Cannabisverbindungen verringern Entzündungsreaktion im Gehirn

Autor: Alexandra Latour

Verõffentlicht am: 3. September 2018

Geändert am: 3. September 2018

Cannabisverbindungen sind möglicherweise in der Lage, die Entzündungsreaktionen im Gehirn bei Krankheiten wie Alzheimer oder Parkinson zu verringern.

Cannabisverbindungen verringern Entzündungsreaktion im Gehirn

Der Forscher an der Michigan State University Norbert Kaminski hat eine einjährige, vorklinische Studie begonnen. Hier werden Cannabisverbindungen und deren Fähigkeit untersucht, die Entwicklung von Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer zu verlangsamen.

Kaminski ist jetzt zum Interimsdirektor des MSU-Zentrums für Forschung über Inhaltsstoffsicherheit ernannt worden. Im Rahmen der neuen Studie werden die Sicherheit und Wirksamkeit von Cannabisverbindungen erforscht. Dabei werden weiße Blutkörperchen getestet und die Auswirkungen der Cannabisverbindungen auf das Immunsystem untersucht.

„Die Cannabisverbindungen haben das Potenzial, die Entzündungsreaktion im Hirngewebe zu verringern. Diese Entzündungsreaktionen gehen mit Krankheiten wie Parkinson einher. Durch die Hemmung des Entzündungsprozesses und die Verlangsamung der Migration von weißen Blutkörperchen über die Blut-Hirn-Schranke hinweg hoffen wir, die neurodegenerativen Prozesse dieser Krankheiten zu verlangsamen“, so Kaminski.

GB Science Inc. stellt Cannabisverbindungen für Studie

Kaminski begann die Studie Anfang dieses Sommers in Zusammenarbeit mit dem in Las Vegas ansässigen Biotechnologieunternehmen GB Sciences. Folglich stellte das Unternehmen auch das Cannabis zur Verfügung. Auf der Grundlage von Studienergebnissen kann seine Arbeit dazu beitragen, die Verbindungen in therapeutischen Anwendungen einzusetzen.

„GB Sciences fühlt sich geehrt, mit Dr. Kaminski an diesem Projekt zu arbeiten“, erklärte Andrea Small-Howard, Chief Sciences Officer von GB Sciences. „Er hat Studien über die Auswirkungen von Cannabisverbindungen auf das Immunsystem entwickelt und seine Arbeit konzentrierte sich auf die immunmodulierenden Effekte des Cannabiskonsums auf HIV/AIDS-Patienten. Die gleichen Neuroinflammationseffekte, die er bei HIV/AIDS-Patienten gefunden hat, können bei einer Reihe anderer verwandter neurologischer Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer eine wichtige Rolle spielen. „

Kaminski und sein Team forschen seit vielen Jahren an Cannabisverbindungen. So zeigte Kaminski schließlich in einer früheren Studie schon eine Beziehung zwischen Cannabiskonsum und verbesserter Gehirngesundheit bei HIV/AIDS-Patienten, die Cannabis konsumierten, gegenüber denen, die dies nicht taten.

„Wir haben das große Glück, mit Dr. Kaminski an diesem wichtigen Forschungs- und Entwicklungsprojekt zu unseren führenden therapeutischen Wirkstoffen zu arbeiten. Unser Unternehmen ist bestrebt, mit Top-Universitäten zusammenzuarbeiten, um unser Ziel zu erreichen, das therapeutische Potenzial von Cannabis zu erschließen“, führte John Poss, CEO und Vorsitzender von GB Sciences, aus.

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