Edibles: Cannabis aus Sicht einer Ernährungsberaterin

Autor: Leafly Redaktion

Verõffentlicht am: 28. April 2017

Geändert am: 30. November 2017

Cannabis kann sich positiv auf ihre Gesundheit auswirken. Was ist dran an einer solchen Aussage? Als Ernährungsberaterin sieht sich Jessica Aragorn bei der Betrachtung der Cannabispflanze zunächst erst einmal ihren Nährwert als Gemüse: reich an Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien. Sie weiß auch, dass Cannabis eigentlich nichts anderes als Hanf ist und gerade Hanf hat, neben seinen zahlreichen Einsatzmöglichkeiten im industriellen Bereich, einen sehr hohen Nährwert für den Menschen. In diesem Artikel erklärt sie die Vorzüge des Verzehrs von rohem Cannabis.

Edibles: Cannabis aus Sicht einer Ernährungsberaterin

Als Expertin für ganzheitliche Medizin kennt Jessica Aragorn die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Cannabis als Arzneimittel zur Heilung von Körper und Seele und weiß diese zu schätzen. Ihrer Meinung nach ist Cannabis nicht nur ein sehr gutes Arzneimittel, sondern auch eine äußerst nährstoffhaltige Pflanze.

Was ist drin in Cannabis?

Nachfolgend eine kurze Zusammenfassung dazu.

Hanf, also Cannabis, ist:

  • Reich an kompletten Proteinen
  • 100 % vegan
  • Milchfrei
  • Glutenfrei
  • Leicht verdaulich
  • Reich an gesunden Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren

Eine echte Energiequelle also.

Die ernährungsphysiologischen Vorteilen von rohem Cannabis in Edibles

Während das genaue Nährstoffprofil von Cannabis noch nicht ganz geklärt ist, kann jedoch mit Bestimmtheit gesagt werden, dass die Cannabispflanze einschließlich ihrer Samen mindestens genauso nährstoffreich ist wie Hanf. Was bis jetzt auf jeden Fall bekannt ist, sind der hohe Nährstoffgehalt und der allgemeine gesundheitliche Nutzen von rohem Cannabis. Rohes Cannabis entfaltet erst bei Erwärmung seine psychoaktive Wirkung und enthält mit so genannten Cannabinoiden wirksame Stoffe zur Krankheitsbekämpfung. Zu den davon am häufigsten untersuchten Stoffen zählen Tetrahydrocannabinol (THC) und Cannabidiol (CBD).

Erklärung der Dr. Courtney Theorie & Zusammenhang mit Edibles

Hier möchte ich ein Zitat von Dr. Courtney anführen: „Ob Sativa, Indica, Ruderalis, männlich, weiblich, zwittrig, nativ, wild, für Fasern, Saatgut oder als medizinischer Harz gezüchtet: Cannabis ist die beste Quelle für [nützliche Cannabinoide]…Über 50 Patienten mit Krebs erzielten ausschließlich mit [Cannabinoiden] eine Remission, und bei über 150 Patienten kam es zu einer Linderung der Symptome.“

Was sagt uns das? Was es mir sagt ist, dass es zahlreiche weitreichende Forschungsvorhaben gibt und verschiedene Behandlungsmethoden für sehr kranke Patienten bereitgestellt werden, die alle auf rohem Cannabis basieren.

Dr. Courtney hat die Vorteile von rohem Cannabis untersucht und ist zu folgendem Schluss gekommen:

  • Das Rauchen von Cannabis kann nicht die Krankheit an sich behandeln, sondern nur die Symptome lindern.
  • Therapeutische Dosen an Cannabinoiden werden am besten über die orale Einnahme erzielt.
  • Wenn Cannabis erhitzt oder verbrannt wird, ändert sich die chemische Struktur der Pflanzenstoffe, insbesondere der Säuregehalt von THC, wodurch die therapeutische Wirkung gemindert wird.
  • Rohes Cannabis aktiviert das Cannabinoid-System des Gehirns, das wiederum die Freisetzung von Antioxidantien auslöst.
  • Diese Antioxidantien fungieren als ein Art Reiniger und entfernen beschädigte Zellen aus dem Körper.
  • Rohes Cannabis erhöht die Effizienz der Zellen in unserem Körper.
  • Die Herstellung von Ölen und Butter oder der Verzehr der rohen Pflanze ist ein guter Weg, sich die wertvollen Bestandteile von Cannabis zu Nutze zu machen.

Sie möchten ein bisschen mehr „Grün“ in Ihrer täglichen Ernährung? Wenn Sie mehr über die Vorteile von rohem Cannabis erfahren möchten, sind hier ein paar Tipps und Empfehlungen:

  • Rohes Cannabis kann täglich mehrmals von Personen jeden Alters konsumiert werden.
  • Rohes Cannabis ist von sich aus nicht  psychoaktiv, es sei denn, es wird erhitzt. Dies bedeutet, dass es nach dem Konsum zu keinerlei Beeinträchtigung der normalen körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit kommt.
  • Rohes Cannabis kann als Zusatz für Smoothies, Säfte und Salate dienen.
  • Wie alle Kräuter oder Gewürze können die zerkleinerten rohen Blütenstände auf Suppen, Eintöpfe, Haferflockensuppen, Joghurt oder Pudding gestreut werden.
  • Für Säfte wird besonders viel Pflanzenmaterial benötigt. Dr. Courtney empfiehlt 20 bis 30 große Blätter oder 2 bis 3 rohe Blütenstände (5 bis 7 cm lang) pro Tag, um einen Therapieerfolg zu erzielen.

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