Fragiles-X-Syndrom und CBD: Neue Studie geplant

Fragiles-X-Syndrom und CBD? Wie sich CBD auf betroffene Kinder auswirken kann, die unter dem Fragilen-X-Syndrom leiden, wollen US-Forscher jetzt in einer klinischen Studie herausfinden.

Fragiles-X-Syndrom und CBD: Neue Studie geplant

Die University of Washington führt einem Medienbericht zufolge jetzt eine klinische Studie zur Wirksamkeit von CBD beim Fragilen X-Syndrom durch, einer Art von Autismus, der laut der Universitätszeitung Daily UW mit Mängeln des Endocannabinoidsystems in Verbindung gebracht werden soll. Das Sponsering der Studie „Fragiles-X-Syndrom und CBD“ übernimmt Zynerba Pharmaceuticals, das hierfür ein CBD-Gel herstellt.

Fragiles-X-Syndrom: Was ist das?

Die Ursache des Fragilen-X-Syndroms (FXS oder FraX) ist die genetische Veränderung auf dem X-Chromosom. Dabei stellt das Syndrom eine der häufigsten Formen erblich bedingter Lern- und geistiger Behinderung dar.

Zu erkennen ist das FraX meist an körperlichen Besonderheiten. So kann das Gesicht von Betroffenen lang und schmal sein. Das Kinn ist meist sehr ausgeprägt und kantig. Zudem kann der Kopfumfang überdurchschnittlich groß sein, ebenso die Ohren. Bei Kindern sind diese Merkmale in der Regel noch wenig ausgeprägt. Erst mit zunehmendem Alter treten diese deutlicher hervor. Typisch für das FraX ist auch, dass diese Merkmale bei weiblichen Betroffenen schwächer ausgeprägt sind, auch im Erwachsenenalter.

Neben den körperlichen Auffälligkeiten zeigen sich auch Verhaltensauffälligkeiten bei den Betroffenen. Hierzu zählen insbesondere Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsdefizite. Zudem können sich auch autismusähnliche Züge zeigen, wie zum Beispiel soziale Scheu, Vermeiden von Blickkontakt sowie stereotypes Verhalten. Außerdem neigen Kinder mit dem FraX häufig zu Wutausbrüchen und besitzen eine niedrige Frustrationstoleranz. Nach der Pubertät schwächen viele Verhaltensauffälligkeiten jedoch ab.

Weitere Informationen zum Fragilen-X-Syndrom bietet unter anderem die Interessengemeinschaft Fragiles-X e.V.

Durchführung der Studie „Fragiles-X-Syndrom und CBD“

Die Doppelblindstudie richtet sich an Kinder im Alter von 3 bis 17 Jahren mit dem Fragilen-X-Syndrom. Die Eltern der Teilnehmer sollen das CBD-Gel zweimal täglich auf den Arm ihres Kindes reiben.

Dr. Raphe Bernier, der leitende Forscher der Studie und Professor für Psychiatrie und Verhaltenswissenschaften an der Universität von Washington, der auch als Geschäftsführer des Seattle Children’s Autism Center fungiert, erklärte, dass CBD dazu beitragen könne, Kindern mit Entwicklungsstörungen das Leben leichter zu machen.

„Es ist nicht erforderlich, eine Pille zu schlucken, was eine Herausforderung sein kann, oder ein Pflaster anzubringen, das entfernt werden kann, weil es unangenehm ist. Das CBD-Gel umgeht auch das gastrointestinale System. Denn viele Kinder mit dem Fragilen-X-Syndrom leiden unter Störungen des Gastrointestinaltrakts“, erklärte Bernier.

Der Studienkoordinator Micah Pepper erklärte, dass mindestens zehn Studienteilnehmer erwartet werden. Die Studie dauert voraussichtlich ungefähr 14 Wochen.

 

Hinweis: In diesem Artikel berichten wir über rezeptpflichtiges CBD oder auch Cannabidiol. Dieser Artikel macht zur möglichen Zweckbestimmung keinerlei Vorschlag. Nutzversprechen bleiben den Apothekern überlassen.

 

 

 

 

 

 

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