Miris Herzensgeschichten: Naturheilkunde

Autor: Mirian Lamberth

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Eine Kombination aus Naturheilkunde und Schulmedizin würde vielen Patienten helfen. (Fast) noch wichtiger wäre es, dass sich Ärzte viel mehr Zeit für ihr Patienten nehmen. Denn das könnte zur Genesung beitragen.

Miris Herzensgeschichten: Naturheilkunde

Cannabis – natürlich und ohne Zusatzstoffe!

Es ist nicht überraschend, dass ich als Heilpraktikerin ganz klar auf der Seite von natürlichen Medikamenten und der Naturheilkunde stehe. Mutter Natur hat fast alles, was wir brauchen, um uns zu rehabilitieren oder auch temporäre Herausforderungen zu überstehen und körperlich sowie seelisch zu verarbeiten.

Viele naturheilkundliche Verfahren haben den gleichen Ursprung wie der Eid des Hippokrates: Das Corpus Hippocraticum. Dabei handelt es sich um eine atemberaubende Sammlung von mehr als 60 antiken medizinischen Texten, die zwischen 500 vor und 200 nach Christi niedergeschrieben wurden. Grundlage war, dass der Arzt als Helfer der Natur wirken und die Selbstheilungskräfte, also die innere Natur des Menschen, stärken müsse.

Pflanzen, Ernährung, Wasser- und Klima-Therapien, aber auch Abführen und Ausleiten, sowie positives Denken gehörten zu den wichtigsten Maßnahmen.

NATÜRLICH ist mir klar, dass es bei bestimmten Krankheiten absolut lebensnotwendig ist, von der Naturheilkunde etwas abzuweichen, um dem Organismus einen zusätzlichen oft ambulanten Impuls geben zu können. Wie es zum Beispiel bei Narkose, Chemotherapien, Bestrahlungen, chirugischen Eingriffen, Antibiotika und vielem mehr der Fall ist !

Naturheilkunde und Schulmedizin – eine wichtige Kombination

Da ich sehr viel mit Patienten arbeite, die ohne schulmedizinische Behandlungen nicht auskommen und auch oft Krankenhaus- oder Hospizbesuche abstatte, darf ich immer mehr erkennen, wie wichtig und notwendig eine Kollaboration zwischen der Naturheilkunde und der Schulmedizin ist.

Ich habe das grosse Glück, dass ich bis jetzt immer mit offenen Armen empfangen wurde und bin dankbar für die vielen wunderbaren Ärzte, mit denen ich zusammenwirken darf.

Es gibt zudem einen sehr wichtigen Faktor, den ich mir als Healthcoach leisten kann und das ist ZEIT !

Denn was die Schulmediziner von den Alternativmedizinern lernen könnten – ist vor allem dies: sich Zeit zu nehmen, eingehend mit dem Patienten zu reden, ihnen zuzuhören – und zwar nicht nur einmal, sondern wieder und wieder im Verlauf der Therapie. Das mag vielleicht banal klingen, will aber unbedingt beherzigt werden. Und trägt ( wissenschaftlich erwiesen ) stark zu Heilung bei.

Gemeinsam sind wir stark!

Ich verstehe aber auch, dass unser Gesundheitssystem unter Zugzwang steht. Und den Ärzten oft die Hände gebunden sind, was das sich ZEIT nehmen angeht. Genau deswegen bin ich der Meinung, dass die Zusammenarbeit zwischen integrativer Medizin und der konservativen Medizin unumgänglich ist. Nur Gemeinsam sind wir stark!

Oft ist die Zeit so knapp, dass Schmerztherapien Jahr ein Jahr aus gleich bleiben und neue Ideen oder begleitende Therapien gar nicht erst ausprobiert werden.

Mir ist es schon oft untergekommen, dass ich eine Cannabistherapie vorgeschlagen habe, um zum Beispiel bei Chemo-Patientinnen Hunger anzuregen und Schmerzen zu dämpfen. Die Ärzte fanden die Idee grossartig. Nur leider hatten sie nicht genug Zeit, sich um Studien und Erfahrungswerte zu kümmern und deshalb lieber auf altbewährte Medikamente zurückgriffen.

Kürzlich las ich über eine Studie der University of Michigan Institute for Social Research. Mehr als die Hälfte der schwerkranken Patienten in den USA nutzen medizinisches Cannabis als Add-on Therapie. Dadurch konnten viele die Medikation starker Präparate in beachtlichem Maße ausschleichen.

Meine Freundin Janet

Dazu passt auch die Geschichte meiner Freundin Janet. Gerade gestern habe ich mit ihr per Skype gesprochen. Sie lebt in Amerika und durchläuft momentan ihre letzte chemotherapeutische Behandlung. Janet wurde genau vor einem Jahr das zweite Mal in ihrem Leben mit Brustkrebs diagnostiziert. Da ihre Diagnose kompliziert ist und keiner medizinisch so richtig einschätzen kann, wie es weiter gehen soll, fühlt Janet sich hilflos.

Doch dann brachte ihr ein Bekannter Cannabis ins Krankenhaus. Dieses rauchte sie dann im Garten des Krankenhauses bei einem Spaziergang. Und Janet erfuhr eine sofortige Entspannung – nicht nur psychisch, sondern auch physisch. Viele der Nebenwirkungen der Chemo schienen sich zumindest zeitweise zu verabschieden. Dadurch wurde sie auch mental wieder viel stärker und konnte sich besser durchsetzen. Das berichtete sie mir stolz in unserem Gespräch.

Selbstverständlich ist die Lage in Deutschland ganz anders als in den USA. Man kann hier nicht einfach in eine Cannabisapotheke gehen und medizinisches Cannabis kaufen. Ich kann auch nur dringend davon abraten eigenmächtig Cannabis von der Straße zu rauchen, um sich selbst damit zu therapieren.

Dennoch bin ich immer wieder begeistert von der Kraft der Cannabispflanze. Auf ganz natürliche Weise und ohne Zusatzstoffe erleichtert sie vielen Menschen in Phasen schwerer gesundheitlicher Belastungen das Leben.

Herzensgrüsse,

Miri

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