Colorado erlaubt Cannabis bei Autismus

Im US-Bundesstaat Colorado ist Cannabis sowohl für Freizeitzwecke als auch medizinische Zwecke legal. Seit kurzem dürfen Ärzte jetzt auch Medizinalcannabis verordnen, um die Symptome einer Autismus-Spektrum-Störung zu lindern.

Colorado erlaubt Cannabis bei Autismus

Passend zum Welt-Autismus-Tag, der am 2. April begangen wurde, erlaubt jetzt der US-Bundesstaat Colorado einem Medienbericht zufolge den Einsatz von Medizinalhanf gegen die Symptome einer Autismus-Erkrankung. Der Gouverneur Jared Polis soll bereits das neue Gesetz unterzeichnet haben. Damit ist das Gesetz auch rechtskräftig.

In dem neuen Gesetz heißt es jetzt, dass Patienten mit einer Autismus-Spektrum-Störung einen Anspruch auf die Verordnung von Medizinalcannabis haben, wenn

  • ein Hausarzt entsprechende Erfahrungen in Bezug auf Autismus-Spektrum-Störungen aufweist

oder

  • ein lizenzierter psychiatrischer Dienstleister einen Autismus diagnostiziert.

Darüber hinaus benötigen Betroffene unter 18 Jahren eine Unterschrift von zwei Ärzten unter einer Bescheinigung, die aussagt, dass Betroffener unter einem „einschränkenden medizinischen Zustand“ leiden.

Colorado: Erster Gesetzentwurf wurde abgelehnt

Bei einem ähnlichen Gesetzentwurf aus dem Jahr 2018 legte der damals amtierende Gouverneur von Colorado John Hickenlooper ein Veto ein. Dieser bezog sich dabei auf verschiedene Mediziner, die Zweifel an der Therapieoption hatten. Allerdings beauftragte Hickenlooper die Durchführung einer Studie. Diese sollte sich mit den Wechselwirkungen von Medizinaclannabis und Autismus-Erkrankungen beschäftigen. Statistiken zufolge leidet ein Kind von 59 Kindern unter einer Autismus-Spektrum-Störung in den USA.

Cannabis als Medizin bei Autismus

Verschiedene Studien geben Hinweise darauf, dass Medizinalcannabis die Symptome wie Lethargie, Hyperaktivität, Aggressionen und Reizbarkeit sowie Tourette-Symptome lindern kann. Viele Betroffene leiden auch unter einer Reizüberflutung, wenn sei normalen Alltagssituationen ausgesetzt sind. Auch hier kann Medizinalcannabis eine beruhigende Wirkung haben.

Des Weiteren zeigen einige Studien, dass Betroffene, die Medikamente wie Antidepressiva, Sedativa oder Antipsychotika nehmen müssen, diese abdosieren oder sogar ganz absetzen konnten (Leafly.de berichtete).

Behandlung mit Epidiolex

Das CBD-Medikament Epidiolex könnte ebenfalls zur Symptomlinderung bei Autismus-Spektrum-Störungen Anwendung finden. Dieses wurde vergangenes Jahr von der FDA zugelassen (Leafly.de berichtete). Berichten zufolge laufen aktuell bereits Studien. Diese sollen zeigen, ob CBD verschiedene Symptome wie Ängste, Aggressionen und Schlafstörungen bei Kindern mit Autismus mindern können.

 

Hinweis: In diesem Artikel berichten wir über rezeptpflichtiges CBD oder auch Cannabidiol. Dieser Artikel macht zur möglichen Zweckbestimmung keinerlei Vorschlag. Nutzversprechen bleiben den Apothekern überlassen.

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