Guernsey legalisiert Medizinalcannabis

Guernsey ist die zweitgrößte britische Kanalinsel, die weder Teil des Vereinigten Königreichs noch der Kronkolonie ist. Als Kronbesitz ist die Insel direkt der britischen Krone unterstellt. Einer Meldung zufolge erfolgte jetzt die Freigabe für Medizinalcannabis.

Guernsey legalisiert Medizinalcannabis

Bereits Anfang Juli diesen Jahres überraschte die Insel Guernsey mit einer Meldung. So hatte ein Besucher dem Klinikpersonal des Warrington Hospitals in Cheshire einen Kuchen als Geschenk mitgebracht. Was der freudige Spender jedoch nicht wusste: Der Kuchen war mit Cannabis versetzt und stammte vom 18. Geburtstag seines Enkels.

„Als die leitenden Angestellten einen seltsamen Geruch aus dem Kuchen bemerkten, informierten sie die Polizei von Cheshire, die den Kuchen entfernte und anschließend zerstörte“, heißt es in einer Erklärung des Krankenhauses.

Weiter heißt es in der Meldung, dass nur ein Mitarbeiter des Krankenhauses ein kleines Stückchen von dem Kuchen aß. Dieser erlitt jedoch keine negativen Auswirkungen. Er musste jedoch seine Schicht für diesen Tag beenden. Das Krankenhaus bestätigte außerdem, dass es keine Probleme gab, die die Patientenversorgung beeinträchtigte.

Die Polizeibeamten beschlagnahmten den Kuchen und entsorgten diesen. Laut dem Bericht droht dem Besucher keine Strafe, da dieser glaubhaft erklären konnte, dass er von der THC-Beigabe im Kuchen nichts wusste.

Guernsey: Ärzte dürfen Medizinalcannabis verordnen

Dank einer Gesetzesaktualisierung dürfen nun Ärzte auf Guernsey laut einem Medienbericht Medizinalcannabis verschreiben. Obwohl es wahrscheinlich nur in sehr wenigen Fällen verschrieben wird, ist das Komitee für Gesundheit und soziale Fürsorge (Committee for Health and Social care – kurz: HSC) der Ansicht, dass dies ein bedeutender Schritt bei der Modernisierung der Cannabisgesetze der Insel ist.

Das Medizinalcannabis bzw. die cannabisbasierten Arzneimittel werden in spezialisierten Einrichtungen hergestellt und können von einem Facharzt verschrieben werden, wenn er der Meinung ist, dass es für seinen Patienten geeignet ist.

„Wir freuen uns, dass diese Gesetzesänderung in Kraft tritt. Es baut auf den Änderungen auf, die das Komitee für Gesundheit und soziale Fürsorge bereits in Bezug auf andere Cannabis-basierte Produkte, wie CBD-Produkte, vorgenommen hat, für die sich viele in unserer Gemeinde stark gemacht hatten und die zu einer aufstrebenden neuen Branche vor Ort geführt haben“, erklärte die stellvertretende HSC-Präsidentin Heidi Soulsby.

Weitere interessante Artikel:
Medizinalcannabis-Anbau in Schottland
London: Privatklinik für Medizinalcannabis
Anglikanische Kirche investiert in Cannabis

 

 

Ähnliche Artikel