Hauptstadtgeflüster: Anfrage der Grünen an Krankenkassen geplant

Autor: Claudia Wiegand

Veröffentlicht am: 3. Juli 2017

Geändert am: 21. Oktober 2017

Die Grünen kritisieren viele Krankenkassen, die nicht bereit seien, die Kosten für Cannabispatienten zu übernehmen, obwohl diese seit März 2017 dazu verpflichtet sind. Andere Krankenkassen wiederum agieren liberal und berichten von keinerlei Beschwerden. Eine groß angelegte Anfrage ist geplant, um die Patienten von den Kosten zu befreien.

Grüne setzen sich für Kostenübernahme ein

Das Büro des drogenpolitischen Sprechers der Grünen plant eine groß angelegte Anfrage an die verschiedenen Krankenkassen zur Kostenübernahme für Cannabisarzneimittel zu stellen. Derzeit erhalte das Büro sehr viele Beschwerden von Patienten darüber, dass die Krankenkasse die Kosten nicht übernehmen wollen. Andererseits bekomme man Feedback über andere Krankenkassen, die liberal seien und im Sinne des Gesetzes handeln.

Patienten müssen vermehrt die Kosten tragen

Erste Zahlen zu Ablehnungsraten und Maßnahmen zur Kostenerstattung wurden bereits veröffentlicht. Dabei leiden besonders die Patienten unter den hohen Kosten für medizinisches Cannabis. Einige sprechen sogar davon, dass das Cannabis-Gesetz zu einer Verschlechterung der Lage geführt hat. Dem liegt zugrunde, dass Cannabis-Preise seit der Gesetzesänderung gestiegen sind und Krankenkassen die Kosten vermehrt nicht übernehmen. Leafly.de wird weiterhin für Sie berichten.