Antagonist

Im Zusammenhang mit dem Endocannabinoidsystem, den Rezeptoren und den dazu passenden Bindungspartnern (körpereigene oder aus der Cannabispflanze) gibt es noch die Unterscheidung zwischen Agonisten und Antagonisten.

Dabei geht es um die Art und Weise, wie ein Bindungspartner (Ligand) an den Rezeptor bindet und welche Reaktion in der Zelle dadurch ausgelöst wird.

Ein Antagonist ist eine Substanz, die an einen Rezeptor binden kann, dort aber eine Reaktion unterdrückt bzw. blockiert, vergleichbar einem Schlüssel, der in ein Schloss passt, sich aber nicht drehen lässt. Mit einem solchen Schlüssel lässt sich die Tür nicht öffnen. Auf diese Weise hemmt ein Antagonist die Wirkung des Agonisten. Sowohl körpereigene als auch nicht-körpereigene Substanzen können Antagonisten sein.

Die antagonistische Wirkung von Substanzen wird in der Medizin häufig genutzt. Viele Medikamente basieren auf dem Mechanismus, dass eine Reaktion im Körper dadurch verhindert wird, dass der Rezeptor durch einen Antagonisten blockiert wird.

Es gibt unterschiedliche Arten und Wirkweisen von Antagonisten:

  • Kompetitive Antagonisten konkurrieren mit dem Gegenspieler, dem Agonisten um die Bindungsstelle am Rezeptor. Liegt die Konzentration des Agonisten höher, kann dieser den Antagonisten von der Bindungsstelle verdrängen.
  • Nichtkompetitive Antagonisten binden zwar an den gleichen Rezeptor, aber an einer anderen Stelle als der Agonist. Dadurch kann die Wirkung des Agonisten gehemmt werden, ohne dass dieselbe Bindungsstelle besetzt werden muss.
    Partialagonisten können einen Rezeptor teilweise aktivieren, besitzen aber zugleich eine gewisse antagonistische Wirkung.

Die Wirkweise ist immer nur für einen Rezeptor spezifisch. So ist es möglich, dass ein Ligand an einem Rezeptor als Agonist, an einem anderen als Antagonist wirkt.

Liganden, die an einen Rezeptor binden und aktivieren, lösen damit eine Signaltransduktion in der Zelle aus. Man nennt sie Agonisten.

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