Der Einsatz von cannabinoiden Arzneimitteln bei Kindern oder Jugendlichen mit ADHS/ADS

Autor: Gesa Riedewald

Verõffentlicht am: 10. Juli 2017

Geändert am: 29. September 2017

Zappelphilipp und Wirbelwind – manche Kinder haben einen besonders starken Bewegungsdrang, sind unaufmerksam und können sich nicht konzentrieren. Nicht immer steckt hinter diesen Problemen eine Erkrankung. Es kann sich aber um eine sogenannte Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung handeln, kurz ADHS.

Der Einsatz von cannabinoiden Arzneimitteln bei Kindern oder Jugendlichen mit ADHS/ADS

 

Leafly.de stellt die Frage: Ist der Einsatz von Cannabis-Medikamenten auch in der Kindertherapie Erfolg versprechend und verantwortbar?

Tritt die Erkrankung ohne Anzeichen von Hyperaktivität auf, sprechen Experten von ADS. In Deutschland leiden 5 % der Kinder und Jugendlichen an dieser krankhaften Störung. Bei erwachsenen ADHS-Patienten wurden bereits positive Effekte mit einer Cannabis-Therapie erzielt.

Symptome von ADHS bei Kindern

Ob bei einem Kind ADHS vorliegt, kann nur ein erfahrener Kinderarzt oder Kinder- und Jugendpsychiater diagnostizieren. Nicht jedes unruhige Kind ist krank – und gerade im Kindergarten- und Vorschulalter ist ADHS schwer zu diagnostizieren, da die Kleinen in diesem Alter von Natur aus häufig unaufmerksam sind oder einen besonders hohen Bewegungsdrang haben. Wird die Störung nicht erkannt und bleibt sie unbehandelt, hat das häufig schwerwiegende Folgen für das Kind wie für die Angehörigen – von Konflikten innerhalb der Familie bis zu Schulversagen.

ADHS ist die häufigste psychiatrische Störung, die bei Kindern und Jugendlichen auftritt. Experten schätzen die Zahl der Erkrankten in der Altersgruppe zwischen 6 und 18 Jahren auf 5% – sowohl in Deutschland wie auch weltweit. Dabei sind Jungen deutlich häufiger betroffen. Bei Mädchen rechnen Experten allerdings mit einer hohen Dunkelziffer: Bei ihnen tritt häufig ADS auf, die Variante ohne Anzeichen einer Hyperaktivität, die sich bei Kindern noch schwieriger diagnostizieren lässt.

Die typischen ADHS-Symptome lassen sich in drei Bereiche einteilen, Mediziner sprechen von „Kernsymptomen“:

Unaufmerksamkeit:

  • Ablenkbarkeit
  • Tagträumerei
  • mangelndes Durchhaltevermögen
  • Unvermögen, Aufgaben zu Ende zu führen
  • Vergesslichkeit

Hyperaktivität:

  • starker Bewegungsdrang
  • „Zappeln“
  • Ungeschicklichkeit
  • falsche Kraftdosierung
  • starker Rededrang

Impulsivität:

  • unüberlegtes Handeln
  • niedrige FrustrationsschwelleDiese Auffälligkeiten äußern sich unterschiedlich stark – abhängig vom Charakter und Alter des jungen ADHS-Patienten. Manche Kinder können nicht ruhig auf einem Stuhl sitzen bleiben, andere sind verträumt und extrem vergesslich. Die Symptome müssen über mindestens sechs Monate bestehen und in verschiedenen Lebensbereichen auftreten – also Familie, Schule und/oder Freizeit – bevor Ärzte eine ADHS-Diagnose aussprechen. Leider wächst sich die Problematik häufig nicht aus: Bei 60% der ADHS-Patienten zeigen sich auch im Jugendlichen- und Erwachsenenalter Symptome. Und die Krankheit geht mit einer deutlichen Einschränkung der Lebensqualität einher – das bedeutet, die Betroffenen leiden stark unter ihrer Erkrankung.

    Erlaubnis von Cannabis-Therapie bei Kindern

    Mit der Gesetzesänderung vom März 2017 hat der Gesetzgeber die Cannabis-Therapie neu geregelt: Jetzt ist es Ärztinnen und Ärzten möglich, medizinische Cannabisprodukte wie Blüten oder Cannabisextrakte auf einem Betäubungsmittelrezept zu verschreiben. Bisher standen nur sehr wenigen Betroffenen Cannabinoide als Medizin zur Verfügung: Vor dem neuen „Cannabis-Gesetz“ benötigten Patienten eine Ausnahmeerlaubnis vom BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte). Die bisherigen Möglichkeiten, Fertigarzneimittel wie Sativex und Canemes, oder das THC-haltige Cannabisöl Dronabinol zu verschreiben, bestehen auch nach der Gesetzesnovelle weiterhin.

    Die neue Regelung soll es in erster Linie erwachsenen Cannabis-Patienten ermöglichen, medizinischen Hanf in der Apotheke zu beziehen. Prinzipiell dürfen aber alle niedergelassenen Ärzte (mit Ausnahme von Zahn- und Tierärzten) Cannabinoide verschreiben – also auch Kinderärzte sowie Kinder- und Jugendpsychiater.

    Das Ärzteblatt weist darauf hin, dass es bisher keine Studien oder Erhebungen zur Behandlung von Kindern mit Cannabis-Medikamenten gibt: „Wegen fehlender Daten sollte die Behandlung von Kindern und Jugendlichen (vor der Pubertät) sehr sorgfältig abgewogen werden.“ (Deutsches Ärzteblatt Heft 2017, Jg. 114, Heft 8). Somit liegt es im Ermessen des behandelnden Arztes, ob er eine Therapie mit Cannabisprodukten für sinnvoll hält und diese verantworten kann.

    Auswirkungen von Cannabis bei der Kindesentwicklung

    Die potenziellen negativen Auswirkungen von Cannabis auf die kindliche Entwicklung sind bekannt: Cannabinoide können nachweislich bei Heranwachsenden die Hirn- und Intelligenzentwicklung beeinflussen. Dies gilt besonders bis zu einem Alter von 18 Jahren. In dieser Zeit entwickelt sich das körpereigene Endocannabinoid-System noch. Sobald hier von außen Cannabinoide zugeführt werden, kann es zu ernsthaften Störungen im Gehirn kommen. Die psychoaktive Substanzen wie THC können sich besonders negativ auswirken. Darüber hinaus erhöht Cannabiskonsum bei Kindern und Jugendlichen das Risiko für Psychosen, Depressionen und Angststörungen.

    Mit diesem Argument lehnen viele Mediziner die Freigabe von Cannabis außer für medizinische Zwecke ab. Andererseits gilt: Drogenmissbrauch darf man nicht mit einer ärztlich begleiteten Cannabis-Therapie gleichsetzen. Daher muss der Arzt die Nutzen und Risiken der Behandlung abwägen und eine individuelle Entscheidung treffen.

    Erfolge bei der Behandlung mit Cannabis bei Kindern

    Beim Thema Cannabis als Medikament wird die Diskussion schnell emotional – ganz besonders, wenn Kinder und Jugendliche im Spiel sind. Dabei geht es hier um Hilfe bei Krankheitssymptomen, nicht um Hanf als Rauschmittel. Cannabis Medikamente können so eingesetzt werden, dass der Patient kein berauschtes Gefühl empfindet.

    Professor Sven Gottschling – Chefarzt des Zentrums für Palliativmedizin und Kinderschmerztherapie des Universitätsklinikums des Saarlandes – setzt Cannabis klinisch auch bei Kindern ein. Er berichtet von positiven Effekten bei kleinen Patienten, die dank Cannabinoide weniger über Schmerzen oder Übelkeit klagen, ruhiger sind und besser schlafen können. In Gesprächen mit Eltern betont Professor Gottschling stets, dass er bei der Kindertherapie mit Cannabis unter ärztlicher Aufsicht und in therapeutischen Mengen bisher keine bleibenden Folgen erlebt hat.

    Auch Heilpraktikerin Mirian Lamberth berichtet aus ihrer Arbeitspraxis im Kinderhospiz Sonnenhof Berlin von den therapeutischen Erfolgen mit dem Medikament Dronabinol bei den kleinen Patienten.

    In den USA wird Cannabis bereits mit Erfolg bei Kindern mit Epilepsie eingesetzt. Eine spezielle Cannabis-Züchtung mit einem besonders hohen Anteil CBD hat sich dort als sehr effektiv gegen Krampfanfälle erwiesen. Leafly berichtete.

    Und wie sieht es bei der Therapie von ADHS-Symptomen aus?

    Bisher ist nicht viel über den Einsatz von Cannabis bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS bekannt. Aber es gibt Erfahrungsberichte von Patienten – sowohl von Erwachsenen wie auch von Jugendlichen und Kindern – bei denen Cannabis als Arzneimittel die Konzentrationsfähigkeit erhöht und hilft, impulsives Verhalten zu kontrollieren.

    ADHS ist eine Funktionsstörung im Gehirn, bei der es zu einer Fehlsteuerung der Botenstoffe, sogenannter Neurotransmitter, kommt. Cannabinoide aus Hanf (THC und CBD) können auf diese Neurotransmitter einwirken. Noch sind die meisten Mediziner viel zu wenig vertraut mit dem Einsatz von Cannabisprodukten. Sie fühlen sich unsicher und scheuen diese Behandlungsmethode. Daher braucht es dringend mehr belastbare Studien, um Cannabinoide sicher und effektiv in der Kindertherapie einsetzen zu können.

    Quellen:

    https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/kinder-jugend-psychiatrie/erkrankungen/aufmerksamkeitsdefizit-hyperaktivitaets-stoerung-adhs

    http://www.info-adhs.de/startseite.html

    http://www.adhs-deutschland.de/Home.aspx

    Deutsches Ärzteblatt Heft 2017, Jg. 114, Heft 8

    http://www.bfarm.de/DE/Bundesopiumstelle/Cannabis/Hinweise_Aerzte/_node.html

    http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/schmerztherapie-auch-kinder-koennen-mit-cannabis-behandelt-werden-13546026.html

    http://www.cannabis-med.org/german/download/magazin.pdf

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