ADHS, ADS

Die Abkürzung ADHS, oder auch ADS, steht für Aufmerksamkeits-Defizit und Hyperaktivitäts-Syndrom. Es wird zwischen ADHS mit und ADS ohne Hyperaktivität unterschieden. Häufig tritt ADHS bei Jungen ab einem Alter von drei bis sieben  Jahren auf. Bei ADHS handelt es sich um eine neurobiologische Krankheit, deren genaue Ursachen unbekannt sind. Da ADHS gehäuft in bestimmten Familien auftritt, könnte ein erblicher Zusammenhang bestehen. Dass ADHS die Folge schlechter Erziehung oder gar von Missbrauch ist, ist sehr umstritten, bzw. aus medizinischer und psychologischer Sicht unwahrscheinlich.

Symptome bei ADHS

Die Symptome bei ADHS, die sowohl von Ärzten, als auch Psychologen erforscht werden, nennt man “Kernsymptome”. Drei Kernsymptome von ADHS sind Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität. Letztere allerdings tritt nicht in allen betroffenen Fällen auf, weshalb dann die Rede von ADS ist. Meist treten die konkreten Symptome bei Betroffenen bereits im Kindesalter auf und können sich wie folgt äußern:

  • Das Unvermögen, angefangene Aufgaben zu Ende zu bringen
  • Kurze Aufmerksamkeitsspannen und die Unfähigkeit, sich über längere Zeit zu konzentrieren und einer Aufgabe zu widmen
  • Probleme und Schwierigkeiten dabei, Anweisungen und Regeln zu folgen
  • Die Neigung, andere zu unterbrechen und selbst viel zu reden
  • Die Unfähigkeit, Geduld zu wahren und Schwierigkeiten dabei, abzuwarten, bis man an der Reihe ist
  • Das Unvermögen, sich mit sich selbst zu beschäftigen und z. B. alleine zu spielen
  • Gesteigerte und unverhältnismäßige körperliche Impulsivität

Da ADHS oftmals gerade bei Vorschulkindern schwer zu erkennen ist, wird die Diagnose meist bei Verdacht durch die Eltern nach einem Gespräch mit diesen und der Beobachtung des Kindes durch den Arzt gestellt. Die Behandlung und Therapie von ADHS erfolgt mithilfe eines Psychologen und teilweise auch mit Medikamenten, von denen sich beruhigende Effekte versprochen werden.

ADHS und cannabinoide Arzneimittel

Seit 1957 behandeln Ärzte ADHS und ADS-Patienten mit Psychostimulanzien wie Adderall, Ritalin und Concerta. Dies sind Medikamente, mit einer molekularen Ähnlichkeit zu Substanzen wie Methamphetamin und Kokain. Eine wesentliche physiologische Unregelmäßigkeit von ADHS und ADS ist der Mangel an Dopamin im Gehirn, ein chemischer Neurotransmitter, der an kognitiven Prozessen wie dem Gedächtnis und der Aufmerksamkeit beteiligt ist. Die Behandlung mit Medikamenten, wie Adderall und Ritalin, stimuliert zwar Dopamin, wodurch die Konzentration gefördert werden kann, das Ganze geht aber meist mit einer Vielzahl von unangenehmen Nebenwirkungen und Entzugserscheinungen einher. Cannabinoide Arzneimittel rücken daher als alternative Behandlungsmethode immer mehr in den Fokus der Forschung.
So könnten die Cannabinoide des Cannabis bei angemessener Dosierung und sicherer Verabreichung den, bei ADHS und ADS-Patienten beobachteten, Dopaminmangel potenziell korrigieren. Auch in seiner Rohform ist Cannabis in der Lage, eine Art geistiger Verlangsamung zur Förderung der Konzentration vieler Patienten zu bieten. Langweilige und mühsame Aufgaben werden überschaubarer und Stimmungsschwankungen könnten ausgeglichen werden.

Quellen:

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