorgeaspekten zu helfen und einen tatsächlich wirksamen Kinder- und Jugendschutz möglich zu machen.

Cannabis Legalisierung mit Ausnahmen auch für Patienten

„Aus Sicherheitsgründen darf das Führen eines Kraftfahrzeuges weder im alkoholisierten oder sonstwie berauschten Zustand erfolgen“, stellte Der BDK-Vorsitzende zugleich klar. Derzeit gebe es dabei noch einige rechtliche Unsicherheiten und Gesetzeslücken, was den Unterschied zwischen Cannabis und Alkohol sowie illegalem Cannabis-Konsum und Konsum auf Rezept betreffe.

Erst Ende Januar wurden hierzu Neuregelungen auf dem Deutschen Verkehrsgerichtstag in Goslar gefordert. Dabei sah der Arbeitskreis die Unterscheidung zwischen Freizeitkonsumenten und Cannabispatienten als ungerechtfertigt an. Auch bei Cannabis auf Rezept muss die Fahreignung angezweifelt werden. Dennoch konnte ein Teilsieg errungen werden: Zum Abschluss forderte die Expertenrunde die Erhöhung des zugelassenen THC-Werts am Steuer auf 3 Nanogramm. Außerdem droht bei gelegentlichem Cannabiskonsum nicht mehr sofort der Führerscheinentzug.

Es bleibt abzuwarten, ob die Politik der Forderung des BDK folgt. Leafly.de wird weiter berichten.

 

Quelle:

http://www.bild.de/politik/inland/cannabis/bund-deutscher-kriminalbeamter-fordert-marihuana-freigabe-54377356.bild.html

 

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