US-Staatliches Krebsforschungsinstitut bestätigt stillschweigend, dass Cannabis Krebszellen abtötet

Autor: Leafly Redaktion

Veröffentlicht am: 1. Juni 2017

Geändert am: 17. August 2017

Das National Cancer Institute (NCI)ist eine von der US-Regierung beauftragte Einrichtung mit der Aufgabe, die Bevölkerung über Krebs und den aktuellen Stand der Forschung aufzuklären. Auf der eigenen Website bezeichnet sich das NCI als „wichtigste Einrichtung der US-Regierung im Bereich der Krebsforschung.“ Vor kurzem hat das NCI beinahe unbemerkt eingeräumt, dass bei einem Laborversuch Krebszellen durch Cannabis zerstörtabgetötet wurden.

Cannabis hat im Rahmen eines Laborversuchs nachweislich Krebszellen abgetötet

Der Webauftritt des NCI enthält einen Abschnitt mit einem grundlegenden Überblick über das Wesen von Cannabis und darüber, wie Cannabinoide im menschlichen Körper bzw. gegen Krankheiten wirken. Ein Punkt fällt dabei besonders auf: „Cannabis hat im Rahmen eines Laborversuchs nachweislich Krebszellen abgetötet (siehe Frage 6).“ In „Frage 6“ geht es darum, ob bereits präklinische Untersuchungen unter Verwendung von Cannabis oder Cannabinoiden durchgeführt wurden. Auf der Website wird auf durchgeführte Versuche an Mäusen und Ratten verwiesen.

Die Ergebnisse lassen schließen, dass Cannabinoide das Wachstum von Tumoren verhindern können, indem sie Zellen abtöten, das Zellwachstum blockieren und die Entwicklung von Blutgefäßen hemmen, die Tumore für ihr Wachstum benötigen.

Außerdem enthält die Website Verweise auf weitere Studien, deren Ergebnisse nachstehend zusammengefasst sind:

  • Cannabinoide können aufgrund ihrer entzündungshemmenden Wirkung auf den Darm das Risiko von Darmkrebs reduzieren.
  • Delta-9-THC beschädigt oder tötet Leberkrebszellen.
  • Delta-9-THC hat eine antitumorale Wirkung.
  • CBD bewirkte das Absterben von Brustkrebszellen ohne signifikante Auswirkungen auf die normalen/gesunden Brustzellen.
  • Wenn CBD im Rahmen der Chemotherapie verabreicht wird, kann es die Wirksamkeit der Therapie erhöhen und ohne Schädigung der normalen/gesunden Zellen, das Absterben der Krebszellen beschleunigen.

Zudem bestätigte das NCI folgende positiven Wirkungen von Cannabis:

  • Anregung des Appetits
  • Schmerzlinderung
  • Linderung von Übelkeit und Brechreiz
  • Linderung von Angstzuständen
  • Verbesserung der Schlafqualität

Studienergebnisse sind vielversprechend – US-Regierung verweigert Einsatz von Cannabis zur Behandlung von Krebs

Trotz der vielversprechenden Forschungsergebnisse erklärte das NCI, dass die US-amerikanische Lebensmittelbehörde (FDA, Food and Drug Administration) Cannabis zur alternativen Krebstherpaie von Krebs nicht genehmigt. Weiterhin sind für die Behandlung von Übelkeit und Brechreiz nach chemotherapeutischer Behandlung lediglich zwei Cannabinoide (Dronabinol und Nabilon) zugelassen.

Aufgrund der Tatsache, dass Cannabis nachweislich gegen Krebs hilft, sollte die Forschung und Entwicklung von medizinischem Cannabis weiter vorangetrieben werden, um viele Patienten von dieser gefährlichen Krankheit zu befreien.

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