Israel baut Cannabisforschung aus: Weitere 13 Studien in Planung

Autor: Linn Baumgardt

Verõffentlicht am: 3. Juli 2017

Geändert am: 30. November 2017

Israel baut Cannabisforschung aus: Weitere 13 Studien in Planung

Israel führt weitere 13 Studien zur Untersuchung der medizinischen Wirkung von Cannabis durch. Dabei sollen 2,1 Mio USD in das Forschungsgebiet fließen, denn die zu behandelnden Krankheiten mit Cannabis als Medikament weiten sich aus. Fokus der Studien seien laut Wallstreet-online.de die Wirkung von Cannabis bei Multipler Sklerose, Organtransplantationen und Bakterienwachstum aber auch der verbesserte Anbau und die Entwicklung neuer Sorten.

Israel und die Cannabisforschung

Israel gilt als führend in der Erforschung der medizinischen Wirkung von Cannabis. Dort wird die Forschung bereits seit den 1960er Jahren vorangetrieben. Und die Liste der zu behandelnden Krankheiten wächst: Sie reicht von Krebs über Epilepsie und Autismus bis zum Tourette-Syndrom. Anfang des Jahres gab die Regierung bekannt, dass man weitere Studien zu Cannabis durchführen will. Das Gesundheits- und das Landwirtschaftsministerium werden dabei zusammenarbeiten. Zur Finanzierung von insgesamt dreizehn Studien werde man 2,1 Mio. USD erhalten.

Der neue Studienplan

In den Studien sollen medizinische und biochemische Aspekte von Cannabis untersucht werden. Wie das Wallstreet-onlie.de berichtet, sollen unter anderem die Behandlung von Multipler Sklerose unter Verwendung von Cannabis, die Wirkung von Cannabis bei der Behandlung nach Organtransplantationen und auch die Fähigkeit der Pflanze, das Wachstum von Bakterien zu begrenzen, untersucht werden. Möglichkeiten wie der Anbau der Pflanze verbessert und vereinfacht werden kann, stehen ebenfalls auf dem Studienplan. Die Regierung will weiterhin eine genetische Datenbank für Cannabis-Pflanzen anlegen, um die Verbesserung und Entwicklung neuer Sorten zu gewährleisten. Während in den USA Cannabis auf Bundesebene nicht legal ist, wurde die Pflanze zur medizinischen Verwendung in Israel legalisiert, so dass dort auch groß angelegte Untersuchungen möglich sind. Dies lässt nun auch deutsche Forscher hoffen, die in diesem Bereich bisher wenig Unterstützung erfahren haben.

Quelle: Wallstreet-online.de

 

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