Cannabis- und Wellness-Klinik öffnet ihre Türen in Chicago

Autor: Alexandra Latour

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Cannabis- und Wellness-Klinik öffnet ihre Türen in Chicago

Cannabis- und Wellness-Klinik? – Ja, tatsächlich hat solch eine Klinik ihre Türen jetzt in Chicago geöffnet. Betreiber ist das Unternehmen Empower Clinics, ein führendes Entwicklungsunternehmen von Medizinprodukten in den USA. Laut eigenen Angaben des Unternehmens hat Empower das Ziel, Patienten beim Schutz ihrer Gesundheit zu unterstützen. Dabei bietet das Unternehmen in den ärztlichen Beratungsstellen verschiedene Therapielösungen an. Am wichtigsten ist aber wohl die Aufklärungsarbeit in Bezug auf Medizinalhanf.

Die Eröffnung der Cannabis- und Wellness-Klinik in Chicago erfolgte im Rahmen der nationalen Expansion des Unternehmens. In der Klinik, die sich im Stadtzentrum von Chicago befindet, arbeiten lizenzierte medizinische Fachkräfte, heißt es in einer Pressemitteilung, sodass die medizinische Versorgung der Patienten garantiert werden kann.

Cannabis- und Wellness-Klinik: Behandlungen und Therapien

In der Cannabis- und Wellness-Klinik besteht das Angebot vor allem aus ärztlich geleiteten Behandlungen von chronischen Schmerzzuständen. Auch die Behandlung von Nebenwirkungen einer Chemotherapie ist vorgesehen. Des Weiteren erfolgt noch die Behandlung von verschiedenen psychischen Erkrankungen (z. B. Angsterkrankung oder posttraumatische Belastungsstörung).

Darüber hinaus ist in der Cannabis- und Wellness-Klinik die markengeschützte CBD-Produktlinie „Sollieyo“ von Empower erhältlich. Laut Angaben des Unternehmens erfolgte die Entwicklung speziell für die Behandlung von folgenden Beschwerden:

  • Schmerzzustände
  • Schlafstörungen
  • stressbedingte Beschwerden
  • Verdauungsprobleme

Erhältlich sind die Produkte als Tinkturen oder topische Cremes auf CBD-Basis. Hingegen enthalten die Cannabisprodukte kein THC.

Illinois gewährt Zugang zu cannabisbasierter Behandlung

Gouverneur Bruce Rauner unterzeichnete am 28. August eine Maßnahme in Illinois. Diese ermöglicht es schließlich Ärzten, Opioid-Patienten pharmazeutisches Cannabis zu verordnen. So verstarben allein im Jahr 2016 in Illinois rund 2 000 Menschen an einer Betäubungsmittelüberdosis.

Das bedeutet, dass sich Opioid-Patienten ab sofort keiner Überprüfung auf einen kriminellen Hintergrund unterziehen müssen. Folglich ist auch die Abgabe von Fingerabdrücken deshalb nicht mehr notwendig. Die Patienten müssen lediglich einen Online-Antrag mit ärztlicher Genehmigung ausfüllen. Nach erfolgreicher Prüfung des Antrags durch Staatsbeamte erhalten Patienten dann  ihre Genehmigung, sodass sie Medizinalhanf verordnet bekommen können.

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Pharmazeutisches Cannabis im Kampf gegen die Opioid-Epidemie

Craig Snyder, der CEO von Empower, führte in der Pressemitteilung aus:

„Chicago ist eindeutig eine der pulsierenden Metropolen des Landes. Wir sind begeistert, Teil dieses Marktes zu werden. Insbesonders in einer so wichtigen und fortschrittlichen Zeit in der medizinischen Geschichte des Staates. Eine sich verbreiternde Beweisgrundlage zeigt darüber hinaus, dass medizinisches Cannabis zur Schmerzbehandlung wirksam sein kann. Außerdem kann Medizinalhanf die parallelen Epidemien von Opioidkonsum und Todesfälle durch Überdosierung wahrscheinlich reduzieren. Wir glauben deshahlb, dass diejenigen, die in Illinois und anderswo eine Behandlung brauchen, realisierbare Optionen verdienen, die keine Opioide beinhalten.“

Laut Snyder plant Empower noch, die nationale Präsenz von Cannabis- und Wellness-Kliniken in mehreren Bundesstaaten auszuweiten. Aktuell finden sich Cannabis- und Wellness-Kliniken in Oregon und Washington. Darüber hinaus sei geplant, in jeder Cannabis- und Wellness -Klinik auch Massagen, Chiropraktik, Ernährungsberatungen sowie integrative Medizin anzubieten. Zudem ist beabsichtigt, in der Klinik in Chicago kostenlose medizinische Wellness-Dienstleistungen anzubieten.

 

 

Hinweis: In diesem Artikel berichten wir über rezeptpflichtiges CBD oder auch Cannabidiol. Dieser Artikel macht zur möglichen Zweckbestimmung keinerlei Vorschlag. Nutzversprechen bleiben den Apothekern überlassen.

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