Kolumbien exportiert Medizinalcannabis

Kolumbien ist das vierte Land der Welt, in dem jetzt pharmazeutisches Cannabis exportiert wird. Zusammen mit Israel, den Niederlanden und Kanada stärkt Kolumbien seinen Platz auf dem weltweiten Cannabismarkt. Clever Leaves ist Inhaber einer der ersten Lizenzen für die Kultivierung von pharmazeutischem Cannabis in Kolumbien.

Kolumbien exportiert Medizinalcannabis

Einem Medienbericht zufolge gab Clever Leaves bekannt, dass es mit Unterstützung der in den USA ansässigen Investmentfirma Northern Swan Holdings von der Regierung in Kolumbien und Kanada die Genehmigung erhalten hat, Cannabis für medizinische Zwecke nach Kanada zu exportieren.

Vereinbarung zwischen Kolumbien und Kanada

Vor ungefähr einem Jahr unterzeichnete Clever Leaves in Kolumbien eine Produktakquisitionsvereinbarung mit Namaste Technologies in Kanada. Hierdurch hat Clever Leaves einen exklusiven Liefervertrag mit einem medizinischen Cannabisunternehmen in Kanada erhalten. Clever Leaves und Namaste arbeiten mit Northern Swan Holdings, einer in den USA ansässigen Investmentfirma zusammen, die als finanzieller Sponsor und internationaler Partner fungiert. Zudem besitzt Northern Swan Holdings eine Importlizenz von der Health Canada.

Im Januar 2019 erhielt Clever Leaves von der Health Canada die Erlaubnis, Cannabisblüten für wissenschaftliche Zwecke zu importieren. Ende Januar erteilte dann National Narcotics Fund in Kolumbien zum ersten Mal in der Geschichte die Erlaubnis, Cannabisblüten zu exportieren.

Kein Medizinalcannabis für Patienten

Die Cannabisblüten werden jedoch keine Patienten erhalten. Denn die Exporte werden direkt in ein Labor geschickt, wo sie getestet und analysiert werden.

Seit der Legalisierung im Jahr 2018 hat sich Kanada an die Spitze der Cannabisanalytik gesetzt (Leafly berichtete). Eine Position, die Kanada mit Israel teilt. Denn Israel hat im Jahr 2016 mehr als 125 Millionen US-Dollar in Cannabisstudien investiert. Das Erkennen, Klassifizieren und Patentieren von CBD- und THC-Verbindungen ist für die Branche von entscheidender Bedeutung. Denn so kann das Vertrauen von Regierungen, Ärzten und Patienten gewonnen werden.

„Wenn wir erst einmal die analytischen Ergebnisse haben, könnten wir der Welt zeigen, dass es möglich ist, in Kolumbien qualitativ hochwertiges Cannabis anzubauen, das von einem externen kanadischen Labor zertifiziert wurde… [und] dass es möglich ist, die gleiche Qualität wie Kanada zu erzielen, jedoch mit deutlich geringeren Kapitalinvestitionen“, erklärte Andres Farajado, CEO von Clever Leaves.

Die Zukunft des Exports für Patienten bleibt unklar. Auf der Grundlage der zwischen Namaste und Clever Leaves unterzeichneten Vereinbarung, die Einzelheiten zu den Verpackungsanforderungen und zu den Produktpreisen enthält, scheint es jedoch Pläne für einen verbraucherorientierten Exportprozess zu geben.

 

 

 

 

 

 

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