Cannabislexikon von A bis Z

ADHS, ADS

Anandamid

Angstzustände

BfArM

BtM-Anforderungsschein

BtM-Rezept

BtMG

Bundesopiumstelle

Cannabinoid-Rezeptoren

Cannabinoide

Cannabinoide Arzneimittel

Cannabis

Cannabis Ruderalis

Cannabisagentur

Cannabisblüten

Cannabisextrakt

CBD

Chronische Kopfschmerzen

Chronische Wirbelsäulensyndrome

Darmkrebs, metastasierend

Depression

Dottersacktumor

Edibles

Endocannabinoide

Epilepsie

Fibromyalgie

Glioblastom

GMP

Hanf

Hautkrankheiten

HIV, AIDS

Krebs

Medizinalhanf

Migräne

Multiple Sklerose

Onkologie

Palliativmedizin

Phantomschmerzen

Phytocannabinoide

Polyneuropathie

Posttraumatische Belastungsstörung

Rückenmarksinfarkt

Schilddrüsenkarzinom (Schilddrüsenkrebs)

Schlafstörungen

Terpene

THC

Tourette-Syndrom

Vaporizer

Zwangsstörungen

SCHLIESSEN

Cannabinoide Arzneimittel

Cannabisarzneimittel (oder auch: cannabinoide Arzneimittel) sind legale Arzneimittel mit cannabinoiden Inhaltsstoffen zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit diversen Beschwerden. Seit dem am 10. März 2017 in Kraft getretenen Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften dürfen, neben den Cannabisarzneimittel Canemes®, Marinol® und Sativex®, auch Medizinal-Cannabisblüten und Cannabisextrakte von Ärztinnen und Ärzten verschrieben werden.

Cannabis als Medizin

Mit genannter Erweiterung des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) können sowohl Medizinal-Cannabisblüten als auch Cannabisextrakte in pharmazeutischer Qualität auf eigens dafür vorgesehenen amtlichen Blättern verschrieben werden. Ärztinnen und Ärzte müssen bei diesem Verfahren betäubungs- und arzneimittelrechtliche Vorgaben einhalten. Die Cannabisarzneimittel werden auf Betäubungsmittelrezepten (BTM Rezepten) für Patienten verschrieben, die sich die Medizin in der Apotheke abholen können. Klinischer Cannabisbedarf wird über Betäubungsmittelanforderungsscheine (BTM Anforderungsscheine) gedeckt.
Mit der Erweiterung des BtMGs blieben die bisherigen Regelungen für Therapiemöglichkeiten und Verschreibungsmöglichkeiten für das Rezepturarzneimittel Marinol (mit dem Wirkstoff Dronabinol) und die Fertigarzneimittel Sativex und Canemes bestehen.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat für die Abgabe der Cannabisarzneimittel eine Cannabisagentur eingerichtet. Sie kümmert sich unter anderem um die Steuerung und Kontrolle des Anbaus von medizinischem Cannabis in Deutschland. Um weitere Erkenntnisse über die Wirkung von Cannabisarzneimitteln auf Patientinnen und Patienten zu gewinnen, führt die sogenannte Bundesopiumstelle (BOPST) Begleiterhebungen durch. Auch die BOPST ist Teil des BfArM.

Die in Deutschland zugelassenen Cannabisarzneimittel

Neben Medizinal-Cannabisblüten und Cannabisextrakten in pharmazeutischer Qualität zählen Canemes®, Marinol®, sowie Sativex® zu den drei in Deutschland zugelassenen cannabinoiden Arzneimitteln.

Canemes® enthält den Wirkstoff Nabilon, eine vollsynthetische Variante des psychotropen Cannabis-Inhaltsstoffes Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC). Es wird in der Regel in Form von Kapseln verabreicht. Es soll Linderung bei Beschwerden infolge der Chemotherapie, wie Erbrechen und Übelkeit verschaffen.

Im Gegensatz zum Nabinol in Canemes®, handelt es sich bei Dronabinol im Arzneimittel Marinol® um ein natürliches Cannabinoid. Dronabinol ist die klinische Bezeichnung für Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC). Jenes ist der psychoaktiv wirksamste Inhaltsstoff der Hanfpflanze. Es wird, wie Canemes, in der Regel in Kapseln oder als Tropfen verabreicht. Es soll beruhigend, aber auch euphorisierend, sowie krampflösend und appetitsteigernd wirken.

Die Wirkstoffe von Sativex® (Dickextrakte (CBD-Chemotyp/ THC-Chemotyp)) wiederum werden aus den Blüten und Blättern Medizinalhanfs gewonnen. Sativex wird als Spray zur Verabreichung in der Mundhöhle verschrieben. Es hat antispastische und psychotrope Eigenschaften und soll daher MS-Patienten helfen.

Canemes

Canemes® ist der Name eines Medikaments zur Behandlung von Begleiterscheinungen der Chemotherapie für bösartige Gewebsneubildungen bei erwachsenen Patienten. Es enthält den Wirkstoff Nabilon, eine vollsynthetische Variante des psychotropen Cannabis-Inhaltsstoffes Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC). Canemes wird in der Regel in Form von Kapseln verabreicht. Hersteller von Canemes ist AOP Orphan Pharmaceuticals AG.

Nach Fachinformationen soll die antiemetische Wirkung (die Unterdrückung von Übelkeit und Erbrechen) von Canemes® ausgeprägt sein. Genau wie Dronabinol wird Nabilon in der Praxis bereits erfolgreich bei Krebspatienten angewendet. Der Mechanismus von Nabilon bei diesem Prozess ist allerdings nicht abschließend geklärt.

Canemes® darf nur eingesetzt werden, wenn andere Medikamente mit antiemetischen Wirkungsprognosen keine adäquate Wirkung gezeigt haben. Aufgrund der Einstufung Nabilons als potenzielles Suchtmittel in therapeutischen Dosierungen, wird eine Beschränkung der Behandlung auf wenige Tage während der Chemotherapie empfohlen.

Canemes, Nabilon und das BtMG

Da Canemes® Nabilon enthält, zählt es zu den cannabinoiden Arzneimitteln, Betäubungsmittel im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes (kurz BtMG). Ärzte müssen Canemes daher auf offiziellen amtlichen Formblättern, die zur Verschreibung von Betäubungsmitteln nach dem BtMG vorgeschrieben sind, verordnen. Dazu gehören Betäubungsmittelrezepte, kurz BTM Rezepte, die von der Bundesopiumstelle für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nach Antrag, für berechtigte Ärzte und Ärztinnen, ausgestellt werden. Betäubungsmittelanforderungsscheine, kurz BTM Anforderungsscheine werden dagegen für den stationären Bedarf und Gebrauch ausgestellt.

Quellen:
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=67487#
http://www.aoporphan.de/produkte/haematologie-onkologie/canemesr/kurzinfo.html
http://www.aoporphan.at/produkte/haematologie-onkologie/canemes/kurzinfo.html

Cesamet

Cesamet® ist der Name eines Medikaments zur Behandlung von Begleiterscheinungen der Chemotherapie für bösartige Gewebsneubildungen bei erwachsenen Patienten. Es enthält den Wirkstoff Nabilon, eine vollsynthetische Variante des psychotropen Cannabis-Inhaltsstoffes Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC). Cesamet® wird in der Regel in Form von Kapseln verabreicht. Hersteller von Cesamet® ist Valeant Pharmaceuticals North America .

Cesamet® darf lediglich dann eingesetzt werden, wenn andere Medikamente mit antiemetischen Wirkungsprognosen keine adäquate Wirkung gezeigt haben.

Aufgrund der Einstufung Nabilons als potenzielles Suchtmittel in therapeutischen Dosierungen, wird eine Beschränkung der Behandlung auf wenige Tage während der Chemotherapie empfohlen. Das Pharmaunternehmen MEDA Pharma, das die offizielle Informationsseite zu Cesamet® betreibt, weist ausdrücklich auch auf die eventuellen Nebenwirkungen von Nabilon hin. Insbesondere werden dabei die individuellen psychischen Auswirkungen betont.

Cesamet, Canemes und das BtMG

Cesamet® ist das in Großbritannien und den USA zugelassene Medikament mit dem Wirkstoff Nabilon. Das in Deutschland und Österreich zugelassene Äquivalent, mit selbigem Wirkstoff, ist Canemes®. Da Canemes® Nabilon enthält, zählt es zu den cannabinoiden Arzneimitteln – Betäubungsmittel im Sinne des Betäubungsmittelgesetzes (kurz BtMG). Ärzte müssen Canemes daher auf offiziellen amtlichen Formblättern, die zur Verschreibung von Betäubungsmitteln nach dem BtMG vorgeschrieben sind, verordnen. Dazu gehören Betäubungsmittelrezepte, kurz BTM Rezepte, die von der Bundesopiumstelle für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) nach Antrag, für berechtigte Ärzte und Ärztinnen, ausgestellt werden. Betäubungsmittelanforderungsscheine, kurz BTM Anforderungsscheine werden dagegen für den stationären Bedarf und Gebrauch ausgestellt.

Quellen:
http://www.valeant.com
http://www.cesamet.com/patient-about-cesamet.asp
http://medicalmarijuana.procon.org/view.resource.php?resourceID=000883
http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=67487#
https://www.cesamet.com/patient-home.asp

Dronabinol

Dronabinol ist der internationale Freiname für das synthetisch hergestellte THC (Δ9-Tetrahydrocannabinol), das wirksamste aller Tetrahydrocannabinole. Neben CBD (Cannabidiol) ist THC der wirksamste Bestandteil der Cannabispflanze. Es findet sich neben CBD und Terpenen in den weiblichen Blüten von Cannabis sativa und wird wegen seiner Wirkungen aus medizinischer Sicht besonders geschätzt.

Dronabinol ist ein harziges, leicht gelbliches und klebriges Öl, das bei Kältezufuhr aushärtet. Es ist aufgrund seiner hohen Lipophilie wasserlöslich.

Dronabinol ist ein Betäubungsmittel und fällt unter das deutsche Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Mit der Verschreibung durch eine Ärztin oder einen Arzt auf einem Betäubungsmittelrezept (BTM Rezept) kann Dronabinol aber in Form von Medizinalhanf und Cannabisextrakten verschrieben werden. Dabei müssen arznei- sowie betäubungsmittelrechtliche Vorgaben eingehalten werden.

Die Wirkung von Dronabinol

Dem Dronabinol wird eine breite Palette klinischer Wirkungen zugesprochen. So wirkt es:

  • Antiemetisch (dem Brechreiz entgegen)
  • Appetitsteigernd
  • Schmerzlindernd
  • Entzündungshemmend
  • Muskelentspannend
  • Psychotrop

Gerade bei Kachexie-, AIDS-, sowie Krebspatienten wird Dronabinol zur Appetiststeigerung eingesetzt. Krebspatienten, die infolge der Chemotherapie unter Brechreiz und Übelkeit leiden, sollen Linderung durch Dronabinol erfahren, wo andere Arzneimittel versagen oder keine Wirkung gezeigt haben. Lediglich in diesem Fall darf Dronabinol den entsprechenden Patienten dann auch verschrieben werden.

Dronabinol wird im Regelfall in Form von öligen Tropfen oder in Kapseln eingenommen. Die Wirkungen von Dronabinol erklären sich durch die Bindung an die Cannabinoid-Rezeptoren im Endocannabinoidsystem des zentralen Nervensystems.

Quellen:
http://www.pharmawiki.ch/wiki/index.php?wiki=Dronabinol
https://www.leafly.com/news/cannabis-101/what-is-tetrahydrocannabinol
http://www.bfarm.de/DE/Bundesopiumstelle/Cannabis/_node.html

Marinol

Marinol® ist der Name eines Medikamentes mit dem Wirkstoff Dronabinol. Dronabinol ist die Bezeichnung für das synthetisch hergestellte THC (Δ9-Tetrahydrocannabinol), das wirksamste aller Tetrahydrocannabinole. In natürlicher Weise findet man es unter anderem neben CBD (Cannabidiol) und Terpenen in den weiblichen Blüten von Cannabis sativa. Es wird wegen seiner Wirkungen aus medizinischer Sicht besonders geschätzt. Der Hersteller von Marinol, Unimed Pharmaceuticals,Inc., hat seinen Sitz in den USA. Seit 1998 ist Marinol allerdings auf Rezept auch in Deutschland erhältlich.

Marinol und Dronabinol

Dronabinol, der Wirkstoff in Marinolkapseln, ist synthetisches Delta-9-Tetrahydrocannabinol (Delta-9-THC). Es ist ein hellgelbes harziges Öl, das bei Raumtemperatur klebrig ist und bei der Kühlung aushärtet. Dronabinol ist in Wasser unlöslich und wird in Sesamöl formuliert. Die Marinolkapseln werden als runde, weiche Gelatinekapseln mit 2,5 mg, 5 mg oder 10 mg Dronabinol geliefert.

Dronabinol ist ein oral aktives Cannabinoid, das wie andere Cannabinoide komplexe Effekte auf das zentrale Nervensystem (ZNS) mit zentraler sympathomimetischer Aktivität hat. Cannabinoid-Rezeptoren wurden in neuronalen Geweben entdeckt. Diese Rezeptoren könnten eine Rolle bei der Vermittlung der Auswirkungen von Dronabinol und anderen Cannabinoiden spielen. Dronabinol zeigt auch reversible Effekte auf Appetit, Stimmung, Kognition, Gedächtnis und Wahrnehmung. Diese Phänomene scheinen abhängig von der Dosierung zu sein und bei höheren Dosierungen häufiger zu werden. Von Patient zu Patient kann es große Schwankungen geben.

Bei diversen schweren Erkrankungen, wie Kachexie, AIDS, sowie Krebs wird Marinol® zur Appetiststeigerung eingesetzt. Krebspatienten, die infolge der Chemotherapie unter Brechreiz und Übelkeit leiden, sollen Linderung durch Marinol® erfahren. Marinol® wird nur eingesetzt, wenn andere Arzneimittel versagen oder keine Wirkung am Patienten gezeigt haben. Lediglich in diesem Fall darf Marinol® den Patientinnen und Patienten verschrieben werden.

Quellen:
https://www.fda.gov/ohrms/dockets/dockets/05n0479/05N-0479-emc0004-04.pdf

Sativex

Sativex® ist der Name eines Fertigarzneimittels. Es handelt sich dabei um ein Mundspray, welches Nabiximols enthält. Nabiximols ist ein Arzneistoff, der Pflanzenextraktmischungen aus den Blättern und Blüten des Medizinalhanfs enthält, die wiederum standardisierte Gehalte der Cannabinoide THC (Δ9-Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol) enthalten. Sativex® wird als Mundspray auf die Innenseite der Wangen gesprüht, da das THC besonders gut über die Mundschleimhäute aufgenommen werden kann.

Aufgrund der cannabinoiden Inhaltsstoffe unterliegt Sativex® dem deutschen Betäubungsmittelgesetz (BtMG). Es ist zur Behandlung von Patientinnen und Patienten mit Multipler Sklerose (MS) und Spastiken allerdings in mehreren europäischen Ländern, darunter auch Deutschland, zugelassen. Sativex® muss durch einen Arzt oder eine Ärztin auf einem Betäubungsmittelrezept (BTM Rezept) verschrieben werden.

Die Wirkung von Sativex

Voraussetzung für eine legale Therapie mit Sativex® ist, dass die Patientin oder der Patient auf keine andere Behandlung angesprochen hat, die zur Linderung der Leiden durch Spastiken oder MS führen sollte. Als Spastiken werden Symptome definiert, die mit Muskelsteife in Verbindung stehen. Spastik bedeutet also, dass eine Erhöhung des Muskeltonus vorliegt. Die Muskeln können sich dabei steifer, fester oder gar verhärtet anfühlen. Dadurch fällt eine generelle Bewegung der Muskeln deutlich schwerer.

Weiterhin müssen sich die Beschwerden durch eine Therapie mit Sativex® klinisch eindeutig verbessern, bzw. der Arzt oder die Ärztin muss sich einen erheblichen Nutzen durch das Spray erhoffen.

Quellen:
http://www.cannabis-med.org/german/sativex.pdf
https://www.gelbe-liste.de/produkte/sativex-spray-zur-anwendung-in-der-mundhoehle_534377
https://web.archive.org/web/20120519070939/http://www.gwpharm.com/uploads/spc-doc.pdf
http://www.bfarm.de/DE/Bundesopiumstelle/Cannabis/_node.html
https://www.bundesregierung.de/Content/DE/Artikel/2016/05/2016-05-04-gesetz-cannabisarzneimittel.html
https://www.leafly.com/search?q=Cannabinoids&lat=49.4883&lon=8.4647

Artikel im Zusammenhang mit Cannabinoide Arzneimittel

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten für meinen Vaporizer?

Übernehmen die Krankenkassen die Kosten

Das neue „Cannabis Gesetz“, das am 10. März 2017 in Kraft getreten ist, macht es möglich: Jetzt können Kassenpatientinnen und -Patienten medizinisch begründet Cannabis auf Rezept in der Apotheke erhalten. Die Krankenkassen müssen die Kosten übernehmen, wenn der behandelnde Arzt sich für diese Therapieform entscheidet. Wie sieht es aber mit der Kostenübernahme für den Vaporisator aus, den Patienten benötigen, um Cannabisblüten zu verdampfen? Da Vaporizer bisher nicht im Hilfsmittelkatalog aufgenommen mehr…

Diese Vaporizer sind auf dem deutschen Markt für den Einsatz zugelassen

Diese Vaporizer sind auf dem

Wie Patienten in Deutschland Cannabis als Medikament einnehmen dürfen, hat der Gesetzgeber klar geregelt: Entweder oral oder mit hilfe eines Vaporisators, auch Cannabis Verdampfer genannt. Beim Vaporisieren werden gemahlene Cannabisblüten oder Dronabinol – ein Cannabisarzneimittel, das THC enthält – durch Wasserdampf kontrolliert erhitzt, um so die Inhaltsstoffe freigesetzt. Anders als beim Rauchen, wird hier weder Tabak noch Cannabis verbrannt. Den Dampf zu inhalieren ist für die Lungen wesentlich angenehmer und mehr…

Kann der Einsatz von cannabinoiden Arzneimitteln bei den Symptomen von ADHS/ADS helfen?

Kann der Einsatz von cannabinoiden

Symptome von ADHS/ADS In der Medizin wird unterschieden zwischen ADHS, dem Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitäts-Syndrom, und ADS ohne Hyperaktivität. Diese neurologische Erkrankung tritt im Kindesalter auf, verschwindet später aber häufig nicht: Bei 60 % der ADHS-Patienten zeigen sich auch im Teenager- und Erwachsenenalter Symptome. Wie genau diese ADHS-Symptome aussehen, und auch wie schwer sie ausfallen, verändert sich im Laufe des Lebens – so, wie jeder Mensch sich durch den normalen Alterungsprozess mehr…

Empfohlene Artikel

Erstes Cannabis-Institut in Merseburg geplant

Erstes Cannabis-Institut in Merseburg geplant

Interdisziplinäres Forschen zu Cannabis in Merseburg – Vorbild Kalifornien Dr. Gundula Barsch, Professorin an der Hochschule Merseburg in Sachsen-Anhalt, hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Sie will ein interdisziplinäres Cannabis-Forschungsinstitut ins Leben rufen – das erste seiner Art in Deutschland. Um dieses Projekt voranzutreiben, haben sich Ende November Experten aus Wissenschaft, Forschung und Entwicklung aus Sachsen-Anhalt und angrenzenden Regionen zu einem Kick-off-Meeting zusammengefunden. Vorbild des geplanten Cannabisinstituts ist das HiiMR, Humboldt Institute for Interdisciplinary Marihuana Research, in Arcata (Kalifornien). Professorin Dr. Barsch, die Expertin auf dem dem Gebiet der Drogenforschung ist, verbrachte hier ein Forschungssemester. Aber auch Neugründungen wie das mehr…

Welche Cannabismedikamente sind in Deutschland legal? Der Leafly.de Überblick

Welche Cannabismedikamente sind in Deutschland

Verschreibungspflichtige Cannabismedikamente, die in Deutschland erhältlich sind         Cannabisblüten verschiedener Importeure         Canemes-Tabletten (Wirkstoff: Nabilon)         Sativex Mundspray (Wirkstoff: Naxibimol)         Dronabinol (THC-Öl)         Cannabis-Vollspektrum-Extrakte Tilray THC25 und THC10:CBD10 Cannabissorten, Cannabisblüten Wir möchten zunächst auf die medizinischen Cannabissorten eingehen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die Cannabisagentur eingerichtet, die den staatlich kontrollierten Cannabisanbau in Deutschland überwachsen soll. Jedoch ist vor den Jahren 2019/2020 nicht damit zu rechnen, dass Cannabisblüten auf den Markt kommen, weshalb diese von verschiedenen Unternehmen nach Deutschland importiert werden müssen. Abgegeben werden die Cannabisblüten in den Apotheken in Dosen von 5 oder 10 Gramm. Folgende Cannabissorten sind erhältlich: Cannabissorte THC-Gehalt mehr…

Weltgesundheitsorganisation WHO gibt grünes Licht für Cannabidiol CBD

Weltgesundheitsorganisation WHO gibt grünes Licht

Die WHO entschied, dass internationale Verbote gegen reines Cannabidiol nicht gerechtfertigt sind, da sie keine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen. Der Sachverständigenausschuss kam im November 2017 zusammen, um mehrere psychoaktive Substanzen zu bewerten. Ein vollständiger Überblick über Cannabidiol, von dem man annimmt, dass es medizinisch genutzt wird, wurde auf Mai 2018 verschoben. Dann werden auch CBD-Extrakte unter die Lupe genommen. Leafly.de berichtete. Aufgrund des zunehmenden weltweiten Interesses, Cannabis und seine Wirkstoffe (Cannabinoide) als Medizinprodukte zu verwenden, hat die WHO damit begonnen, wissenschaftliche Beweise zu sammeln, um zu entscheiden, ob diese Substanzen unter internationale Kontrolle gestellt werden sollen. Der Novemberausschussbericht mehr…

Cannabis im Studium: Sollten Studenten mehr über Medizinalhanf lernen?

Cannabis im Studium: Sollten Studenten

Seit März 2017 kann Cannabis als Medizin von Ärztinnen und Ärzten verschrieben werden. Viele Schwerkranke haben lange darauf gewartet und wünschen sich eine Cannabisbehandlung. Allerdings kennen sich die meisten Mediziner beim Thema Cannabis nicht aus. Woher auch? Vor März 2017 könnten Betroffene Medizinalhanf nur mit einer Ausnahmeregelung erhalten. Daher spielte Cannabis bisher im Medizinstudium sowie bei ärztlichen Weiter- und Fortbildungen praktisch keine Rolle. Das Gleiche gilt auch für andere medizinische Berufe: Apotheker, PTAs, MTAs sowie Krankenschwestern und Pfleger lernen bisher in ihrer Ausbildung bzw. ihrem Studium kaum etwas über Cannabis als Medizin. Amerikanische Studie zum Thema Cannabis im Medizinstudium Eine mehr…

Gras in Graz: Erster Coffeeshop eröffnet

Gras in Graz: Erster Coffeeshop

"Wir verkaufen gepresste Pollen, Blüten, Öl und einiges mehr", so Bastian Knabl. Knabl und seine Kolleg/innen Stefan Ehrenreich, Julia Staud und Lukas Hiegelsberger bringen damit ein bisschen Amsterdam in die Landeshauptstadt Graz. Dort eröffneten sie am 1. Dezember 2017 ihre "Die Graslerei", einen Coffeeshop. "Die Graslerei" bietet seit dem Anfang Dezember in der Leonhardstraße 42 nicht nur Tee, Kaffee und Kuchen, sondern verkauft auch Cannabis. „Unsere Blüten und unser Hasch sind zu 100 Prozent legal, da sie einen garantierten THC-Wert von unter 0,2 Prozent haben.“, erklärt Stefan Ehrenreich, Mitgründer des Coffeeshops. Somit ist auch der Verkauf des EU-zertifizierten Cannabis in mehr…

Neue Studien zu langfristigem Cannabiskonsum

Neue Studien zu langfristigem Cannabiskonsum

Die erste Studie stammt von Forschern der Brigham Young University und wurde in der Zeitschrift „JNeurosci“ veröffentlicht. Im Ergebnis heißt es, dass der langfristige Cannabiskonsum die Zellenaktivität der Gamma-Aminobuttersäure – kurz GABA – im ventralen Segmentalbereich (VTA) abschwächen kann, was jedoch den Forschern zufolge notwendig für das Belohnungsverhalten von Dopaminzellen sei. Im Rahmen der Studie wurden heranwachsenden Mäusen Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC) injiziert. Die Forscher fanden heraus, dass das THC zelluläre Veränderungen im VTA auslöste, sodass die Tiere eine Abhängigkeit entwickelten. Nachdem den Mäusen eine Woche täglich THC gespritzt wurde, kam es zu Beeinträchtigungen der GABA-Neuronenzellen. Fortan war es schwierig, das gleich hohe Niveau zu erreichen, ohne mehr…

Leafly.de Patientenakte: Sonja K., 67, Schmerzpatientin

Leafly.de Patientenakte: Sonja K., 67,

Die Sklerodermie ist nicht heilbar und Sonja berichtete mir, dass die Erkrankung bei ihr immer schneller voranschreitet. Auch die inneren Organe seien mittlerweile betroffen. So habe sie eine arterielle Hypertonie gegen die sie Betablocker einnehme und eine Refluxösophagitis entwickelt, die mit Nexium behandelt wird. Auch die Skelettmuskulatur sei entzündet und müsse deshalb häufig Kortison gespritzt bekommen. Starke Schmerzmittel helfen Sonja nicht Ich fragte Sonja, wie es ihr aktuell gehe. Sie sah mich mit traurigen Augen an und erzählte mir, dass sie unerträgliche Schmerzen habe. Jeden Tag. Besonders schlimm seien die Phantomschmerzen und auch starke Schmerzmittel wie Tilidin oder Tramal würden mehr…

FDP für kontrollierte Abgabe von Cannabis

FDP für kontrollierte Abgabe von

Die kontrollierte Abgabe von Cannabis ist Thema einer Kleinen Anfrage (19/181) der FDP-Fraktion, die heute im Bundestag stattfindet. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) habe 2015 einen Antrag des Berliner Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg für ein Modellprojekt zur Abgabe von Cannabis abgelehnt. Seitdem habe es noch mehrere andere Anläufe für Modellprojekte dieser Art gegeben. 2017 habe der Bundestag Cannabis als Medizin zugelassen, als Genussmittel bleibe es jedoch verboten, was enorme Kosten für die Strafverfolgung verursache und die Konsumenten einem strafrechtlichen Risiko aussetze. Zudem lasse sich die Qualität des Cannabis auf dem Schwarzmarkt nicht kontrollieren. Eine kontrollierte Abgabe könnte diese Probleme lösen. mehr…