Cannabisglossar

Willkommen im großen Cannabisglossar, der Wissensdatenbank rund um Cannabis als Medizin. Im Cannabisglossar informieren wir umfangreich über alles, was es zu der THC- und CBD-haltigen Pflanze zu wissen gibt, welche cannabinoindenhaltigen Arzneimitteln in Deutschland verfügbar sind und klären darüber auf, bei welchen Symptomen und Krankheiten Cannabis als Medizin einsetzbar ist. Vom übersichtlichen Cannabislexikon von A bis Z, über die Anatomie der Pflanze bis zur Gesetzeslage finden Sie hier nützliche und hilfreiche Informationen. Zudem informieren wir umfassend über das Betäubungsmittelgesetz, die kürzlich eingetretene Gesetzesänderung und wie sich diese auswirken. Unser Cannabisglossar wächst und gedeiht stetig. Es lohnt sich also regelmäßig vorbeizuschauen.

Cannabislexikon von A bis Z

ADHS, ADS

Anandamid

Angstzustände

BfArM

BtM-Anforderungsschein

BtM-Rezept

BtMG

Bundesopiumstelle

Cannabinoid-Rezeptoren

Cannabinoide

Cannabinoide Arzneimittel

Cannabis

Cannabis Ruderalis

Cannabisagentur

Cannabisblüten

Cannabisextrakt

CBD

Chronische Kopfschmerzen

Chronische Wirbelsäulensyndrome

Edibles

Endocannabinoide

Epilepsie

Fibromyalgie

Glioblastom

GMP

Hanf

Hautkrankheiten

HIV, AIDS

Krebs

Medizinalhanf

Migräne

Multiple Sklerose

Onkologie

Palliativmedizin

Phytocannabinoide

Posttraumatische Belastungsstörung

Rückenmarksinfarkt

Schlafstörungen

Terpene

THC

Tourette-Syndrom

Vaporizer

Zwangsstörungen

SCHLIESSEN

Cannabisblüten:

Cannabisblüten sind die Blüten der Cannabispflanze. Das Cannabis zählt zur Familie der Hanfgewächse. Es wird seit jeher als wichtige Nutzpflanze unter anderem zur Herstellung von Waffen, Papier, Verbandstoffen, Kleidung, Tauen und Seilen verwendet. Durch eine seit 2017 bestehende Gesetzeserweiterung des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG), dürfen medizinische Cannabisblüten auch auf Rezept verschrieben werden. Sie sollen Patientinnen und Patienten bei der Therapie diverser Krankheitsbilder helfen, bei denen andere Arzneimittel mitunter keine Wirkung zeigen.

Allgemeines zu Cannabisblüten

Cannabis hat normalerweise unvollkommene Blüten, mit „männlichen“ und „weiblichen“ Blüten, die im Regelfall auf getrennten Pflanzen vorkommen. Es ist jedoch nicht ungewöhnlich, dass einzelne Pflanzen sowohl männliche als auch weibliche Cannabisblüten tragen. Obwohl monözische Pflanzen oft als Hermaphroditen bezeichnet werden, tragen echte Hermaphroditen (die weniger verbreitet sind) bei einzelnen Blüten Stammbalken und Stempelstrukturen, während monözische Pflanzen an verschiedenen Orten an derselben Pflanze männliche und weibliche Blüten tragen. Männliche Cannabisblüten werden normalerweise auf losen Rispen getragen, weibliche Blüten dagegen auf Trauben.

Für den medizinischen Gebrauch ist vor allem die weibliche Cannabisblüte von Bedeutung. Auf ihren Tragblättern und Kelchblättern treten Cannabinoide, Terpenoide und andere flüchtige Substanzen auf. Sie werden von den dort befindlichen Trichomen abgegeben.

Cannabisblüten in der Medizin

Die Cannabinoide THC (Δ9-Tetrahydrocannabinol) und CBD (Cannabidiol), die sich in den weiblichen Cannabisblüten finden, spielen bei der pharmazeutischen Behandlung diverser Erkrankungen eine immer größere Rolle. THC bindet an den Cannabinoidrezeptor CB1, der an einigen schmerzverarbeitenden Bereichen des Gehirns vorkommt. Ebenfalls soll THC euphorisierend, appetitsteigernd und entkrampfend wirken.

CBD wirkt wiederum als Antiepileptikum und Hypnotikum. Den Cannabinoiden kommt für die Medizin eine entscheidende Rolle bei der Linderung zahlreicher Symptome zu. Daher wurde am 10. März 2017 das Betäubungsmittelgesetz dahingehend erweitert, dass neben den bisherigen Therapie- und Verschreibungsmöglichkeiten für Fertigarzneimittel und Rezepturarzneimittel auch andere Cannabisprodukte verschrieben werden dürfen. Die Kosten dafür werden von den Krankenkassen übernommen. Neben Sativex, Canemes und Marinol, den drei legalen cannabinoiden Arzneimitteln, können Ärztinnen und Ärzte nun auch Medizinale Cannabisblüten und Cannabisextrakte auf eigens dafür vorgesehenen Betäubungsmittelrezepten (BTM Rezepten) verschreiben.

Quellen:

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