Gabe von medizinischem Cannabis verringert Einnahme anderer Opioide

Autor: Linn Baumgardt

Verõffentlicht am: 3. Juli 2017

Geändert am: 31. August 2017

Gabe von medizinischem Cannabis verringert Einnahme anderer Opioide

Neueste Erkenntnis in der Cannabis-Forschung: Laut einer Umfrage in den USA verringert die Verschreibung von medizinischem Cannabis die Einnahme anderer Schmerzmittel und Tabletten. Dabei kamen die Cannabis Arzneimittel bei Krankheiten wie Schmerzen, Angstzuständen und Schlafproblemen zu Einsatz, schrieb das Journal of Psychopharmacology. Insgesamt nahmen 1500 Patienten aus Neuengland an der Studie teil.

Cannabis-Umfrage mit vielversprechenden Ergebnissen für Patienten

Eine neue Umfrage aus den USA belegt, dass Patienten mit Schmerzen, Angstzuständen oder Schlafproblemen, denen medizinisches Cannabis verschrieben wurde, nach der Einnahme auf einige bisher eingenommener Schmerzmittel und andere Tabletten verzichten. Die Umfrage reiht sich ein in Versuche und Umfragen, die Ähnliches aussagen. Geführt wurde sie von Psypost und veröffentlicht als “Substitution of medical cannabis for pharmaceutical agents for pain, anxiety, and sleep“ imJournal of Psychopharmacology.

Hintergrundinformationen zur Online-Umfrage

Die Online Umfrage umfasste 1500 Patienten aus Neuengland, denen medizinisches Cannabis verschrieben wurde. Untersucht wurde ein sogenannter „Substitutionseffekt“. Dieser beschreibt, dass Patienten alternative Medikamente durch die verordneten Cannabis-Medikamente ersetzen. Brian J. Piper der Geisinger Commonwealth School of Medicine erklärt, dass drei Viertel von 1500 Cannabis-Patienten angaben, weniger Opioide seit der Cannabis-Anwendung zu sich zu nehmen. Über zwei Drittel gaben zudem an, dass sie die Einnahme andere Medikamente zur Behandlung von Angst, Schlafproblemen und Migräne reduzieren konnten. Außerdem konnte Piper feststellen, dass Patienten zur Schmerzbehandlung vermehrt zu Cannabis statt zu Opioiden greifen. Dieses Umdenken dürfte Cannabis zukünftig weitere Türen in der Medizin eröffnen.

Quelle: PsyPost

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