ECH holt vier Experten in den medizinischen Beirat

In Großbritannien ist Medizianlcannabis erst seit Ende 2018 auf Rezept erhältlich. Dennoch gehört das Land zu den größten Produzenten und Exporteuren von Cannabis für medizinische Zwecke. Ein britisches Unternehmen, das sich für Medizinalhanf einsetzt, ist European Cannabis Holdings (ECH). Dieses hat sich jetzt vier weitere Experten in seinen medizinischen Beirat geholt.

ECH holt vier Experten in den medizinischen Beirat

European Cannabis Holdings (ECH) mit Sitz in London ist eine führende Unternehmensgruppe in der europäischen Cannabisindustrie. Zu den Portfoliounternehmen gehört unter anderem das Marktforschungsunternehmen Prohibition Partners, die Online-Lernplattform „The Academy of Medical Cannabis“, der Konferenzveranstalter Cannabis Europa sowie der CBD-Vertriebshändler Amkeu.

Einem Medienbericht zufolge hat sich ECH jetzt vier führende Experten in seinen neuen medizinischen Beirat geholt. Hierzu gehört der Neurologe und Facharzt für Rehabilitationsmedizin Prof. Mike Barnes, der das Amt des Chief Medical Officers übernimmt. Unterstützt wird Barnes von dem Facharzt für chronische Schmerzen Dr. David McDowell, der in Großbritannien ein aktiver Förderer der Medizinalhanf-Abgabe ist. Die Dritte im Bunde ist Dr. Dani Gordon, die den Posten als Director of Education übernimmt. Und der vierte im Bunde ist der Allgemeinmediziner Dr. Leon Barron, der sich auf chronische Schmerzen, die Lungenheilkunde sowie psychische Erkrankungen spezialisiert hat. Außerdem setzt sich Barron für den ganzheitlichen Ansatz der Patientenversorgung ein.

Alle vier Experten werden mit ihren Erfahrungen auf den verschiedenen Gebieten der Medizin das Unternehmen dabei unterstützen, neue Behandlungswege für Patienten zu entwickeln. Zudem werden sie das bereits vorhandene ECH-Expertenteam verstärken.

„Wir sind glücklich über die Zusammenarbeit mit diesen renommierten und einflussreichen Fachexperten. Sie werden die Zukunft des Cannabismarkts hier in Großbritannien und in ganz Europa maßgeblich mitgestalten. Sie stellen die dringend benötigte Orientierung im medizinischen Cannabissektor bereit und werden mit ihren Stimmen die Bewegung zum Abbau regulatorischer Hürden unterstützen“, erklärte Stephen Murphy, Chief Commercial Officer von ECH.

ECH will medizinischen Fortschritt vorantreiben

In dem Bericht heißt es weiter, dass laut einer aktuellen Studie mehr als drei Viertel von 1 750 Patienten unter Schmerzen, Spasmen, Depression und weitere psychische Beschwerden leiden. Gerade bei diesen Symptomen können Cannabis als Medizin Linderung verschaffen.

„Cannabis ist die revolutionärste medizinische Entwicklung des frühen 21. Jahrhunderts. In Europa findet ein Stimmungswandel statt, untermauert durch Gesetzesinitiativen in Großbritannien, Portugal und Malta. Bei der Aufklärung von Leistungserbringern, Patienten und der breiten Öffentlichkeit ist aber noch viel Arbeit zu leisten. Aufklärungsarbeit ist der erste Schritt, damit Cannabisbehandlungen zum Versorgungsstandard werden. Dadurch verbessert sich der Behandlungserfolg und wird in letzter Konsequenz der medizinische Fortschritt vorangebracht“, führte Prof. Mike Barnes aus.

Darüber hinaus erklärte Stephen Murphy, dass sich der europäische Cannabismarkt im Umbruch befinde, und zwar aufgrund einer explodierenden Nachfrage. Und genau diese Nachfrage hätte die nationalen Regierungen wachgerüttelt. Außerdem deute alles darauf hin, dass, wenn es um die Entwicklung neuer Cannabis- Behandlungskonzepte für Patienten gehe, Europa ganz vorne stehen werde.

Cannabis als Medizin in Großbritannien

Im Bericht des UN International Narcotics Control Board hieß es im vergangenen Jahr, dass Großbritannien zu den weltweit größten Produzenten und Exporteuren von Medizinalhanf ist. Dennoch wurde den britischen Patienten der Zugang zu Medizinalhanf lange Zeit verweigert. Lediglich das Cannabis-Sprach Sativex war auf Rezept erhältlich. Erst seit dem 1. November 2018 dürfen britische Ärzte Cannabis für medizinische Zwecke verordnen (Leafly berichtete). Allerdings haben es britische Patienten nicht leicht. Mehr dazu hier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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