Dottersacktumor

Der Dottersacktumor ist ein Keimzelltumor. Unter dem Begriff Keimzelltumor werden unterschiedliche Krebserkrankungen zusammengefasst, bei denen sich Tumore aus der Keimzelle des Organismus bilden. Die Gefährlichkeit des Verlaufs (Dignität) dieser Krebserkrankungen ist vom Geschlecht abhängig.

Ursachen und Symptome des Dottersacktumors

Unter dem allgemeinen Begriff Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) wird eine bösartige Geschwulst verstanden, die sich einseitig oder beidseitig an dem Eierstock befindet. Unterschieden wird die Art des Eierstockkrebs mithilfe einer feingeweblichen Untersuchung. Die Tumore werden in epitheliale Tumore, Keimzelltumore und Stromatumore unterschieden. Zu den Keimzelltumoren gehören:

  • Teratom: 95 Prozent dieser Keimzelltumore sind gutartig. Betroffen sind meist Frauen zwischen dem 2. und 6. Lebensjahrzehnt. Sehr selten sind maligne Entartungen der Teratome. Dabei kommen maligne Teratome oft nur bei jungen Frauen vor.
  • Dottersacktumor: Das Tumorgewebe ähnelt hier der frühen Embryogenese, besonders dem Dottersack. Dabei befällt der Dottersacktumor meist nur Frauen, die jünger als 20 Jahre alt sind.
  • Dysgerminom: Das durchschnittliche Erkrankungsalter liegt hier bei 20 Jahren. Der aus undifferenzierten Keimzellen bestehende Tumor wächst sehr schnell und bildet Metastasen.
  • Chorionkarzinom: Bei Frauen tritt das Chorionkarzinom der Plazenta nur selten auf. Die Heilungsrate dieses Tumors ist äußerst schlecht.

Der Hodenkrebs wird in unterschiedliche Untergruppen unterteilt. Rund 90 Prozent der Tumore gehen von Keimzellen aus. Je nach Gewebetyp wird noch wie folgt unterschieden:

  • Seminom: Hierbei handelt es sich um den häufigsten Hodentumor.
  • Dottersacktumor: Das Orchioblastom ist der am häufigsten vorkommende Tumor bei unter 3-Jährigen. Erwachsene erkranken nur selten.
  • Chorionkarzinom: Dieser Tumor tritt normalerweise zwischen dem 10. und 20. Lebensjahr auf. In 10 Prozent aller Fälle besteht zusätzlich eine Gynäkomastie.
  • Teratom: Unterschieden wird hier zwischen reifen und unreifen Teratomen. Bei Kindern sind reife Teratome meist gutartig, während sich bei Erwachsenen Metastasen bilden können.

Die Ursachen als auch die Symptome von Keimzelltumoren sind sehr vielfältig und sind davon abhängig, um welche Krebserkrankung es sich handelt. Wie alle Krebserkrankungen zeigen sich jedoch in frühen Stadien zunächst keine Symptome. Die Krebsdiagnose erfolgt mithilfe von unterschiedlichen Untersuchungen und die Therapieform (Operation, Chemotherapie, Strahlentherapie etc.) hängt von der jeweiligen Krebsart und dem Stadium ab.

Dottersacktumor und cannabinoide Arzneimittel

Krebspatienten können im Rahmen einer Behandlung (Chemotherapie/Strahlentherapie, Medikamente gegen Krebs) von cannabinoiden Medikamenten profitieren. Nachweislich können die Cannabinoide aus der Hanfpflanze wie Delta-9-Tetrahydrocannabiniol (THC) und Cannabidiol (CBD) gegen die im Rahmen der Therapie auftretenden Nebenwirkungen wie Übelkeit und Erbrechen wirken. Außerdem ist bekannt, dass Cannabis den Appetit anregt, was gerade für Krebspatienten sehr wichtig ist. Gleichzeitig können THC und CBD gegen Schmerzen helfen. Dabei ist besonders die Wirkung von Cannabis auf Schmerzen sehr gut erforscht.

Quellen:

Department of Agricultural, Food & Nutritional Science, University of Alberta, Edmonton, Canada, Brisbois TD1, 2011, “Delta-9-tetrahydrocannabinol may palliate altered chemosensory perception in cancer patients: results of a randomized, double-blind, placebo-controlled pilot trial

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