Cannabisglossar

Willkommen im großen Cannabisglossar, der Wissensdatenbank rund um Cannabis als Medizin. Im Cannabisglossar informieren wir umfangreich über alles, was es zu der THC- und CBD-haltigen Pflanze zu wissen gibt, welche cannabinoindenhaltigen Arzneimitteln in Deutschland verfügbar sind und klären darüber auf, bei welchen Symptomen und Krankheiten Cannabis als Medizin einsetzbar ist. Vom übersichtlichen Cannabislexikon von A bis Z, über die Anatomie der Pflanze bis zur Gesetzeslage finden Sie hier nützliche und hilfreiche Informationen. Zudem informieren wir umfassend über das Betäubungsmittelgesetz, die kürzlich eingetretene Gesetzesänderung und wie sich diese auswirken. Unser Cannabisglossar wächst und gedeiht stetig. Es lohnt sich also regelmäßig vorbeizuschauen.

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Phytocannabinoide:

Phytocannabinoide sind Cannabinoide, die von Pflanzen abgeleitet werden. Sie ähneln in ihrer Struktur den Endocannabinoiden, körpereigenen Substanzen mit ähnlichen pharmakologischen Eigenschaften. Sowohl Phytocannabinoide, als auch Endocannabinoide aktivieren die Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 des Endocannabinoid-Systems, welches Teil des Nervensystems ist.
Phytocannabinoide kommen hauptsächlich in der Hanfpflanze Cannabis sativa und Cannabis indica vor. Neuere Forschungen zeigen, dass andere Pflanzen ebenfalls Phytocannabinoide produzieren, die am Endoccanabinoid-System wirken. Erst mit der Erforschung der Phytocannabinoide wurde das Endocannabinoid-System des Menschen entdeckt.

Phytocannabinoide in Cannabis Sativa

Die Hanfpflanze Cannabis Sativa enthält mehr als 85 Phytocannabinoide aus der Gruppe der sogenannten Terpenphenole, bis bisher in keiner anderen Pflanze weltweit entdeckt wurden. Die bekanntesten und meistuntersuchten sind das THC (Δ9-Tetrahydrocannabinol), das CBD (Cannabidiol) und das THCV (Tetrahydrocannabivarin). Die Phytocannabinoide des Cannabis haben teilweise entgegengesetzte Wirkungen. So sind einige Phytocannabinoide Agonisten (Substanzen (Liganden), welche durch die Besetzung eines Rezeptors die Signaltransduktion in der zugehörigen Zelle aktivieren) der Rezeptoren CB1 und CB2, andere dagegen äußern keine oder nur wenig Affinität, bzw. sind Antagonisten der Cannabinoid-Rezeptoren.
Auch andere Phytocannabinoide, wie CBN, CBG und CBC zeigen, neben THC, CBD und THCV, großes Potenzial für die klinische Forschung.

Medizinischer Nutzen von Phytocannabinoiden

Phytocannabinoide können bei der Linderung verschiedenster Beschwerden wie Schmerzen, Übelkeit und Entzündungen helfen. Die Wirkung und Heilkraft ergeben sich daraus, dass Phytocannabinoide Endocannabinoide imitieren, die der Körper auf natürlichem Weg produziert.
THC ist das am meisten untersuchte Phytocannabinoid. Es wirkt stark psychoaktiv und euphorisierend. Die meisten cannabinoiden Arzneimittel enthalten hohe Dosen THC. Die in Deutschland durch berechtigte Ärzte verschreibungsfähigen cannabinoiden Arzneimittel sind Dronabinol, Sativex® und Canemes®.
THCV wirkt sogar stärker psychoaktiv, als das THC; die Dauer der Effekte allerdings beträgt nur etwa die Hälfte. Es soll energetische Effekte haben, sowie entgegen Stress, Nervosität und Panik wirken, ohne dabei allerdings die Emotionen zu unterdrücken.
CBD wirkt nicht psychoaktiv und nicht euphorisierend. Es wirkt der psychoaktiven Wirkung des THC sogar entgegen. Für Patienten mit Nervosität und Schlaflosigkeit soll es aufgrund seiner beruhigenden Wirkung hilfreich sein. Weiterhin versprechen sich Mediziner Hilfe durch CBD bei Krankheitsbildern, wie Epilepsie, Multipler Sklerose, stressbedingten Erkrankungen und diversen anderen Schmerzen.

Quellen:

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