Neue Krebsstudie in Israel geplant

In Israel soll jetzt eine neue Krebsstudie starten. Die Leitung übernimmt dabei der Cannabisforschungspionier Raphael Mechoulam von der Hebräischen Universität Jerusalem.

Neue Krebsstudie in Israel geplant

In der Vergangenheit haben bereits einige Studien Hinweise darauf geliefert, dass die Cannabinoide aus der Cannabispflanze vermutlich in der Lage sind, das Wachstum von bösartigen Tumoren zu reduzieren. Anfang August dieses Jahres veröffentlichten Forscher The Laboratory of Cancer Biology and Cannabinoid Research in Haifa, Israel, die Ergebnisse ihrer aktuellen Krebsstudie (Leafly.de berichtete).

Für diese Studie nutzten die Forscher 12 verschiedene medizinische Cannabissorten, die alle eine unterschiedliche Cannabinoidkonzentration enthielten. Das Ziel der Studie war herauszufinden, wie die einzelnen Cannabinoidkombinationen gegen 12 unterschiedliche Krebslinien wirken.

In den Ergebnissen heißt es, dass bestimmte Cannabinoide möglicherweise in der Lage sind, den Krebszelltod hervorzurufen. Interessant ist zudem, dass die alleinige Verwendung von THC bei den Laborversuchen keine Wirksamkeit zu haben scheint. Klinische Studien an Patienten fehlen jedoch bisher, um die Ergebnisse dieser Studie zu bestätigen.

Durchführung der neuen Krebsstudie in Israel

Der in Tel Aviv gelistete Cannabisproduzent Cannbit Ltd. startet jetzt laut einem Medienbericht eine Krebsstudie, um eine Cannabis-basierte Behandlung für drei aggressive Krebsarten zu testen. Raphael Mechoulam hat dabei den Vorsitz im wissenschaftlichen Beirat von Cannbit. Mechoulam, Professor für medizinische Chemie an der Hebräischen Universität, identifizierte als erster Forscher den psychoaktiven Hauptbestandteil THC von Cannabis.

Eine Zusammenarbeit erfolgt außerdem mit dem Hadassah University Hospital-Ein Kerem und dem Sheba Medical Center. In die neue Krebsstudie investiert Cannbit 400.000 USD, plus weitere 2 Millionen USD für eine kommerzielle Lizenz.

Im Gegenzug erhält Cannbit für die Dauer des Patents (25 Jahre) eine exklusive kommerzielle Lizenz für das Medikament. Der Rest der Partner erhält 13 Prozent der zukünftigen Einnahmen, die mit dem Medikament oder einem der Forschungsphasen erzielt werden, heißt es in dem Bericht.

Die Studie wird Cannabinoide umfassen, die sich bei der Bekämpfung von Melanomen, Neuroblastomen und Glioblastomen als wirksam erwiesen haben. Das Technologietransferunternehmen Yissum der Hebräischen Universität besitzt das geistige Eigentum für die Ergebnisse der Vorstudie. Die Übertragung erfolgt dann später auf Cannbit.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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