Cannabisinstitut in New Jersey geplant

Die William Paterson University in New Jersey gründet jetzt ein Cannabisinstitut, um rund um das Thema Cannabis zu informieren. Studenten können hier außerdem bei der Cannabisforschung mitwirken.

Cannabisinstitut in New Jersey geplant

Die Versuche der Gesetzgeber in New Jersey, Cannabis für Freizeitzwecke zu legalisieren, veranlassten Professoren aus verschiedenen akademischen Bereichen der William Paterson University das Cannabisinstitut zu gründen.

„Wir hoffen, dass die Politik eher durch die Forschung als durch die öffentliche Wahrnehmung beeinflusst wird“, erklärte Richard J. Helldobler, Präsident der William Paterson University, kurz nachdem die Universität die Gründung des Cannabisinstituts angekündigt hatte.

Cannabisinstitut als Beratungsstelle

Das Cannabisinstitut besteht aus einem Dutzend Fakultäten und Mitarbeitern mit unterschiedlichen akademischen Hintergründen von der öffentlichen Gesundheit bis hin zur Strafjustiz, zu deren Forschungsarbeiten die Auswirkungen des Cannabiskonsums gehören. Sie werden den Entscheidungsträgern der Kommunen, der Bezirke und der Länder in Fragen zu Cannabis beratend zur Seite stehen.

Die Legalisierung von Freizeitcannabis wird von hohen Regierungsvertretern unterstützt. Vor allem vom demokratischen Gouverneurin Phil Murphy, die ein Wahlversprechen gemacht hat. Jedoch ist die Debatte über die Legalisierung aktuell ins Stocken geraten.

„Mit der unmittelbar bevorstehenden Entscheidung, ob Cannabis in New Jersey legalisiert werden soll, gibt es brennende Fragen rund um die öffentliche Gesundheit, die Sozialisierung von Cannabis, den Einsatz am Arbeitsplatz und die finanziellen Auswirkungen. Wir dachten, dass wir durch das Vertrauen in unserer Fakultät mit dem Cannabisinstitut helfen können, die Politik und andere Stellen zu informieren. Dies könnte dazu führen, dass der Übergang in New Jersey einfacher und reibungsloser wird“, führte Helldobler einem Medienbericht zufolge weiter aus.

Cannabisinstitut ist neutral

Darüber hinaus stellte der Universitätspräsident klar, dass das Cannabisinstitut nicht für oder gegen die Legalisierung von Cannabis ist.

„Ich glaube nicht, dass wir mit dem Cannabisinstitut auf die eine oder andere Weise Stellung beziehen. Ich denke, unsere Aufgabe ist es zu sagen: „Wenn Sie Fragen zur Verwendung von Cannabis oder zur Drogenpolitik oder zu den Auswirkungen von Cannabis haben, sind wir ein Ort, an dem Sie Ihre Fragen stellen können,“ so Helldobler.

Besetzung des Cannabisinstituts

Direktor des Cannabisinstituts wird Rahi Abouk, ein außerordentlicher Professor für Wirtschaft, Finanzen und globale Wirtschaft. Zudem ist Abouk ein Spezialist im Bereich Ökonomie von Drogenmissbrauch und untersucht derzeit die Arbeitsmarkteffekte der Legalisierung von Freizeitcannabis.

Die Mitglieder des Cannabisinstituts planen unter anderem Konferenzen, Seminare, Foren und öffentliche Vorträge rund um das Thema Cannabis. Außerdem haben Helldobler zufolge die Studenten die Möglichkeit, gemeinsam mit Professoren in der Cannabisforschung aktiv zu werden.

In New Jersey wurde Cannabis für medizinische Zwecke bereits legalisiert. Zudem hat die Stockton University im vergangenen Herbst begonnen, Studenten ein interdisziplinäres Nebenfach in Cannabis-Studien anzubieten.

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