Liste Pilz fordert Liberalisierung von Medizinalhanf

Autor: Alexandra Latour

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Peter Kolb von der Liste Pilz setzt sich für die Liberalisierung von Medizinalhanf in Österreich ein und reicht jetzt beim zuständigen Gesundheitsministerium eine Petition ein.

Liste Pilz fordert Liberalisierung von Medizinalhanf

In Österreich ist die Lage angespannt. Denn die neue Regierung ist strikt gegen eine Legalisierung von Cannabis als Medizin und Hanf im Allgemeinen (Leafly berichtete). Laut den Medien hatte der Autor und Politiker (Liste Pilz) vor einigen Monaten eine Petition im Web gestartet, um der Forderung seiner Partei noch einmal Nachdruck zu verleihen. Diese Petition, in der die Forderung ganz klar lautet: „Liberalisierung von Cannabis als Medizin“, haben insgesamt 10 850 Menschen unterstützt. Nun erfolgt die Übergabe der Unterschriften an das Gesundheitsministerium.

Peter Kolba, der selbst zu den Schmerzpatienten gehört, hatte im Frühjahr diesen Jahres einen Entschließungsantrag im Nationalrat eingereicht. Die Gesundheitsministerin Hartinger-Klein soll nun dem Gesundheitsausschuss bis Januar 2019 einen Bericht zu dieser Thematik vorlegen.

Liste Pilz: Stimmen der Betroffenen sind zu berücksichtigen

„Ich appelliere an die Frau Ministerin Hartinger-Klein, diese Unterschriften bei der Erstellung des Berichtes als Stimme der Betroffenen zu berücksichtigen. Schmerzpatienten sind häufig schon betagte Menschen. Es ist höchst an der Zeit für diese eine rasche Lösung á la Deutschland zu finden,“ führte Kolb von der Liste Pilz aus.

Weiter stellte Kolb klar, dass die Apotheke als Beratungsstelle für Patienten Sinn mache. Dies solle aber nicht dazu führen, dass es zu einer Verdrängung der legalen Pflanzen (die vor allem CBD enthalten und nur unter 0,3 mg THC aufweisen) vom freien Markt in Apotheken komme. Es gehe vielmehr um die Interessen der Patienten und nicht die der Pharmaindustrie.

THC wird in Österreich kriminalisiert

Weiter heißt es in dem Bericht, dass der psychoaktive Inhaltsstoffe THC aus der Cannabispflanze in Österreich kriminalisiert werde. Hingegen sei der Inhaltsstoff CBD nicht psychoaktiv, weshalb der Konsum legal sei.

„Es wäre absurd, Cannabis zur Arzneimittelpflanze des Jahres zu küren und den Konsum durch PatientInnen zu kriminalisieren. Wir brauchen endlich einen deutlichen Schwenk in der Drogenpolitik. Die Liberalisierung von Cannabis in der Medizin ist ein längst überfälliger Schritt,“ erklärte Kolba von der Liste Pilz.

Darüber hinaus führte Kolb aus, dass man über eine generelle Entkriminalisierung auch für Konsumenten diskutieren müsse.

 

 

Hinweis: In diesem Artikel berichten wir über rezeptpflichtiges CBD oder auch Cannabidiol. Dieser Artikel macht zur möglichen Zweckbestimmung keinerlei Vorschlag. Nutzversprechen bleiben den Apothekern überlassen.

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