Corona investiert in Cannabis-Unternehmen

Autor: Gesa Riedewald

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Der Getränkekonzern hinter der bekannten Biermarke Corona steigt ins Cannabis-Geschäft ein: Die US-Brauerei beteiligt sich an dem kanadischen Cannabis-Produzenten Canopy Growth. Cannabis-Biere sind der neueste Trend, den auch die großen Brauereien nicht verpassen wollen.

Corona investiert in Cannabis-Unternehmen

Der US-amerikanische Getränkekonzern Constellation Brands, Produzent von Corona und Modelo, investiert knapp vier Milliarden Dollar in das Cannabis-Geschäft. Das Unternahmen wird seine Anteile an dem kanadischen Cannabis-Produzenten Canopy Growth auf 38 Prozent aufstocken. Das teilte der Getränkekonzern kürzlich mit.

Bereits Ende des vergangenen Jahres hatte sich Constellation Brands einen Anteil von zehn Prozent an Canopy Growth gesichert. Die Entscheidung hat sich gelohnt, denn der Aktienkurs des Cannabis-Unternehmens hat sich seither mehr als verdoppelt. Constellation Brands könnte in den kommenden drei Jahren seinen Anteil an Canopy auf mehr als 50 Prozent aufstocken – dank seiner Kaufoptionen.

„Im Verlauf des vergangenen Jahres haben wir den Cannabis-Markt, die enormen Wachstumsmöglichkeiten, die darin stecken, und die marktführenden Fähigkeiten von Canopy, besser verstanden,“ erklärte Rob Sands, CEO von Constellation-Brands.

Wird Cannabis-Bier der nächste Hype nach Craft-Bier?

Eine ganze Reihe von US-Bundesstaaten sowie Kanada haben Cannabis legalisiert. Mit der neuen Einstellung gegenüber Marihuana ist alkoholfreies Cannabis-Bier zum neuen Trend-Getränk geworden. Diesen Boom wollen die großen Brauereien nicht verpassen und positionieren sich daher rechtzeitig, um in das Geschäft mit cannabishaltigen Getränken einzusteigen.

„Es ist eine riesige Gelegenheit“, betonte Rob Sands. Für den Getränkekonzern Constellation Brands ist das Geschäft mit cannabishaltigen Getränken eine attraktive Möglichkeit, neben Bier, Spirituosen und Wein ein „viertes Bein“ aufzubauen.

Bier- und Spirituosenhersteller hoffen auf großes Geschäft

Constellation ist nicht die einzige Brauerei, die sich auf die neue Geschäftsidee stürzt. Auch Konkurrent Molson Coors, der fünfgrößte Brauereikonzern der Welt, hat bereits seine Fühler in das Cannabis-Geschäft ausgestreckt. Leafly.de berichtete. Molson Coors wird noch dieses Jahr alkoholfreies Cannabis-Bier auf den kanadischen Markt bringen. Die neuartigen Getränke sollen nicht betrunken machen, aber high.

Auch der niederländische Bier-Produzent Heineken steht bereits in den Startlöchern. Ende Juni brachte eine kalifornische Craft-Brauerei, an dem die Niederländer mit 50 Prozent beteiligt sind, ein alkoholfreies Getränk mit THC auf den Markt. Die Konzerne hoffen, das cannabishaltige Getränke zu einem größeren Geschäft werden.

Das Cannabis für die Getränke wird von lizenzierten Unternehmen angebaut. Produzenten sind neben Canopy Growth auch das börsennotierte Unternehmen Aurora Cannabis.

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