Fibromyalgie

Die Fibromyalgie ist eine nichtentzündliche Erkrankung, bei der die Muskulatur des ganzen Körpers sowie das Bindegewebe schmerzen. Organische Schäden liegen keine vor.  Obwohl die Schmerzen stark und die Einschränkungen mitunter groß sind, verursacht die Fibromyalgie keine Schäden an Organen oder Strukturen.

Was ist Fibromyalgie?

„Fibromyalgie“ bedeutet „Faser-Muskel-Schmerz“, was bereits aussagt, welche Beschwerden im Vordergrund stehen: Schmerzen in den Muskeln, dem Bindegewebe und Druckschmerz an bestimmten Schmerzpunkten, allgemeine Muskel- und Bindegewebsschmerzen sowie Druckschmerz über bestimmten Schmerzpunkten („Tender Points“). Daneben können eine Reihe von Symptomen in unterschiedlicher Zusammensetzung und Ausprägung vorkommen. Die Fibromyalgie ist eine chronische Erkrankung.
Die Ursachen für den Beschwerdekomplex sind noch nicht bekannt – es gibt unterschiedliche Vermutungen. Grundsätzlich vermutet man, dass es nicht nur einen auslösenden Faktor gibt, sondern mehrere. Zum einen vermutet man rheumatisches Geschehen. Darum ist die Krankheit auch den rheumatischen Krankheiten zugeordnet. Zum anderen vermutet man, dass Störungen des Endocannabinoid-Systems (mit)ursächlich sein könnten. Störungen der Schmerzverarbeitung und genetische Veranlagung scheinen ebenso eine Rolle zu spielen.

Welche Ärzte sind Ansprechpartner?

Der erste Ansprechpartner wird wahrscheinlich der Hausarzt sein. Sind die Beschwerden unklar, sollte eine Abklärung beim Rheumatologen erfolgen. Da andere Erkrankungen als Ursache für die Symptome ausgeschlossen werden müssen, werden auch die Fachärzte miteinbezogen, die auf die jeweiligen Beschwerden spezialisiert sind, z.B. Orthopäden, Internisten, Gynäkologen, Psychotherapeuten.

Wie wird Fibromyalgie diagnostiziert?

Die Fibromyalgie wird über eine sogenannte Ausschlussdiagnose gestellt. Wenn für alle Beschwerden eine andere ursächliche Krankheit ausgeschlossen werden kann, bleibt die Fibromyalgie, etwas salopp gesagt, als Diagnose übrig.

Welche Formen der Therapie gibt es bei Fibromyalgie?

Die Fibromyalgie gilt als nicht heilbar. Im Vordergrund der Behandlung steht daher, die Symptome zu lindern. Dazu kommt eine Kombination mehrerer Ansätze infrage. Die Basistherapie besteht aus

  • Verhaltenstherapeutischer Schmerztherapie
  • Ausdauertraining (der Belastbarkeit des Patienten angepasst)
  • Medikamente und ggf. Antidepressiva

Weitere mögliche Maßnahmen sind

  • Soziale Therapie
  • Physikalische Therapie
  • Ernährungstherapie
  • Entspannungsmethoden
  • Naturheilverfahren und komplementärmedizinische Verfahren
  • Spezielle Schmerztherapie Verfahren, z.B. LNB

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