Cannabisglossar

Willkommen im großen Cannabisglossar, der Wissensdatenbank rund um Cannabis als Medizin. Im Cannabisglossar informieren wir umfangreich über alles, was es zu der THC- und CBD-haltigen Pflanze zu wissen gibt, welche cannabinoindenhaltigen Arzneimitteln in Deutschland verfügbar sind und klären darüber auf, bei welchen Symptomen und Krankheiten Cannabis als Medizin einsetzbar ist. Vom übersichtlichen Cannabislexikon von A bis Z, über die Anatomie der Pflanze bis zur Gesetzeslage finden Sie hier nützliche und hilfreiche Informationen. Zudem informieren wir umfassend über das Betäubungsmittelgesetz, die kürzlich eingetretene Gesetzesänderung und wie sich diese auswirken. Unser Cannabisglossar wächst und gedeiht stetig. Es lohnt sich also regelmäßig vorbeizuschauen.

Cannabislexikon von A bis Z

ADHS, ADS

Anandamid

Angstzustände

BfArM

BtM-Anforderungsschein

BtM-Rezept

BtMG

Bundesopiumstelle

Cannabinoid-Rezeptoren

Cannabinoide

Cannabinoide Arzneimittel

Cannabis

Cannabis Ruderalis

Cannabisagentur

Cannabisblüten

Cannabisextrakt

CBD

Chronische Kopfschmerzen

Chronische Wirbelsäulensyndrome

Edibles

Endocannabinoide

Epilepsie

GMP

Hanf

Hautkrankheiten

HIV, AIDS

Krebs

Medizinalhanf

Migräne

Multiple Sklerose

Onkologie

Palliativmedizin

Phytocannabinoide

Posttraumatische Belastungsstörung

Schlafstörungen

Terpene

THC

Tourette-Syndrom

Vaporizer

Zwangsstörungen

SCHLIESSEN

Cannabis:

Als Cannabis (mit Betonung auf der ersten Silbe; vom griechischen kánnabis, ‚Hanf‘) bezeichnet man eine Pflanzengattung der Blütenpflanzen. Sie gehört zur Familie der Hanfgewächse. Die Anzahl der Arten innerhalb der Gattung ist noch umstritten. Drei Arten von Cannabis können identifiziert werden: das Cannabis Sativa, das Cannabis Indica und das Cannabis ruderalis. Letzteres könnte wiederum in Cannabis Sativa vorhanden sein. Eventuell können auch alle drei Arten als Unterarten von Cannabis Sativa angesehen werden.

Der Nutzen von Cannabis

Cannabis wächst besonders gut in tropischen und feuchten Teilen der Welt. Die Verwendung als Substanz zur Anwendung am Menschen zur Heilung psychischer Leiden wurde durch archäologische Funde in prähistorischen Gesellschaften Eurasiens und Afrikas dokumentiert. Besonders in China taucht das Cannabis als Heilmittel gegen diverse Leiden, wie Malaria und Rheuma schon zwischen 300 v. Chr. und 200 n. Chr. auf.
Die Wirkung und Heilkraft des Cannabis ist darauf zurückzuführen, dass Phytocannabinoide als Teil des Cannabis sogenannte Endocannabinoide imitieren, die der Körper auf natürlichem Weg produziert. Sie sind für eine Vielzahl positiver Auswirkungen auf die Gesundheit verantwortlich.

Medizinischer Gebrauch von Cannabis

Cannabis-Pflanzen produzieren eine Gruppe von Chemikalien, die als Cannabinoide bezeichnet werden. Cannabis Sativa enthält 85 Phytocannabinoide aus der Gruppe der Terpenphenole, die sich bislang in keiner anderen untersuchten Pflanze finden. Die Cannabinoide THC (Δ9-Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) erzeugen bei der Anwendung am Menschen positive physische und psychische Effekte. THC bindet beispielsweise an den Cannabinoidrezeptor CB1, der an einigen schmerzverarbeitenden Bereichen des Gehirns auffindbar ist. CBD wirkt wiederum als Antiepileptikum und Hypnotikum. Den Cannabinoiden kommt demnach für die Medizin eine entscheidende Rolle bei der Linderung zahlreicher Symptome zu.

Mit einer gesetzlichen Erweiterung des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) am 10. März 2017, dürfen Ärztinnen und Ärzte nicht nur cannabinoide Arzneimittel, wie Sativex®, Canemes® und Marinol® verordnen. Auch Medizinalhanf und Cannabisextrakte in pharmazeutischer Qualität dürfen verordnet werden. Diese Arzneimittel werden an Patienten auf eigens dafür vorgesehenen, offiziellen Formularen, den Betäubungsmittelrezepten, verschrieben.

Quellen:

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