Medizinalcannabis-Anbau in Schottland

Das australische Cannabisunternehmen LeafCann hat jetzt mit einer örtlichen Behörde in Schottland Gespräche über den Bau der ersten legalen Cannabisfarm in Schottland geführt.

Medizinalcannabis-Anbau in Schottland

LeafCann hat laut einem Medienbericht mit dem Rat von North Ayrshire Gespräche über den Anbau von Medizinalcannabis in Schottland geführt.

„Wir sind uns des Interesses von LeafCann bewusst und haben erste Gespräche mit ihnen geführt. Es gibt nichts, was unmittelbar bevorsteht oder einer Einigung nahekommt“, erklärte ein Sprecher des Rates.

Monica Lennon, die Gesundheitssprecherin von Scottish Labour, begrüßte die Nachricht.

„Es ist erfreulich zu hören, dass Gespräche im Gange sind, die zu einer verbesserten Verfügbarkeit von Medizinalcannabis im schottischen Gesundheitssystem führen könnten“, so Lennon.

Schottland: Legalisierung von Medizinalcannabis

Der Innenminister von Schottland namens Sajid Javid hat im vergangenen Jahr Medikamente auf Cannabisbasis legalisiert. Seitdem können Ärzte Medizinalcannabis bei Epilepsie und chronischen Schmerzen verschreiben.

Großbritannien: Cannabisunternehmen erhält Baugenehmigung für Cannabisfarm

Da es jedoch seit Jahrzehnten illegal ist, Medizinalcannabis in Großbritannien anzubauen, importiert die Gesundheitsbehörde von Schottland NHS das Medizinalcannabis. Im Januar stellte sich heraus, dass Cannabis in Großbritannien legal angebaut werden kann, da geplant ist, eine spezielle Farm im West Country einzurichten.

Die in London ansässige Sativa Investments erhielt die Baugenehmigung für ein 7,5 Hektar großes Gewächshaus im ländlichen Wiltshire. Schätzungen zufolge könnte die Anlage ungefähr 32 Millionen Pfund pro Ernte einbringen. Der genaue Standort ist jedoch nicht bekannt.

LeafCann erhält Anbaulizenz

Im Mai gab LeafCann bekannt, dass eine Tochtergesellschaft vom australischen Amt für Drogenkontrolle eine Lizenz zur Herstellung von medizinischem Cannabis erhalten hat.

„Nach mehreren Jahren der Unternehmensentwicklung freue ich mich, dass LeafCann nun ernsthaft damit beginnen kann, unseren Geschäftsplan für die Lieferung von medizinischen Cannabisprodukten an viele Patienten umzusetzen, deren Beschwerden mit vorhandenen Arzneimitteln nicht wirksam behandelbar sind“, erklärte Geschäftsführerin Elisabetta Faenza.

Der Chefwissenschaftler der Leafcann-Gruppe, Dr. Jaroslav Boublik, fügte hinzu, dass sich das Forscherteam auf die Herstellung von Produkten in höchster Qualität konzentriere.

Schottland: Ehemalige Polizisten schmuggelt Medizinalcannabis

Weiter heißt es in dem Bericht, dass die ehemalige Polizistin Lisa Quarrell ein Cannabisprodukt nach Schottland geschmuggelt hatte, um ihrem sechsjährigen Sohn Cole Thomson zu helfen, der an schwerer Epilepsie leidet. Quarrell aus East Kilbride reiste in die Niederlande, um medizinisches Cannabisöl für Cole mitzubringen. Die Mutter zahlte viel Geld, um das Cannabisöl ins Land zu bringen.

„Ich würde mein Haus verkaufen, damit es meinem Sohn besser geht“, so Quarrell.

Weiter führte sie aus, dass der kleine Cole an schlimmen Tagen bis zu 16 Epilepsieanfälle erleidet.

„Dringende Maßnahmen sind erforderlich, um sicherzustellen, dass Menschen, die von Medizinalcannabis profitieren, dieses erhalten. Menschen wie Cole, die an einer schweren Form von Epilepsie leiden, könnten davon profitieren“, so die Gesundheitssprecherin Lennon.

Lennon erklärte weiter, dass Eltern nicht so weit gehen müssen, um Medikamente für ihre Kinder zu erhalten. Aus diesem Grund habe sie Coles Mutter Lisa Quarrell und Karen Gray von Parents of Hope bei ihrem Kampf um den Zugang zu Medizinalcannabis über das NHS in Schottland unterstützt.

„Solange es streng kontrolliert wird, sollte es kein Problem geben, dass Cannabis angebaut wird. Jeder potenzielle Standort muss jedoch mit der örtlichen Gemeinde abgestimmt werden, um sicherzustellen, dass die Ansichten der Anwohner berücksichtigt werden, wobei die Standortsicherheit eindeutig an erster Stelle steht“, führte Miles Briggs von der Partei Scottish Conservative Party aus.

 

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