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Posttraumatische Belastungsstörung

Die Posttraumatische Belastungsstörung (kurz auch PTBS) ist eine psychische Erkrankung. Sie wird als anhaltende Stressreaktion definiert und folgt meistens auf traumatische Erfahrungen. Dies können vereinzelte oder mehrere belastende Ereignisse ungewöhnlicher und katastrophaler Art sein, wie etwa der Tod eines Mitmenschen, Erfahrungen, wie Gewalttaten am eigenen Körper oder der eigenen Psyche, sowie das Erleben einer Naturkatastrophe und Ähnliches. Meist tritt die Posttraumatische Belastungsstörung etwa innerhalb eines halben Jahres nach der traumatischen Erfahrung bzw. dem traumatischen Erlebnis auf und zeigt sich durch diverse psychische, wie psychosomatische Symptome.

Symptome der Posttraumatischen Belastungsstörung

Eindeutige Symptome der Posttraumatischen Belastungsstörung gibt es nicht. Sie wird von Psychiatern und Psychologen dann diagnostiziert, wenn die vermeintlich Betroffenen mehrere Kriterien erfüllen, unter anderem:

  • Muss der Betroffene einem extrem belastenden Ereignis ausgesetzt gewesen sein, das bei den meisten Menschen eine tiefe Verzweiflung auslösen würde
  • Erinnerungen an das Ereignis müssen in Form von anhaltenden “Flashbacks” regelmäßig auftreten und das Erlebte in belastender Form wiederkehren lassen
  • Der Betroffene muss Umstände vermeiden, die dem belastenden Ereignis ähneln
  • Der Betroffene muss unfähig sein, sich an das vollständige Ereignis zu erinnern oder Schlafstörungen, sowie Konzentrationsschwierigkeiten haben und unter erhöhter Schreckhaftigkeit leiden

Die meisten Betroffene der Posttraumatischen Belastungsstörung verspüren so starke Einschränkungen durch das belastende Ereignis, dass ein “normaler” Lebensstil nicht mehr möglich ist. Auf zahlreiche psychische Symptome, wie Angstzustände und Depressionen, folgen nicht selten auch körperliche Krankheiten.

Cannabinoide Arzneimittel und die Posttraumatische Belastungsstörung

Wie auch bei leichteren Angstzuständen oder bei Depressionen, haben cannabinoide Arzneimittel bei der Behandlung von Betroffenen der Posttraumatischen Belastungsstörung das Potenzial, Stress und Angst zu reduzieren. Cannabinoid-Rezeptoren im Gehirn senken die Herzfrequenz und den Blutdruck bei Stress und sind dadurch in der Lage, das Panik- und Angstverhalten zu reduzieren. Die Verabreichung von Cannabidiol (CBD), einem Cannabinoid aus dem Cannabis, scheint die sogenannte Kampf-oder-Flucht-Reaktion, (fight or flight reaction) bei körperlichem und geistigem Stress abzuschwächen.
Weiterhin wurde gezeigt, dass CBD-Verabreichungen Veränderungen des regionalen Blutflusses und der neuronalen Korrelate der Hirnaktivität bewirken. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen zeigten Auswirkungen des Cannabinoids auf die Linderung von Angstzuständen und Stressreaktionen.

Die euphorisierenden Effekte des Cannabinoids THC (Δ9-Tetrahydrocannabinol) könnten Betroffenen der Posttraumatischen Belastungsstörung außerdem bei der Verarbeitung und beim Überwinden negativer Gedanken und Flashbacks helfen.

Quellen:

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