Cannabislexikon von A bis Z

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BfArM

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, kurz BfArM, ist eine selbstständige Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Gesundheit mit Sitz in der Stadt Bonn. Das oberste Ziel des BfArM ist, nach eigenen Angaben, die Erhöhung der Sicherheit von Arzneimitteln und damit auch die Erhöhung der Sicherheit der Patienten.

Aufgabenbereiche des BfArM

Das BfArM beschäftigt rund 1100 Mitarbeiter/innen, die an der Zulassung, Sicherheit und Verbesserung von Medizinprodukten arbeiten. Weiterhin stehen die Risikoerfassung und die Risikobewertung sowie die Überwachung des Betäubungsmittel- und Grundstoffverkehrs im Fokus der Arbeit. Angestellt sind Ärzte und Apotheker sowie Chemiker, Biologen, Ingenieure, Juristen, Verwaltungsmitarbeiter und technische Assistenten.

Die Zulassung von Fertigarzneimitteln durch das BfArM erfolgt auf Grundlage des Arzneimittelgesetzes. Die Forschungsmaßnahmen und Verbesserungen richten sich dabei vorwiegend auf den gesundheitlichen Nutzen, die Wirksamkeit, die Unbedenklichkeit und die pharmazeutische Qualität der Arzneimittel. Auch Aufgaben, die in Zusammenhang mit der europäischen Arzneimittelzulassung stehen, werden vom BfArM wahrgenommen.

Obwohl jedes Arzneimittel vor der Zulassung in zahlreichen klinischen Studien auf seine Sicherheit geprüft wird, können in vereinzelten Fällen Nebenwirkungen auftreten. Je mehr Patientinnen und Patienten das Arzneimittel nach der Zulassung anwenden, desto größer sind die Chancen hierfür. An dieser Stelle kommt dem BfArM die Aufgabe zu, Patientenberichte zu unerwünschten Nebenwirkungen zu sammeln und auszuwerten. Im Zuge dessen sollen Maßnahmen zum Schutz von Patientinnen und Patienten ergriffen werden.

Das BfArM und pharmazeutisches Cannabis

Teil des BfArM ist außerdem die deutsche Bundesopiumstelle. Diese ist verantwortlich für das legale Inverkehrbringen von Betäubungsmitteln, zu denen zum Beispiel auch Dronabinol (THC) zählt. Eine der Hauptaufgabenbereiche der Bundesopiumstelle im Zusammenhang mit der medizinische Anwendung von Cannabis und Cannabinoiden ist die Anfertigung, Ausgabe und Auswertung der zur Verschreibung von Betäubungsmitteln vorgeschriebenen, amtlichen Formblätter. Diese sind aufgeteilt in Betäubungsmittelrezepte und Betäubungsmittelanforderungsscheine.

Weiterhin erteilt die Bundesopiumstelle die Erlaubnis zum legalen Inverkehrbringen von Grundstoffen, die sich zur Produktion von Betäubungsmitteln eignen. In Kooperation mit internationalen Institutionen überwacht das BfArM dabei auch Anbau, Herstellung, Handel sowie Import und Export von Betäubungsmitteln.

Mit der gesetzlichen Erweiterung des Betäubungsmittelgesetzes (BtMGs) wurde außerdem die so genannte Cannabisagentur als Teil des BfArM eingerichtet. Sie ist für die Steuerung und Kontrolle des Cannabisanbaus für medizinische Zwecke in Deutschland verantwortlich.

Weiterführende Informationen auf der Seite des bfArM  

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