Cannabisunternehmen geraten unter Beschuss

Die aufstrebende Cannabisindustrie hat sich im Juli abgekühlt, nachdem in den letzten Wochen einige Cannabisunternehmen unter Beschuss geraten waren.

Cannabisunternehmen geraten unter Beschuss

US-amerikanische und kanadische Behörden haben laut einem Medienbericht die Cannabisunternehmen CannTrust und Curaleaf wegen unangemessener Geschäftspraktiken als Ziel ausgewählt.

Cannabisunternehmen CannTrust stellt Verkauf ein

Anfang Juli stellte CannTrust den Verkauf seiner Cannabisprodukte ein, nachdem Health Canada, die nationale Behörde für öffentliche Gesundheit in Kanada, das Unternehmen für nicht konform erklärt hatte. Denn der Anbau von Cannabis fand in nicht autorisierten Räumen statt. Beamte sollen aktuell prüfen, ob die Produkte für den Verzehr unbedenklich sind.

Weiter heißt es in dem Bericht, dass der CEO von CannTrust namens Peter Aceto wegen diesem Skandal entlassen wurde.

Curaleaf erhält Verwarnung von FDA

In einem weiteren Medienbericht heißt es, dass das Cannabisunternehmen Curaleaf jetzt eine Verwarnung von der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde Food and Drug Administration (FDA) erhielt.

„Der Verkauf von nicht zugelassenen Produkten mit unbegründeten therapeutischen Aussagen – wie zum Beispiel der Behauptung, dass CBD-Produkte schwerwiegende Krankheiten und Leiden behandeln können – kann Patienten und Verbraucher gefährden, indem sie dazu veranlasst werden, wichtige medizinische Behandlungen zu verschieben“, führte Ned Charpless von der FDA aus.

Auf Webseiten und im Onlineshop warb das Cannabisunternehmen mit CBD-Produkten und machte hier Heilversprechen.

In einer Pressemitteilung teilte Curaleaf mit, dass Verweise auf nicht konforme Produkte von den Online-Plattformen entfernt wurden. CEO Joseph Lusardi erklärte, dass das Unternehmen „die Arbeit der FDA schätzt, um sicherzustellen, dass es Vorschriften und Compliance auf dem CBD-Markt gibt.“

FDA fordert Arzneimittelzulassung für CBD

Erst Ende Juni hatte die FDA offiziell zu CBD und CBD-Produkten Stellung genommen (Leafly.de berichtete). Unter anderem fordert die Behörde das Arzneimittelzulassungsverfahren, um die Verbraucher zu schützen sowie die Produktqualität sicherzustellen.

Nun hat die FDA eine interne Arbeitsgruppe eingerichtet. Diese soll verschiedene Wege für Produktvermarktung untersuchen. Dabei ist eine Aufgabe auch die Informationseinholung und -auswertung von offenen Fragen, die es bei der Sicherheit von CBD gibt. Bis zum Herbst diesen Jahres will die FDA mitteilen, was hierbei herausgekommen ist.

 

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