Antagonist

Was heißt Antagonist?

Der Begriff Antagonist stammt aus der alt-griechischen Sprache und beschreibt in der Pharmakologie eine chemische Verbindung (Substanz), die die Wirkung eines Agonisten hemmen, ohne dabei eine bedeutsame entsprechende Wirkung auszulösen. Agonisten sind per medizinischer Definition die Gegenspieler und können zum Beispiel Hormone sein. Handelt es sich um einen Wirkstoff, der das Wirkungsspektrum eines anderen Stoffes erhöht, spricht man von Synergisten.

Erfahren Sie hier, was ein Agonist ist.

Was ist ein Antagonist?

Ein Antagonist ist eine Substanz (chemische Verbindung), die an einen Rezeptor binden kann, dort aber eine Reaktion unterdrückt bzw. blockiert. Das ist vergleichbar mit einem Schlüssel, der in ein Schloss passt, sich aber nicht drehen lässt. Mit einem solchen Schlüssel lässt sich die Tür nicht öffnen. Auf diese Weise hemmt ein Antagonist das Wirkungsspektrum des Agonisten. Sowohl körpereigene als auch nicht-körpereigene Substanzen können Antagonisten sein.

Das antagonistische Wirkungsspektrum von chemischen Verbindungen wird in der Medizin häufig genutzt. Viele Medikamente basieren auf dem Mechanismus, dass eine Reaktion im Körper dadurch verhindert wird, dass der Rezeptor durch einen Antagonisten blockiert wird.

Welche Antagonisten gibt es?

Es gibt unterschiedliche Arten und Wirkweisen von Antagonisten:

  • Kompetitive Antagonisten konkurrieren mit dem Gegenspieler um die Rezeptorbindungsstelle. Liegt die Konzentration des Gegenspielers höher, kann dieser den Antagonisten von der Bindungsstelle verdrängen.
  • Nichtkompetitive Antagonisten binden zwar an den gleichen Rezeptor, aber an einer anderen Stelle. Dadurch kann das Wirkungsspektrum des Agonisten gehemmt werden, ohne dass dieselbe Bindungsstelle besetzt werden muss.
  • Partialagonisten können einen Rezeptor teilweise aktivieren, besitzen aber zugleich eine gewisse antagonistische Wirkung.

Die Wirkweise ist immer nur für einen Rezeptor spezifisch. So ist es möglich, dass ein Ligand an einem Rezeptor als Agonist, an einem anderen als Antagonist wirkt.

Was ist der Antagonismus?

In der Physiologie wird der Begriff Antagonismus für gegensinnige Wirkweisen von verknüpften Struktur- oder Wirkstoffpaaren genutzt. Ein solches gegensinniges Strukturpaar ist beispielsweise der Muskel Antagonismus. Hingegen wäre ein Beispiel für gegensinnige Wirkstoffpaare die verschiedenen Botenstoffe des Nervensystems.

 

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