Junge Union diskutiert über Cannabis-Legalisierung

Autor: Alexandra Latour

Verõffentlicht am: 27. Juni 2018

Geändert am: 27. Juni 2018

Heute findet in Rosenheim die Podiumsdiskussion der Jugendorganisation der CDU/CSU zur Cannabis-Legalisierung statt. Befürworter und Gegner wurden eingeladen, weshalb eine spannende Diskussion erwartet werden darf.

Junge Union diskutiert über Cannabis-Legalisierung

Der Deutsche Hanfverband hat in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass die Jugendorganisation der CDU/CSU (Junge Union) im Rahmen einer Podiumsdiskussion das Pro und Contra zu einer Cannabis-Legalisierung diskutiert.

Zur Podiumsdiskussion sind viele Experten geladen, so der Polizeipräsident von Oberbayern Süd namens Robert Kopp, Ludwig Binder, der Geschäftsführer der Neon Suchthilfe Rosenheim, der Nervenarzt Andreas Böhm und der Sprecher des Deutschen Hanfverbands Micha Greif.

“Wir freuen uns sehr, dass auch in der Jungen Union das Thema Cannabis-Legalisierung zunehmend diskutiert wird”, erklärte Micha Greif, Sprecher des Deutschen Hanfverbands in München.

Die Junge Union Berlin hat sich vor einem Monat als erster JU-Landesverband offiziell für die Legalisierung von Cannabis ausgesprochen.

Polizeipräsident Kopp als Gegner der Cannabis-Legalisierung

Robert Kopp, der Polizeipräsident von Oberbayern Süd, ist ein erklärter Gegner der Cannabis-Legalisierung. Leafly.de berichtete. In seinem Verantwortungsbereich liegt die Stadt Burghausen. Hier wurde im Jahr 2014 der mutmaßliche Dealer Andre B. auf der Flucht mit einem Kopfschuss getötet. Andre B. war unbewaffnet und der Todesschütze ist weiterhin ungestraft im Polizeidienst.

Im Februar 2018 machte er diese Aussage zur Cannabis-Legalisierung:

„Ganz klar, nein.“ sagt Robert Kopp, Präsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd. „Gesundheitsgefährdende Straftaten dürfen nicht legalisiert werden, nur weil sie den Sicherheitsbehörden Aufwände bereiten. Das machen andere Phänomene auch. Nach meinen Erfahrungen aus über 40 Jahren Polizeidienst wäre eine Entkriminalisierung vor allem für unsere Kinder und Jugendlichen das falsche Signal. Wenn Befürworter auf das „positive Beispiel“ aus den Niederlanden hinweisen, halte ich dagegen: Warum ist Cannabis in den meisten anderen europäischen Ländern verboten?“

Junge Union: Podiumsdiskussion in Rosenheim

Die Podiumsdiskussion fand am 26. Juni in Rosenheim in der Weinstraße 12 im „Rizz eat & drink“ von 19.00 bis 22.00 Uhr statt. Wir sind sehr gespannt auf die Ergebnisse dieses Abends und werden selbstverständlich darüber berichten.

Über den Deutschen Hanfverband (DHV)

Der Deutsche Hanfverband wurde im Mai 2002 gegründet und ist in Deutschland die größte Interessenvertretung für die Cannabis-Legalisierung. Der Geschäftsführer Georg Wurth arbeitet mit seinen Mitarbeitern jeden Tag daran, das Cannabis-Verbot zu überwinden. Ein wichtiger Bestandteil des DHV sind auch die 15 selbst organisierten DHV-Ortsgruppen in ganz Deutschland sowie zahlreiche ehrenamtliche Helfer.

Quellen:

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