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Edibles

Edibles ist der Ausdruck für medizinische Lebensmittel, denen Cannabis-Extrakte beigefügt wurden. Häufig kommen sie in Form von Backwaren, wie Keksen und Brownies, aber auch in Getränken, Broten und Süßigkeiten vor. Beim Konsum von Edibles kann davon ausgegangen werden, dass die aktiven Komponenten aus den Extrakten länger brauchen, um zu wirken, da sie durch das Verdauungssystem absorbiert werden müssen.
In Deutschland sind bislang keine Edibles durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte, kurz BfArM, zur Verschreibung durch Ärztinnen oder Ärzte erlaubt worden. Erst mit einer Erweiterung des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) wäre dies denkbar. In den USA dagegen werden Edibles bereits vielerorts zu medizinischen Zwecken eingesetzt.

Die Darreichungsform durch Edibles

Die Darreichung von medizinischem Cannabis in Form von Edibles unterscheidet sich zu anderen Darreichungsformen, wie beispielsweise dem Rauchen oder Verdampfen. Bei dem Konsum von Edibles wird das darin enthaltene Δ9-Tetrahydrocannabinol (THC) durch die Leber metabolisiert, die es in 11-Hydroxy-THC umwandelt. Dieser aktive Metabolit ist besonders bei der Kreuzung der Blut-Hirn-Schranke wirksam, was zu einer intensiveren, psychischen Wirkung führt. Inhaliertes THC unterliegt dagegen anderen metabolischen Prozessen, weil es nicht durch den Magen und durch die Leber, sondern direkt zum Gehirn geleitet wird. Aus diesem Grund kommen die Effekte bei gerauchtem oder verdampftem Cannabis schneller, klingen allerdings auch wieder schneller ab.
Edibles werden typischerweise mit hoch konzentriertem Cannabis hergestellt, sei es aus Wirkstoffkonzentraten (Haschhöl), Cannabis-infundierter Butter oder infundiertem Öl. Daher fallen die Dosierungen deutlich geringer aus, als beispielsweise die von Medizinalhanf oder Arzneimitteln, wie Sprays und Kapseln.

Edibles und der mögliche Nutzen in der Medizin

Wie andere cannabishaltige Arzneimittel könnten auch Edibles in der Medizin von Nutzen für die Behandlung diverser Erkrankungen sein. Sowohl THC als auch CBD können bei der Anwendung am Menschen positive physische und psychische Effekte erzeugen. THC bindet beispielsweise an den Cannabinoidrezeptor CB1, der sich an Schmerz verarbeitenden Bereichen des Gehirns findet. Auch wegen seiner appetitsteigernden und antiemetischen Wirkung wird THC besonders bei Krebspatienten während der Chemotherapie geschätzt. CBD wirkt wiederum als Antiepileptikum und Hypnotikum.

Quellen:

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