Hanf als Heilmittel im Fokus bei der Hanfparade 2017

Autor: Sandrina Kömm-Benson

Verõffentlicht am: 10. Juli 2017

Geändert am: 31. August 2017

Hanf als Heilmittel im Fokus bei der Hanfparade 2017

Die Hanfparade 2017 findet am 12. August in Berlin unter dem Motto: „Breiter kommen wir weiter“ statt. Dieses Jahr steht bei der 21. Demonstration Hanf als Heilmittel im Fokus. In Kritik stehen bei der Demo besonders die schlechten Bedingungen für Patienten, die aufgrund von sich weigernden Krankenkassen auf ihren Kosten sitzen bleiben. Vor allem leidtragende Personen sollen bei der Parade zu Wort kommen.

„Breiter kommen wir weiter“

Jetzt steht es fest: Die Hanfparade 2017 wird am 12. August in Berlin stattfinden. Das diesjährige Motto lautet: „Breiter kommen wir weiter“. Im Mittelpunkt der zum 21. Mal stattfindenden Demonstration steht dabei in diesem Jahr „Hanf als Heilmittel“.

Verschlechterte Zustände von Patienten seit März 2017

Obwohl es seit März Ärzten per Gesetz erleichtert wurde, Cannabis zu verschreiben, kritisieren die Organisatoren der Hanfparade auf grow.de, dass sich die Situation der Patienten seither sogar verschlimmert habe: „Das Leiden vieler Patienten wurde durch das neue Gesetz nicht gemindert, ja durch die Verweigerung der Kostenübernahme des angezeigten Heilmittels wie durch die massiven Preiserhöhungen von Cannabis in Apotheken hat sich die gesundheitliche Situation vieler Patienten seither verschlechtert.“ Deshalb widmet sich die diesjährige Berliner Hanfparade thematisch vor allem dem medizinischen Nutzen der Hanfpflanze. Betroffene Patienten mit verschiedenen Erkrankungen werden bei den Kundgebungen zum Auftakt und Abschluss der Demo zu Wort kommen, außerdem gibt es ein „Forum für Hanfmedizin“, in dem sich Interessierte über politische und gesundheitliche Themen mit Betroffenen und Experten austauschen können.

Ähnliche Artikel

Erstes Cannabis-Institut in Merseburg geplant

Erstes Cannabis-Institut in Merseburg geplant

Interdisziplinäres Forschen zu Cannabis in Merseburg – Vorbild Kalifornien Dr. Gundula Barsch, Professorin an der Hochschule Merseburg in Sachsen-Anhalt, hat sich ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Sie will ein interdisziplinäres Cannabis-Forschungsinstitut ins Leben rufen – das erste seiner Art in Deutschland. Um dieses Projekt voranzutreiben, haben sich Ende November Experten aus Wissenschaft, Forschung und Entwicklung aus Sachsen-Anhalt und angrenzenden Regionen zu einem Kick-off-Meeting zusammengefunden. Vorbild des geplanten Cannabisinstituts ist das HiiMR, Humboldt Institute for Interdisciplinary Marihuana Research, in Arcata (Kalifornien). Professorin Dr. Barsch, die Expertin auf dem dem Gebiet der Drogenforschung ist, verbrachte hier ein Forschungssemester. Aber auch Neugründungen wie das mehr…

Welche Cannabismedikamente sind in Deutschland legal? Der Leafly.de Überblick

Welche Cannabismedikamente sind in Deutschland

Verschreibungspflichtige Cannabismedikamente, die in Deutschland erhältlich sind         Cannabisblüten verschiedener Importeure         Canemes-Tabletten (Wirkstoff: Nabilon)         Sativex Mundspray (Wirkstoff: Naxibimol)         Dronabinol (THC-Öl)         Cannabis-Vollspektrum-Extrakte Tilray THC25 und THC10:CBD10 Cannabissorten, Cannabisblüten Wir möchten zunächst auf die medizinischen Cannabissorten eingehen. Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) hat die Cannabisagentur eingerichtet, die den staatlich kontrollierten Cannabisanbau in Deutschland überwachsen soll. Jedoch ist vor den Jahren 2019/2020 nicht damit zu rechnen, dass Cannabisblüten auf den Markt kommen, weshalb diese von verschiedenen Unternehmen nach Deutschland importiert werden müssen. Abgegeben werden die Cannabisblüten in den Apotheken in Dosen von 5 oder 10 Gramm. Folgende Cannabissorten sind erhältlich: Cannabissorte THC-Gehalt mehr…

Weltgesundheitsorganisation WHO gibt grünes Licht für Cannabidiol CBD

Weltgesundheitsorganisation WHO gibt grünes Licht

Die WHO entschied, dass internationale Verbote gegen reines Cannabidiol nicht gerechtfertigt sind, da sie keine Gefahr für die öffentliche Gesundheit darstellen. Der Sachverständigenausschuss kam im November 2017 zusammen, um mehrere psychoaktive Substanzen zu bewerten. Ein vollständiger Überblick über Cannabidiol, von dem man annimmt, dass es medizinisch genutzt wird, wurde auf Mai 2018 verschoben. Dann werden auch CBD-Extrakte unter die Lupe genommen. Leafly.de berichtete. Aufgrund des zunehmenden weltweiten Interesses, Cannabis und seine Wirkstoffe (Cannabinoide) als Medizinprodukte zu verwenden, hat die WHO damit begonnen, wissenschaftliche Beweise zu sammeln, um zu entscheiden, ob diese Substanzen unter internationale Kontrolle gestellt werden sollen. Der Novemberausschussbericht mehr…

Cannabis im Studium: Sollten Studenten mehr über Medizinalhanf lernen?

Cannabis im Studium: Sollten Studenten

Seit März 2017 kann Cannabis als Medizin von Ärztinnen und Ärzten verschrieben werden. Viele Schwerkranke haben lange darauf gewartet und wünschen sich eine Cannabisbehandlung. Allerdings kennen sich die meisten Mediziner beim Thema Cannabis nicht aus. Woher auch? Vor März 2017 könnten Betroffene Medizinalhanf nur mit einer Ausnahmeregelung erhalten. Daher spielte Cannabis bisher im Medizinstudium sowie bei ärztlichen Weiter- und Fortbildungen praktisch keine Rolle. Das Gleiche gilt auch für andere medizinische Berufe: Apotheker, PTAs, MTAs sowie Krankenschwestern und Pfleger lernen bisher in ihrer Ausbildung bzw. ihrem Studium kaum etwas über Cannabis als Medizin. Amerikanische Studie zum Thema Cannabis im Medizinstudium Eine mehr…

Gras in Graz: Erster Coffeeshop eröffnet

Gras in Graz: Erster Coffeeshop

"Wir verkaufen gepresste Pollen, Blüten, Öl und einiges mehr", so Bastian Knabl. Knabl und seine Kolleg/innen Stefan Ehrenreich, Julia Staud und Lukas Hiegelsberger bringen damit ein bisschen Amsterdam in die Landeshauptstadt Graz. Dort eröffneten sie am 1. Dezember 2017 ihre "Die Graslerei", einen Coffeeshop. "Die Graslerei" bietet seit dem Anfang Dezember in der Leonhardstraße 42 nicht nur Tee, Kaffee und Kuchen, sondern verkauft auch Cannabis. „Unsere Blüten und unser Hasch sind zu 100 Prozent legal, da sie einen garantierten THC-Wert von unter 0,2 Prozent haben.“, erklärt Stefan Ehrenreich, Mitgründer des Coffeeshops. Somit ist auch der Verkauf des EU-zertifizierten Cannabis in mehr…