Cannabisglossar

Willkommen im großen Cannabisglossar, der Wissensdatenbank rund um Cannabis als Medizin. Im Cannabisglossar informieren wir umfangreich über alles, was es zu der THC- und CBD-haltigen Pflanze zu wissen gibt, welche cannabinoindenhaltigen Arzneimitteln in Deutschland verfügbar sind und klären darüber auf, bei welchen Symptomen und Krankheiten Cannabis als Medizin einsetzbar ist. Vom übersichtlichen Cannabislexikon von A bis Z, über die Anatomie der Pflanze bis zur Gesetzeslage finden Sie hier nützliche und hilfreiche Informationen. Zudem informieren wir umfassend über das Betäubungsmittelgesetz, die kürzlich eingetretene Gesetzesänderung und wie sich diese auswirken. Unser Cannabisglossar wächst und gedeiht stetig. Es lohnt sich also regelmäßig vorbeizuschauen.

Cannabislexikon von A bis Z

ADHS, ADS

Anandamid

Angstzustände

BfArM

BtM-Anforderungsschein

BtM-Rezept

BtMG

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Cannabinoid-Rezeptoren

Cannabinoide

Cannabinoide Arzneimittel

Cannabis

Cannabis Ruderalis

Cannabisagentur

Cannabisblüten

Cannabisextrakt

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Chronische Kopfschmerzen

Chronische Wirbelsäulensyndrome

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Epilepsie

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Hautkrankheiten

HIV, AIDS

Krebs

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Multiple Sklerose

Onkologie

Palliativmedizin

Phytocannabinoide

Posttraumatische Belastungsstörung

Schlafstörungen

Terpene

THC

Tourette-Syndrom

Vaporizer

Zwangsstörungen

SCHLIESSEN

Palliativmedizin:

Jeder hilfe- und pflegebedürftige Mensch hat das Recht, in Würde zu sterben.(Artikel 8 der Pflege-Charta). Die Weltgesundheitsorganisation WHO definiert den Begriff folgendermaßen: “Palliativmedizin ist ein Ansatz, der die Lebensqualität von Patienten und deren Familien verbessert, die mit den Problemen im Zusammenhang einer lebensbedrohenden Erkrankung konfrontiert sind, dies mittels Prävention und Linderung von Leiden durch frühzeitiges Erkennen und umfassende Erfassung sowie durch die Behandlung von Schmerz und anderen Problemen auf körperlichen, psychosozialen und spirituellen Ebenen.”

Die Medizin findet ihre Erfüllung darin, Kranke zu heilen und die Gesundheit wiederherzustellen. Doch wenn das nicht mehr möglich ist, weil eine schwere Krankheit nicht mehr heilbar ist und dem Körper immer mehr zusetzt, so kann diesen Menschen ein möglichst Beschwerde armes, erträgliches Lebensende ermöglicht werden. Häufig steht bei der palliativmedizinischen Betreuung die Linderung von Schmerzen im Vordergrund. Es können aber auch andere Symptome (Luftnot, Übelkeit, Angst) sein, die das Leben eines schwerkranken Menschen stark belasten.

Im Bereich der Palliativmedizin gelten daher teilweise andere Maxime – allein das Wohlbefinden des Patienten steht im Vordergrund. Der Patient soll die Möglichkeit bekommen, seine verbleibende Lebenszeit so angenehm und optimal wie möglich zu nutzen.

Möglichkeiten der Palliativmedizin

Mittels einer Kombination aus Maßnahmen und Medikamenten können die Symptome der Betroffenen oft zu vermindert werden, dass nicht mehr konstant das Leiden im Vordergrund steht und die Teilnahme an sozialen und anderen Aktivitäten wieder möglich wird. Die Palliativversorgung kann – je nach Zustand und Art der Krankheit des Patienten – im stationär im Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung, z.B. auf einer Palliativstation, oder auch ambulant zu Hause erfolgen.

Folgende Möglichkeiten stehen zur Verfügung

  • Medikamente
  • Palliative Operationen
  • palliativpflegerische Maßnahmen
  • Physiotherapie
  • Ergotherapie
  • physikalischen Maßnahmen

Ziele der Palliativversorgung

Die palliativmedizinischen Behandlungen dienen nicht vorrangig dazu, den Palliativpatienten zu heilen. Das Ziel ist vielmehr, dem Patienten eine möglichst angenehme Zeit zu ermöglichen. Dazu gehört in den meisten Fällen eine gute Schmerztherapie. Neben zahlreichen klassischen Medikamenten kommen hier auch Opioide zum Einsatz. Cannabis kann ebenfalls eine Therapieoption sein.

Viele Krebspatienten erhalten eine so genannte palliative Chemotherapie. Diese Behandlung soll die Auswirkungen der Krebserkrankung verringern, allerdings in der Regel ohne eine Option auf Heilung. Vielen Patienten setzt die palliative Chemotherapie jedoch stark zu und verschlechtert den Gesundheitszustand, so dass Experten fordern, die palliative Chemotherapie mit Augenmaß einzusetzen und Palliativpatienten stärker in die Entscheidung miteinzubeziehen.

Quellen:
Sepulveda C, Marlin A, Yoshida T, Ullrich A. Palliative Care: the World Health Organization’s global perspective. Journal of Pain and  Symptom Management 2002; 24: 91-96.
http://www.bmj.com/content/348/bmj.g1219
Deutsche Palliativgesellschaft
Deutscher Hospiz- und PalliativVerband e.V.

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