Cannabisglossar

Willkommen im großen Cannabisglossar, der Wissensdatenbank rund um Cannabis als Medizin. Im Cannabisglossar informieren wir umfangreich über alles, was es zu der THC- und CBD-haltigen Pflanze zu wissen gibt, welche cannabinoindenhaltigen Arzneimitteln in Deutschland verfügbar sind und klären darüber auf, bei welchen Symptomen und Krankheiten Cannabis als Medizin einsetzbar ist. Vom übersichtlichen Cannabislexikon von A bis Z, über die Anatomie der Pflanze bis zur Gesetzeslage finden Sie hier nützliche und hilfreiche Informationen. Zudem informieren wir umfassend über das Betäubungsmittelgesetz, die kürzlich eingetretene Gesetzesänderung und wie sich diese auswirken. Unser Cannabisglossar wächst und gedeiht stetig. Es lohnt sich also regelmäßig vorbeizuschauen.

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Epilepsie:

Epilepsie (aus dem Altgriechischen epílēpsis, auf deutsch “Angriff”, “Überfall”, und aus dem Lateinischen epilepsia seit dem 16. Jahrhundert nachweisbar) ist die Bezeichnung für spontan auftretende Krampfanfälle. Die Krankheit wird in Deutschland auch Fallsucht oder Krampfleiden genannt. Die epileptischen Anfälle werden nicht durch eine erkennbare, ihnen vorausgehende Ursache, wie etwa eine akute Entzündung, eine Vergiftung oder einen Stromschlag hervorgerufen. Es handelt sich bei Epilepsie vielmehr um die Folge anfallsartiger elektrischer Aktivitäten (synchroner Entladungen von Neuronengruppen) im Gehirn, die meist zu unwillkürlichen und unkontrollierbaren Befindensstörungen führen.
Epilepsie zeigt sich zumeist schon im Kindesalter, kann aber auch bei älteren Menschen noch auftreten, da bei ihnen das Risiko für beispielsweise einen Schlaganfall, der zu epileptischen Anfällen führen kann, höher ist.

Ursachen und Erscheinungsbilder der Epilepsie

Die Ursache für Epilepsie ist beim Großteil der Betroffenen unklar. Bei wiederholten Anfällen kann der Epilepsie eine Schädigung des Gehirns, wie etwa durch eine Infektion, eine Hirnhautentzündung, einen Schlaganfall, einen Hirntumor oder Narbenbildung nach einer schweren Kopfverletzung, zugrunde liegen. Auch Auslöser, wie Schlafmangel, Alkohol, blitzende Lichter und flackernde Bildschirme sind bekannt.

Je nachdem, wie stark das Gehirn von den elektrischen Aktivitäten betroffen ist, können die Anfälle generalisiert (alle Teile des Gehirns sind betroffen) oder partiell (nur ein Teil des Gehirns ist betroffen) sein. Beispiele sind:

  • Tonisch-klonische Anfälle (generalisierte Anfälle), denen gewisse Warnzeichen vorausgehen können. Man nennt diese Warnzeichen“Aura”. Sie kann sich als Angstgefühl oder Unbehagen äußern und geht den Anfällen einige Sekunden voraus. Betroffene haben damit die Chance, sich vor dem Anfall zu setzen oder hinzulegen, um einen Sturz, durch einen Bewusstseinsverlust und eventuelle Verletzungen zu vermeiden. Meist versteift sich der Körper bei tonisch-klinischen Anfällen; die Atmung wird unregelmäßig und es folgen unkontrollierte Bewegungen der Glieder. Nach dem Anfall können Verwirrung und Kopfschmerzen folgen.
  • Einfach-partielle Anfälle (partielle Anfälle), während denen der Betroffene meist bei Bewusstsein bleibt. Der Kopf und die Augen drehen sich dabei häufig zur Seite, Arme und Hände und eine Gesichtshälfte zucken. Auf die einfach-partiellen Anfällen kann die kurze Lähmung einer Körperseite oder Schwäche folgen.

Epilepsie und cannabinoide Arzneimittel

Neben Antiepileptika, die bei wiederholten Anfällen der Epilepsie schon lange bei Betroffenen angewandt werden, werden aufgrund ihres großen medizinischen Potenzials auch die Auswirkungen cannabinoider Arzneimittel untersucht. Ergebnisse aus klinischen Studien zeigen deutlich eine vorteilhafte Wirkung des Cannabinoids CBD (Cannabidiol) auf einige Arten von Anfällen. Erforscht wird weiterhin, ob eine Kombination der Cannabinoide CBD und THC (Δ9-Tetrahydrocannabinol) bei Betroffenen, die auf die alleinige Verabreichung von CBD nicht ansprachen, bessere Wirkungen erzielt.
Bei zahlreichen anderen Krankheiten, wie etwa bei Krebs, Multipler Sklerose oder Morbus Crohn sind die positiven Effekte besonders auch des THCs bereits zahlreich nachgewiesen worden.

Quellen:

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