Legalisierung in New York und New Jersey gestoppt

In vielen US-Bundesstaaten ist Cannabis für Freizeitzwecke bereits legal. In New York und New Jersey hingegen wurden die Vorschläge für die Legalisierung vorerst auf Eis gelegt.

Legalisierung in New York und New Jersey gestoppt

In New York und New Jersey ist Cannabis für Freizeitzwecke nicht legal. Hinzu kommt, dass Geschäfte in New York, die CBD-haltige Getränke und Speisen anbieten, diese nun aus den Verkaufsregalen nehmen müssen (Leafly.de berichtete). Einem aktuellen Bericht ist zu entnehmen, dass nun die Bemühungen für die Cannabis-Legalisierung gestoppt wurden. Der Grund: Es gibt Streitigkeiten darüber, wie die Verteilung der Steuereinnahmen erfolgen soll.

In dem zuvor genannten Bericht erklären die Wissenschaftler Dr. Davis and Dr. Kreek, dass verschiedene Studien gezeigt hätten, dass der Cannabiskonsum bei Jugendlichen die kognitive Entwicklung negativ beeinflussen kann. Insbesondere die Verarbeitungsgeschwindigkeit von Informationen, die Gedächtnisfähigkeiten sowie das Aufmerksamkeits- und Konzentrationsvermögen könnte bei Jugendlichen durch den Cannabiskonsum beeinträchtigt werden.

Hierzu erklären die Wissenschaftler, dass diese Beeinträchtigungen mit einem IQ-Test messbar seien. So hätten Forscher der Duke University im Rahmen ihrer Studie Jugendliche bis zu ihrem 38. Lebensjahr beobachtet, die Cannabis konsumierten. Im Ergebnis heißt es, dass die Forscher einen deutlichen IQ-Rückgang beobachten konnten.

Cannabiskonsum und Auswirkungen auf das Gehirn

Weiter führten die Wissenschaftler in dem Bericht aus, dass man heute besser verstehen könne, welche Auswirkungen der Cannabiskonsum auf das Gehirn haben kann. So würde THC den Informationsaustausch zwischen den Neuronen stören, weshalb es zu langfristigen Veränderungen im Lernverhalten, in den emotionalen Reaktionen und der Aufmerksamkeit kommen kann.

Die American Academy of Pediatrics hätte deshalb Jugendliche vor dem Gebrauch von Cannabis für medizinische und freizeitbezogene Zwecke gewarnt. Hier führen die Wissenschaftler auch an, dass sich der durchschnittliche THC-Gehalt seit den 90er Jahren um ungefähr 3,7 Prozent erhöht habe. Eine aktuelle Analyse der registrierten Cannabis-Apotheken in Colorado hätte bei den Cannabisprodukten einen durchschnittlichen THC-Gehalt von 18,7 Prozent festgestellt.

New York/New Jersey: Wissenschaftler plädieren für ein Mindestalter von 25 Jahren

Die Vorschläge zur Legalisierung von Cannabis für Freizeitzwecke werden aktuell in New York und New Jersey geprüft. Diese beinhalten die Freigabe von Cannabis ab dem 21. Lebensjahr. Da jedoch das Gehirn in diesem Lebensalter noch nicht vollständig entwickelt ist, plädieren die Wissenschaftler Davis und Kreek für ein Mindestalter von 25 Jahren. Außerdem fordern sie die Festlegung von strengeren THC-Grenzwerten und einer Überwachung der THC-Werte. Ebenso sei die Durchführung von Aufklärungskampagnen erforderlich.

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