Euphoria: CBD-Öl wegen THC-Anteil zurückgerufen

In Irland wurde eine Charge CBD-Öl wegen ihres Anteils an THC vom Markt genommen. Das Hanf-Öl von Euphoria, das 20 Prozent CBD enthält, ist auch in Deutschland erhältlich. Hier gab es bisher aber keinen Produktrückruf.

Euphoria: CBD-Öl wegen THC-Anteil zurückgerufen

Die irische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat laut einem Medienbericht eine Charge CBD-Öl von Euphoria zurückgerufen. Das CBD-Produkt enthält zu viel des psychoaktiven Cannabis-Wirkstoff Tetrahydrocannabinol (THC).

Euphoria CBD-Öl

Das Cannabisöl der Marke Euphoria kommt aus den Niederlanden. Das Vollspektrum Cannabisöl „extra strong“ soll 20 Prozent Cannabidiol (CBD) enthalten. Die irische Behörde hat die 10 ml Flaschen des Öls zurückgerufen, die das Mindesthaltbarkeitsdatum 31. August 2020 haben.

Das CBD-Öl von Euphoria wird aus EU-zertifiziertem Nutzhanf extrahiert. Es enthält neben CBD auch alle anderen Cannabinoide und Terpene der Hanfpflanze. Der verwendete Nutzhanf stammt aus kontrolliertem, biologischem Anbau. Der THC-Anteil soll bei diesem Produkt eigentlich unter 0,2 Prozent liegen. Auch in Deutschland ist das CBD-Öl von Euphoria erhältlich. Hier gibt es bisher aber keinen Produktrückruf.

Betroffene Flaschen von Euphoria werden aus dem Verkauf genommen

Die irische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat die CBD-Händler aufgefordert, die betroffenen Ölflaschen vom Markt zu nehmen. Einzelhändler hat die Behörde darüber hinaus aufgefordert, ihre Kunden über den Sachverhalt zu informieren.

CBD-Öl sehr beliebt

Die Nachfrage nach CBD-Produkten – und besonders nach CBD-Öl – ist inzwischen riesig. Verbraucher nutzen Produkte auf CBD-Basis unter anderem gegen chronische Schmerzen, Schlafstörungen und gegen Angstzustände. Allerdings ist CBD in Irland von der Gesundheitsbehörde nicht als Arzneimittel zugelassen.

Auch in Großbritannien ist der Run auf CBD-Produkte ungebrochen. Inzwischen verkauft auch das Luxus-Kaufhaus Harrods CBD-Öl. Große britische Handelsketten wie Boots und Tesco haben jetzt eine Auswahl von ausgewählten CBD-Produkten in den Regalen stehen (Leafly berichtete).

In Deutschland kommen ebenfalls immer mehr CBD- und Hanf-Produkte auf den Markt. Allerdings ist die rechtliche Situation bei CBD-Produkten, die oral eingenommen, gegessen oder getrunken werden, nicht einfach. Dem Markt der Nahrungsergänzungsmittel mit CBD drohen große Schwierigkeiten durch die sogenannte Novel Food Verordnung der EU (Leafly berichtete).

Medizinalcannabis in Irland

Irland hat, nach vielen Verzögerungen, erst im Juni 2019 Medizinalcannabis legalisiert (Leafly berichtete). Die Einrichtung des Cannabis-Programms verzögerte sich ständig, da die Regierung Probleme hatte, einen Lieferanten mit entsprechenden Qualitätsstandards zu finden. Ende 2018 suchten dann Mitarbeiter des irischen Gesundheitsministeriums in Dänemark nach einer Lösung.

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