Internationaler Männertag und Medizinalhanf

Autor: Alexandra Latour

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Heute ist der Internationale Männertag! Der November steht jedes Jahr im Zeichen der Männergesundheit. Bei einigen Männerkrankheiten wie Prostatakrebs und Hodenkrebs kann Medizinalhanf als ergänzende Therapie eingesetzt werden. Außerdem haben wir eine interessante Studie gefunden: Ist die Cannabiswirkung geschlechtsabhängig?

Internationaler Männertag und Medizinalhanf

Jedes Jahr am 19. November wird der Internationale Männertag gefeiert. Dabei erfolgte die Einführung im Jahr 1999 im karibischen Inselstaat Trinidad und Tobago. Ziel des Internationalen Männertages ist es, die Benachteiligungen von Jungen und Männern in den Bereichen Familienrecht, Bildung und Medien sowie Gesundheit zu würdigen. Als Basis für diesen Tag wurden im Jahr 2009 verschiedene Planziele festgelegt. Hierzu gehört auch das Fokussieren auf die Männergesundheit in physischer, emotionaler, sozialer und spiritueller Hinsicht.

Internationaler Männertag: Oberlippenbärte wachsen lassen für den guten Zweck

Der Internationale Männertag ist eng mit der internationalen Wohltätigkeitsveranstaltung Movember verbunden. Dabei setzt sich das Kofferwort Movember aus dem englischen Wort für Schnurrbart „moustache“ und November zusammen.

Jedes Jahr im November lassen sich Männer einen Schnurrbart wachsen, um Spenden zugunsten der Vorbeugung und Erforschung gegen Prostatakrebs sowie andere Männerkrankheiten zu sammeln. Über Prostatakrebs und darüber, wie hier Cannabis als Medizin helfen kann, haben wir bereits Anfang diesen Monats berichtet.

Aktuell ist die Movember Foundation in 21 Ländern vertreten. Diese koordiniert die Aktionen und leitet die Spenden an nationale Forschungseinrichtungen weiter. Im Jahr 2008 nahmen über 170 000 Männer an der Spendensammlung teil und sammelten Gelder in Höhe von rund 15 Millionen AUD.

Wirkt Cannabis bei Männern besser?

Im Rahmen unserer Recherche zum heutigen Internationalen Männertag sind wir auf eine interessante Studie gestoßen, die an der Columbia University durchgeführt wurde. Diese zeigt, dass der schmerzlindernde Effekt von Cannabis nicht bei beiden Geschlechtern gleich groß ist.

„Experimente mit Tieren haben Hinweise darauf geliefert, dass die schmerzlindernde Wirkung von Cannabis geschlechtsabhängig ist – aber am Menschen ist das zuvor noch nicht untersucht worden“, erklärte die Neurobiologin Ziva Cooper von der Columbia University.

An der Studie nahmen 42 gesunde Frauen und Männer teil. Diese erhielten entweder einen Joint mit oder ohne Tetrahydrocannabinol (THC). Um die Schmerzempfindlichkeit zu testen, wendeten die Forscher ein häufiges Verfahren an: Die Teilnehmer tauchten eine Hand in Eiswasser und die Forscher beobachteten, wie lange die schmerzhafte Situation ausgehalten wurde. Zudem mussten die Teilnehmer Fragen zur subjektiven Wahrnehmung der Cannabiswirkung beantworten.

Ergebnisse: Große Wirkungsunterschiede zwischen den Geschlechtern

Der Wirkungsunterschied zwischen Frauen und Männern war groß. So blieb bei den Frauen das Schmerzempfinden unverändert. Nach dem Cannabiskonsum erhöhte sich lediglich ihre Schmerztoleranz. Hingegen berichteten die Männer nach dem Cannabiskonsum eine deutlich reduzierte Schmerzempfindung sowie eine höhere Schmerztoleranz.

Die Forscher schlussfolgerten, dass man nun nicht annehmen dürfe, dass Cannabis bei Frauen weniger gut wirkt. Denn in Bezug auf die wahrgenommene Stärke des Cannabisrausches sowie positiven Empfindungen gab es keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern.

Weiter heißt es, dass unbedingt weitere Untersuchungen notwendig seien, um die Faktoren für den schmerzlindernden Effekt bei beiden Geschlechtern zu klären. Zudem müsse man untersuchen, wie sich ein regelmäßiger Cannabiskonsum auf die Schmerzwahrnehmung und -empfindlichkeit auswirkt.

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