Neue Studie: CBD gegen soziale Phobie

Die soziale Phobie schränkt Betroffene erheblich in ihrem alltäglichen Leben ein. Studien haben bereits Hinweise darauf geliefert, dass insbesondere das nicht-psychoaktive Cannabinoid Cannabidiol (CBD) die Symptome lindern kann.

Neue Studie: CBD gegen soziale Phobie

Studenten der Universität Leipzig haben jetzt eine randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie zum Thema „CBD gegen soziale Phobie“ durchgeführt. So wollten die Studenten wissen, ob die regelmäßige Einnahme von CBD bei Patienten mit klinisch bestätigter Angststörung (soziale Phobie) zu einer Verbesserung der Symptome führt.

Was ist eine soziale Phobie?

Die soziale Phobie gehört zu den Angststörungen. In Deutschland leiden ungefähr 7 Prozent der Bevölkerung unter einer sozialen Phobie, wobei die Dunkelziffer auf bis zu 12 Prozent geschätzt wird.

Charakteristisch ist für diese Erkrankung, dass sich Betroffene dafür fürchten, dass andere Menschen sie als merkwürdig, peinlich oder lächerlich ansehen könnten. Außerdem haben sie Angst, im Zentrum der Aufmerksamkeit zu stehen. Ebenso groß ist die Angst davor, sich zu blamieren. Dabei beziehen sich diese Ängste auf soziale Situationen wie beispielsweise Essengehen in einem Restaurant oder auch Sprechen in der Öffentlichkeit. Zu den körperlichen Symptomen gehören unter anderem:

  • Erröten
  • Zittern
  • starker Harn- und/oder Stuhldrang
  • Übelkeit

Für Betroffene ist es immer schwieriger, am Leben teilzunehmen. Denn die ständige Angst davor, etwas Falsches zu tun oder sich zu blamieren führt dazu, dass sich Betroffene immer weiter sozial isolieren. Aus diesem Grund geht auch die soziale Phobie mit einem extremen Meidungsverhalten einher, was die Symptomatik noch verschlimmert und dem Betroffenen die Lebensqualität raubt.

Soziale Phobie: Durchführung der Studie

Die Studenten bewerteten die Angstwerte der Probanden zu Beginn der Studie sowie im Anschluss an die 30-tägige Behandlung mit CBD-Öl. Insgesamt nahmen 40 Probanden an der Studie teil. Allerdings mussten zwei Probanden aus der Placebo-Gruppe und ein Proband aus der CBD-Gruppe die Studie aus privaten Gründen verlassen.

Damit bestand die endgültige Stichprobe aus 37 Erwachsenen mit einer sozialen Phobie. Die Placebo-Gruppe umfasste 18 Probanden und die CBD-Gruppe 19 Probanden. Alle Probanden gingen davon aus, dass sie innerhalb der Studie 15-prozentiges CBD-Öl konsumierten. Und zwar 30 Tage lang jeweils fünfmal täglich zwei Tropfen (50 mg/Tag).

Ergebnisse der Studie

Durch die Einnahme von CBD-Öl verbesserten sich die Angstwerte bei 17 von 19 Probanden aus der CBD-Gruppe. Bei einem Probanden blieben die Angstwerte unverändert und bei einem weiteren Probanden verschlechterten sich die Angstwerte innerhalb des Studienzeitraumes.

Die durchschnittlichen Angstwerte lagen vor Studienbeginn bei 4,1 (1 = kein Unwohlsein und 5 = sehr großes Unwohlsein). Nach dem Studienzeitraum lagen die Angstwerte der 19 Probanden im Durchschnitt bei 3,2. Die Angstwerte der 17 Probanden, bei denen sich die Angstwerte verbesserten, lagen im Schnitt bei 2,8. Das entspricht somit einer Verringerung der wahrgenommenen Angstsymptomatik um 31,71 Prozent.

Die Studenten schlussfolgerten aus den Ergebnissen, dass die regelmäßige Einnahme von CBD bei Patienten mit Angststörungen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit zu einer deutlichen Verbesserung der Symptomatik führt.

Weitere interessante Artikel:
Cannabis und Angstzustände
Neue Forschungsergebnisse zu Endocannabinoiden gegen Schmerzen, Entzündungen und Angst
Angststörung Therapie: Hilft CBD gegen Angst?

 

Ähnliche Artikel