Evas Erfahrungen: Als (m)eine Welt zusammenbrach und mein Vater starb

Autor: Eva Imhof

Verõffentlicht am: 12. Januar 2018

Geändert am: 19. Juni 2018

Meinen Vater beim Sterben zu begleiten war eine der bisher größten Herausforderungen für mich. Und ich bin mir sehr sicher: Cannabis als Medizin hätte ihm geholfen. Und zwar schon viel früher in seinem Leben.

Evas Erfahrungen: Als (m)eine Welt zusammenbrach und mein Vater starb

Nie werde ich diesen Moment vergessen, als ich in dieses Krankenzimmer  kam und in diesem kalten, lieblosen Raum meinen Vater sehen musste – angeschlossen an unzählige weiße Schläuche und Maschinen, kombiniert mit einem rhythmischen Surren der Geräte. Nun musste ich mitansehen wie dieser einstmals so starke, mutige und vor allem liebevolle Mensch sich langsam auf so unfriedliche Weise von dieser Welt verabschiedete.

Ich weiß noch, wie schwindelig mir wurde, als die Alarmglocke wegen unregelmäßiger Herztöne das erste Mal läutete. Ich musste den Raum verlassen. Es waren mit die schwersten Stunden meines Lebens. Und ich wünschte, ich hätte meinem Vater die vorangehenden schier unerträglichen Schmerzen etwas erleichtern können

Ob mein Vater Cannabis als Medizin ausprobiert hätte?

Ich glaube nicht erst als Palliativmedizin wäre es ein gutes Mittel gewesen. Sondern schon viel früher. Während ich das schreibe fange ich an zu schmunzeln. Mein Vater war ein sehr konservativer Mann. Sehr geradlinig und prinzipientreu. Und ich erinnere mich, wie er in seinem geliebten Garten herum werkelte und sich „ein schönes kühles Bier“ aufzumachen pflegte.

Immer genau mit diesen Worten. Jeden Tag. Aber Cannabis als Medizin? In seiner Vorstellung hätte das garantiert bedeutet wie in einer Hippie Kommune kiffend zusammenzusitzen. Ich kann mir so richtig vorstellen wie er gesagt hätte „Was?! Das Zeug?! Geh mir fort damit!“ Da er aber auch ein sehr kluger und feinsinniger Mensch war hätte ich ihn sicherlich schnell überzeugen können dass dieses Vorurteil haltlos ist.

Wenn ich in die Vergangenheit reisen könnte – mit der Gesetzeslage von heute – dann hätte ihm Cannabis als Medizin vielleicht bereits viel früher helfen können. Mein Vater hat immer ganz schlimm geschnarcht. Das gehörte zu (m)einem stattlichen Papa aber auch irgendwie dazu und er hat oft Witze darüber gemacht. Gerne auch in großer Runde. Weniger lustig waren natürlich Atemaussetzer und dass er oft nachts umher wandelte, schlaflos und mit trockener Kehle. Oder andere Familienmitglieder nicht schlafen konnten wegen seines „Gesäges“.

Eine Atemmaske konnte er nicht ertragen und so hatte ich oft Angst wegen der Atemaussetzer, wenn ich das Schnarchen nebenan NICHT hörte. Laut neuesten Studien kann Dronabinol bei dem Schlafapnoe-Syndrom, also diesen Atemaussetzern, helfen. Der Cannabis-Wirkstoff kann also eine Alternative sein zu den von vielen als störend empfundenen Atemmasken!

Einen geliebten Menschen zu verlieren und ihn auf diesem Weg zu begleiten ist wohl mit die größte Herausforderung für jeden von uns. Und nun, bald drei Jahre nach dem Tod meines Vaters, empfinde ich noch genau so den Schmerz über den Verlust meines geliebten Papas wie damals. Gleichwohl ist die Erinnerung an schöne, gemeinsame Erlebnisse, Eigenarten, Macken und kuriose Begebenheiten heilsam.

Mein Papa konnte die Revolution der Medizin durch die Heilpflanze Cannabis nicht mehr miterleben, aber wir können es. SIE können es!

Ich wünsche Ihnen Gesundheit und alles Liebe – schauen Sie sich hier gerne weiter um. Ihnen kann garantiert geholfen werden!

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