Hollywoodstars machen sich stark für Cannabis als Medizin

Autor: Leafly Redaktion

Verõffentlicht am: 28. März 2018

Geändert am: 9. Mai 2018

Der britische Schauspieler Sir Patrick Stewart macht sich für eine Kampagne stark, die einen kleinen Jungen unterstützt, der pharmazeutisches Cannabis zur Behandlung seiner Epilepsie erhalten soll. Doch er ist nicht der einzige Prominente, der öffentlich auf die Legalisierung von pharmazeutischem Cannabis aufmerksam macht.

Hollywoodstars machen sich stark für Cannabis als Medizin

Alfie Dingley ist sechs Jahre alt und leidet an einer seltenen Erkrankung. Er  kann bis zu 150 potenziell lebensbedrohliche Epilepsie-Anfälle pro Monat bekommen. Vor etwa vier Wochen kehrte er aus den Niederlanden zurück, wo er mit Cannabis als Medizin behandelt wurde. Das ihm verabreichte Cannabisöl verbesserte die Symptome. Seit seiner Rückkehr nach Großbritannien war er bereits dreimal wieder im Krankenhaus. Seine Eltern, Drew Dingley und Hannah Deacon, fordern von der britischen Regierung die Freigabe der verbotenen Medikation. Der Schauspieler Sir Patrick Stewart, bekannt aus der Serie „Star Trek“ und den X-Men-Filmen, traf Alfie und seine Familie und unterstützt die Kampagne. Bisher konnten schon 370.000 Unterschriften gesammelt werden.

Sir Patrick Stewart lebt in Kalifornien, wo Cannabis als Medizin seit diesem Jahr legal ist, und ist selber Cannabis-Patient. Er verwendet Medizinalhanf in Form von Sprays, Salben und essbaren Produkten, um seine Arthritis-Schmerzen zu lindern. Dies teilte er der Öffentlichkeit bereits im vergangenem Jahr mit.

„Vor zwei Jahren bin ich in Los Angeles von einem Arzt untersucht worden, der mir ein Rezept mit der rechtlichen Erlaubnis gab, von einer registrierten Verkaufsstelle, auf Cannabis basierte Produkte zu erwerben, die – wie mir geraten wurde – die Arthritis in meinen beiden Hände lindern könnten. Das ist anscheinend ein genetisch bedingter Zustand. Meine Mutter hatte stark verzerrte und schmerzende Hände. Ich habe keine negativen Nebenwirkungen von dieser Behandlung, und die Alternative wäre gewesen, weiterhin entzündungshemmende Medikamente zu nehmen wie Advil, Aleve und Naproxen. Diese sind dafür bekannt, die Leber zu schädigen und Sodbrennen zu verursachen“, so Stewart.

Unterstützung aus Hollywood

Doch „Professor X“ ist nicht der einzige Prominente, der sich öffentlich für Cannabis als Medizin stark macht und Aufklärungsarbeit leistet, wie wir bereits berichteten.

So hat die zu den Hollywoodstars gehörende Schauspielerin Whoopi Goldberg sogar den Sprung auf den pharmazeutischen Cannabismarkt gewagt. Bei ihrer Suche nach der besten Medizin und den besten Inhaltsstoffen ist sie dabei auf Maya Elisabeth gestoßen. Die Gründerin von Om Edibles genießt einen wachsenden Ruf als eine der besten Produzentinnen von pharmazeutischen Cannabisprodukten in Kalifornien. Sie hat bislang sieben High Times Cannabis Cup Awards gewonnen. Die Powerfrauen schlossen sich folglich zusammen und haben Cannabis-Produkte gegen Menstruationsbeschwerden entwickelt, die in Kalifornien und Colorado erhältlich sind. Auf ihrer Webseite Whoopiandmaya.com schreiben sie zudem über Wissenswertes rund um das Thema Cannabis als Medizin.

Ashton Kutcher investiert in Cannabis-Unternehmen

Dass das ein guter Markt für Investitionen ist, weiß auch Hollywoodstar Ashton Kutcher. Der Schauspieler hat bereits in viele Unternehmen investiert, so auch in das amerikanische Start-up Eaze. Dabei handelt es sich um eine Art Lieferservice für Medizinalhanf, das über die Webseite angefordert werden kann.

Gwyneth Paltrow spricht über Cannabis als Medizin

Ein weiterer Hollywood-Star, der öffentlich auf seiner Seite über die gesundheitlichen Vorteile von Cannabis schreibt, ist Gwyneth Paltrow. Auf ihrem Blog Goop.com widmet sie sich ebenfalls dem Thema, wenn auch vielleicht eher aus Lifestyle-Gründen. So postete sie zum Jahreswechsel Cocktail-Rezepte, die mit CBD-Öl verfeinert waren.

„Mit einem CBD-Cocktail ins Jahr 2018 zu läuten, faszinierte viele von uns bei Goop. Je nachdem, wo man lebt und was die dortigen Gesetze sind (sie werden hier in Los Angeles noch entspannter), scheint es, als ob jeder mit Cannabidiol (auch bekannt als CBD) Öle und Tinkturen experimentiert. Überzeugte Nutzer schwören, dass damit viele gesundheitliche Probleme in den Griff zu bekommen sind – von Schlafstörungen und Stress bis hin zu Eckzahnschmerzen und (ernsthaften) Verhaltensstörungen. Sie haben angefangen, es in Smoothies, Lattes und – in bestimmten Restaurants und Pop-ups in der Stadt – auch in Cocktails zu mischen. Maxwell Reis’ CBD-Cocktails im Gracias Madre, dem veganen mexikanischen Restaurant in West Hollywood, sind zu Recht berühmt. Er war einer der ersten Menschen, die CBD in Cocktails integriert haben, und er ist definitiv einer der talentiertesten.“ so Paltrow auf ihrem berühmten Lifestyle-Blog.

Lady Gaga nutzt Medizinalhanf gegen Fibromyalgie

Wie hilfreich pharmazeutisches Cannabis wirklich ist, zeigt auch die Sängerin Lady Gaga. Die Sängerin leidet unter den Schmerzen ihrer Fibromyalgie, wie die Zuschauer ihrer Netflix-Dokumentation „Five Foot Two“ auch deutlich zu sehen bekommen. Sie spricht darin offen über ihr Muskel-Leiden und gibt zu, dass sie pharmazeutisches Cannabis verwenden muss, um ihren Schmerz zu bewältigen.

Eva Imhof als Leafly-Botschafterin

Aber auch hierzulande machen sich Prominente für das Thema Cannabis als Medizin stark.
So zum Beispiel Leafly-Botschafterin Eva Imhof, die seit Jahren unter starker Migräne leidet und deshalb pharmazeutisches Cannabis für sich in Erwägung gezogen hat. Seit kurzem testet sie gegen ihre Schmerzen CBD-Öl und wird ihre Erfahrungen damit weiterhin hier auf Leafly.de mit uns teilen.

 

 

 

Quellen:

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