Heute ist Welttag der Kranken

Autor: Alexandra Latour

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Heute ist der Welttag der Kranken, an dem Papst Franziskus zu einem erneuten Engagement für alle Leidenden aufruft. Auch diejenigen, die kranke Menschen pflegen, sollten heute gewürdigt werden.

Heute ist Welttag der Kranken

Der Welttag der Kranken wurde von Papst Johannes Paul II. im Jahre 1993 eingeführt. Seitdem wird dieser jährlich am 11. Februar begangen, um an alle von Erkrankungen heimgesuchten und gezeichneten Menschen zu denken. Auf der ganzen Welt finden heute Veranstaltungen statt, insbesondere gibt es im Petersdom in Rom einen Gottesdienst. Hier wird sich auch Papst Franziskus an die Öffentlichkeit wenden und alle Frauen und Männer dazu aufrufen, sich für kranke Menschen zu engagieren.

Welttag der Kranken: Auseinandersetzung mit Kranken und Krankheiten

Der heutige Welttag der Kranken soll Gelegenheit bieten, sich mit kranken Menschen sowie dem Thema Krankheiten allgemein auseinanderzusetzen. Wenn sich im eigenen Familien- und Freundeskreis kranke Menschen befinden, so wäre es eine gute Gelegenheit, diese zu besuchen und ihnen etwas Gutes zu tun.

Darüber hinaus ist es auch wichtig, diejenigen zu würdigen, die kranke Menschen betreuen und pflegen. Ein einfach nur von Herzen kommendes „Danke“ kann hier schon viel bewirken.

Welttag der Kranken: Auseinandersetzung mit seltenen Krankheiten

Der heutige Tag bietet aber auch die Möglichkeit, nicht nur die häufig auftretenden Krankheiten als solche anzuerkennen. So kann der Welttag der Kranken auch zum Anlass genommen werden, um sich über seltenere Erkrankungen zu informieren. Deshalb möchten wir am heutigen Welttag der Kranken noch einmal einige Artikel hervorheben, die seltene Krankheiten und Cannabis als Medizin behandeln.

ALS und Cannabis als Medizin

Der Hilfe für ALS-kranke Menschen zufolge leiden ungefähr 8 000 Menschen in Deutschland unter einer amyotrophen Lateralsklerose (ALS). Hierbei handelt es sich um eine seltene Nervenerkrankung, unter der auch Stephen Hawking litt. Typische Symptome dieser Krankheit sind unter anderem Muskelschwäche, Muskelkrämpfe, Gefühl der Kraftlosigkeit und Steifheit in den Beinen. Heilbar ist die ALS-Erkrankung bisher nicht.

Cannabis als Medizin kann jedoch dazu beitragen, die Symptome der Erkrankung zu lindern (Leafly berichtete). Studien weisen darauf hin, dass Medizinalhanf Schmerzen und Spasmen reduzieren kann. Auch die Deutsche Gesellschaft für Neurologie empfiehlt gegen schmerzhafte Spasmen das Cannabis-Mundspray Sativex.

Hodenkrebs und Cannabis

Mit etwa 4 000 Neuerkrankungen pro Jahr gehört der Hodenkrebs ebenfalls zu den seltenen Erkrankungen. Insbesondere jüngere Männer zwischen 25 und 45 Jahren sind häufig betroffen. Im November letzten Jahres haben wir bereits darüber berichtet, inwieweit Medizinalhanf beim Hodenkrebs unterstützend eingesetzt werden kann. Ferner kommt bei dem Thema Hodenkrebs auch immer wieder die Frage auf, ob Cannabis Hodentumore verursachen kann. Dabei legt die aktuelle Studienlage durchaus nahe, dass eine Wahrscheinlichkeit besteht, dass der Cannabiskonsum zur Entstehung eines Nichtseminoms (bösartiger Hodentumor) beitragen kann (Leafly berichtete).

Dravet-Syndrom und CBD

Das Dravet-Syndrom ist eine besonders schwere Form der Epilepsie, aber auch sehr selten. Der erste epileptische Anfall tritt meist zwischen dem 3. und 9. Lebensmonat auf. Typisch für diese Erkrankung sind lange und schwere Krampfanfälle, die länger als 20 Minuten anhalten können. Zudem können weitere Anfallsarten wie Absencen, fokale Anfälle, Sturzanfälle und Blickkrämpfe auftreten. All dies macht die Behandlung sehr schwierig. Hinzu kommt, dass sich die kleinen Patienten in der Regel nicht so entwickeln, wie es gesunde Kinder in ihrem Alter tun.

Mehrere Studien haben gezeigt, dass das nichtpsychoaktive Cannabinoid Cannabidiol (CBD) die Anfallshäufigkeit verringern kann (Leafly berichtete). Ein gutes Beispiel ist hier die kleine Charlotte Figi aus Colorado. Bei ihr wurde das Dravet-Syndrom im Alter von zwei Jahren diagnostiziert und ihr gesundheitlicher Zustand verschlechterte sich kontinuierlich. Auch die Gabe von Antiepileptika konnte der kleinen Patientin nicht helfen. Als Charlotte fünf Jahre alt war, gaben die Eltern ihr ein Cannabisöl mit einem niedrigen THC- und hohen CBD-Gehalt. Hierunter verbesserten sich die Symptome der Epilepsie. So konnten die Anfälle von fast 50 auf zwei bis drei Anfälle reduziert werden.

 

Hinweis: In diesem Artikel berichten wir über rezeptpflichtiges CBD oder auch Cannabidiol. Dieser Artikel macht zur möglichen Zweckbestimmung keinerlei Vorschlag. Nutzversprechen bleiben den Apothekern überlassen.

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