Cannabisglossar

Willkommen im großen Cannabisglossar, der Wissensdatenbank rund um Cannabis als Medizin. Im Cannabisglossar informieren wir umfangreich über alles, was es zu der THC- und CBD-haltigen Pflanze zu wissen gibt, welche cannabinoindenhaltigen Arzneimitteln in Deutschland verfügbar sind und klären darüber auf, bei welchen Symptomen und Krankheiten Cannabis als Medizin einsetzbar ist. Vom übersichtlichen Cannabislexikon von A bis Z, über die Anatomie der Pflanze bis zur Gesetzeslage finden Sie hier nützliche und hilfreiche Informationen. Zudem informieren wir umfassend über das Betäubungsmittelgesetz, die kürzlich eingetretene Gesetzesänderung und wie sich diese auswirken. Unser Cannabisglossar wächst und gedeiht stetig. Es lohnt sich also regelmäßig vorbeizuschauen.

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Onkologie:

Die Onkologie ist die Wissenschaft, die sich mit der Entstehung, dem Verlauf und der Behandlung von Tumorerkrankungen befasst. Die Onkologie beschäftigt sich sowohl mit gutartigen (benignen) Tumorerkrankungen als auch mit bösartigen (malignen) Tumorerkrankungen. Bösartige Wucherungen nennt man auch Krebs.

Was ist Krebs?

Unter Krebs versteht man eine bösartige Gewebeneubildung oder bösartige Tumore. Vom ursprünglichen Ort des Tumors kann sich der Krebs im Körper ausbreiten – es bilden sich Metastasen an anderen Stellen im Körper. Krebs kann in verschiedenen Regionen und Organen des Körpers auftreten, z.B. Brustkrebs, Darmkrebs, Prostatakrebs, Lungenkrebs, Blutkrebs (Leukämie). Krebserkrankungen sind damit onkologische Erkrankungen.

Medizinische Fachbereiche in der Onkologie

Da eine Krebserkrankung an vielen Stellen im Körper auftreten kann, gibt es nicht nur einen “Krebsarzt”. Vielmehr können sich Ärzte verschiedener Fachbereiche auf Krebserkrankungen in ihrem Wissensfeld spezialisieren. Sie können dazu eine Facharztausbildung (z.B. Facharzt für Innere Medizin und Hämatologie und Onkologie) und andere Weiterbildungen machen.

  • Radiologen (Radioonkologen) diagnostizieren onkologische Erkrankungen anhand von bildgebenden Verfahren, z.B. Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT), Röntgen. Anhand der Bilder lässt sich aber häufig nicht feststellen, ob es sich um eine gutartige oder bösartige Wucherung handelt.
  • Chirurgen entfernen Tumore operativ oder entnehmen Probenmaterial (Biopsie), um die Gut-/Bösartigkeit der Tumors festzustellen und auch, um das Stadium der Erkrankung genau zu definieren. In der onkologischen Chirurgie arbeiten beispielsweise Gynäkologen, HNO-Ärzte, Neurochirurgen oder Dermatologen.
  • Internisten (internistische Onkologie) und Hämatologen beschäftigen sich mit Tumorerkrankungen und Leukämie

Diagnostik und Staging

Krebs ist nicht gleich Krebs. Daher ist eine genaue Diagnostik wichtig. So kann beurteilt werden, was für eine onkologische Erkrankung vorliegt und in welchem Stadium sie sich befindet. Dazu werden alle Untersuchungsergebnisse herangezogen: Die Ergebnisse der körperlichen Untersuchungen, die Aufnahmen der bildgebenden Verfahren und häufig auch die Auswertung einer Biopsie oder Blutprobe. Biopsien (Gewebeproben) werden von geschulten Histologen und Zytologen beurteilt. Diese Stadieneinteilung, auch staging genannt, ist wichtig, um die geeignete Therapie zu bestimmen.

Solide Tumore werden standardmäßig nach der TNM-Klassifikation beurteilt:

  • T: für Tumor (dessen lokale Ausbreitung)
  • N: für node (beschreibt den Befall der Lymphknoten)
  • M: für Metastasen (Tochtergeschwulste außerhalb des primär betroffenen Organs)

Therapie

Die Heilungschancen bei Krebs sind sehr unterschiedlich und hängen von der Krebsart, der Aggressivität, der Ausbreitung und dem Zeitpunkt ab, wann die Krebserkrankung festgestellt wird. Drei Vorgehensweisen sind typisch; die Krebsbehandlung kann aber von Patient zu Patient variieren.

  • Operation
  • Strahlentherapie
  • Chemotherapie

Zudem gibt es weitere Therapiemethoden, die zum Einsatz kommen können (z.B. Antikörpertherapie, komplementäre Therapieansätze).

Krebsprävention

Ob ein Mensch an Krebs erkrankt oder nicht, ist keineswegs nur dem Zufall geschuldet. Das zeigt sich deutlich, wenn man betrachtet, wie unterschiedlich häufig bestimmte Krebsarten in verschiedenen Regionen, Städten und Ländern, in verschiedenen Bevölkerungs- und Altersgruppen, bei Frauen und Männern auftreten. Aktuelle Zahlen zur Häufigkeit und Verbreitung diverser Krebserkrankungen bietet die Deutsche Krebsgesellschaft.

Leider gibt es jedoch auch keinen Leitfaden, mit dem man Krebs sicher vorbeugen könnte. Dennoch spielt die Prävention und die Früherkennung besonders bei Krebserkrankungen eine wichtige Rolle. Allgemein wird zur Vorbeugung von Krebserkrankungen ein gesunder Lebensstil mit ausreichend Bewegung, ausgewogener, gemüse- und obst reicher Ernährung und wenig schädlichen, krebs fördernden bzw. krebs erregenden Einflüssen, wie Nikotin, schädigender Strahlung (UV-Strahlung, radioaktiver Strahlung und anderen) oder negativem Stress empfohlen.

Für einige Krebserkrankungen gibt es gute Möglichkeiten der Früherkennung. Die Krankenkassen bezahlen daher regelmäßige Krebsvorsorgeuntersuchungen. Das gilt beispielsweise für Hautkrebs, Gebärmutterhalskrebs, Brustkrebs und Darmkrebs.
Quellen und weiterführende Informationen:

 

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